Heieck erschließt dem Betrachter in seinen Panoramabildern das Spannungsfeld zwischen der urbanen, modernen und kühlen Architektur der erst 150 Jahre alten Industriestadt, den dörflich anmutenden, historischen gewachsenen Stadtteilen und den großzügigen Parkanlagen mit ihrem alten, wunderschönen Baumbestand. Gerade damit greift er auch die Zeitachsen auf, die sich in dieser einen Stadt kreuzen. Entstanden ist ein außergewöhnliches Porträt der zweitgrößten rheinland-pfälzischen Stadt.
Über ein Jahr lang war Jörg Heieck in Ludwigshafen unterwegs, hat Stimmungen und besondere Momente, den Ablauf der Tages- und Jahreszeiten mit seiner Kamera festgehalten. Entstanden ist dabei ein individuelles Porträt der Stadt, das selbst für Kenner Überraschungsmomente bereithält. Die Panoramafotografien vermitteln ungewohnte, neue Ansichten, zeigen bisher nicht gekannte Perspektiven. Sie verändern den Blick, lenken ihn durch verschlungene und gewundene Brücken- und Treppenbauten, führen ihn entlang kühn konstruierter Hochstraßen oder lassen ihn versinken im Dunst der schwindenden Sonne. Sichtbar wird die Vitalität und Betriebsamkeit einer Großstadt ebenso wie ihre landwirtschaftlich geprägten Strukturen.
Der Kalender gehört wie der im Herbst erscheinende Bildband zu den Veröffentlichungen der Stadt Ludwigshafen aus Anlass der 150. Wiederkehr der Verleihung der Stadtrechte im Jahr 2009. Bereits sechs Jahre nach der Gemeindegründung im Jahr 1853 hatte der bayerische König Maximilian II. dem aufstrebenden Gemeinwesen am Rhein den Status einer Stadt zugebilligt.