Das Wappen, das die neue Gemeinde Ludwigshafen bei ihrer Gründung erhielt, war ein goldener Anker auf rotem Grund – Symbol für den Kern der neuen Ansiedlung, den Hafen, und den damit verbundenen Handel allgemein. Nach der Eingemeindung Friesenheims und Mundenheims wurden Elemente der Wappen der beiden Gemeinden in das neue "Gesamtwappen" aufgenommen. Ein schönes und ganz bewusst repräsentativ gestaltetes Beispiel eines solchen Wappens findet sich am Giebel der Walzmühle zum Rhein hin. Das nach dem Brand 1905 wiederaufgebaute Unternehmen sollte als Gegenstück der jungen Industriestadt zum Mannheimer Schloss fungieren! Von 1906 warb auch der eng mit der Stadt verflochtene Verkehrsverein für Ludwigshafen.
Die Verwaltung der jungen Gemeinde beziehungsweise Stadt nutzte außer dem Wappen, das selbstverständlich für rechtliche Zwecke wie Besiegelungen gebraucht wurde, kein besonderes "Kennzeichen". Wie "herrschaftliche" Körperschaften allgemein bediente sich das "Bürgermeisteramt", wie es nach außen hieß, eines in schöner Frakturschrift gehaltenen Briefkopfs. Das Wappen, zuerst ebenfalls recht verschnörkelt und mit einem (bayerischen beziehungsweise pfälzischen) Löwen als Schildhalter, zierte zum Beispiel die große offizielle Stadtgeschichte des Jahres 1903 oder den Verwaltungsbericht.
Von 1910 ab erschien das Wappen auf dem Bericht in einer modernen Form, die der allgemeinen Stilentwicklung zum Jugendstil beziehungsweise der klarstrukturierten "Reformarchitektur" entsprach.