Mit einer Vielzahl von Veranstaltungen bis zum Wagnerjahr 2013 rückt die Tetralogie "Der Ring des Nibelungen" verstärkt ins Blickfeld. Zum Auftakt des Begleitprogramms hebt sich erstmalig beim "WagnerTag“ am Samstag, 6. November, 11 Uhr, der einzigartige von rund 1.000 Kindern und Jugendlichen gestaltete "Vorhang der Hoffnung" in Ludwigshafen.
Das aufwändige, von den Städten Ludwigshafen und Halle veranstaltete große Wagner-Projekt "Der Ring des Nibelungen" (RING) unter der musikalischen Leitung des Generalmusikdirektors Karl-Heinz Steffens und der Regie des Theaterintendanten Hansgünther Heyme verbindet die Oper Halle, die Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz und das Ludwigshafener Theater im Pfalzbau vier Jahre künstlerisch. Den Auftakt zum Bühnenfestspiel der "Ring des Nibelungen" bildet der Vorabend „Das Rheingold“. Diese Oper feiert am 5. November in Ludwigshafen und am 19. November in Halle Premiere.
In beiden Städten wird vor allem bei Kindern und Jugendlichen mit besonderen Aktionen für das "musikdramatische" Projekt geworben. Ein Baustein des vielseitigen Rahmenprogramms sind "die Musik Wagners, die märchenhaft-phantastischen Inhalte wie seine Kritik an Machtmissbrauch und Unterdrückung", so Hansgünther Heyme. Das Gesamtwerk der Tetralogie besteht aus "Das Rheingold" sowie den Musikdramen "Die Walküre", "Siegfried" und "Die Götterdämmerung".
Die spezielle Ausrichtung an den Nachwuchs spiegelt der "Wagner-Tag" wider. Für die Sechs- bis Zehnjährigen wird der "RING" von "Richard Vardigans" verständlich auf-bereitet. Knisternde Spannung erzeugt das Kinderspieltheater mit dem Stationen-Detektiv-Event im Stil der ARDSerie "Tatort" für Jugendliche ab zehn Jahren. Unter der Leitung von Éva Adorján spüren die Akteure dem Mord an Siegfried nach. Um Macht und Liebe – wie in Wagners "Rheingold"-Ouvertüre – geht es in der "Butoh-Performance". Mit Elementen des modernen japanischen Tanztheaters (Butoh) arbeitet die Performance des Jugendclubs Kritisches Theater, die aus einem Tanz-Workshop hervorgeht, den Holger Endres leitet.
Zum "RING" geleitet werden ebenso die Erwachsenen. Das "Neue Ensemble" unter der Federführung von Rainer Escher präsentiert eine Lesung mit Auszügen aus der skandinavischen Götter- und Heldensammlung "Edda". Auch Wagner hatte aus diesen wichtigen Quellen germanischer Literatur geschöpft. Unter dem Thema "Leuchtende Liebe, lachender Tod" liest Theaterintendant Hansgünther Heyme Wesendonck-Briefe. Die Lieder dazu, vertont von Wagner, den eine tiefe "Seelenfreundschaft" mit Mathilde Wesendonck verband, tragen Fabienne Grüning (Gesang) und Hilko Dumno am Klavier vor. Mehr über die Oper "Das Rheingold" verraten außerdem der Künstlerische Leiter der Oper Halle und Chefdirigent der Deutschen Staatsphilharmonie, Karl-Heinz Steffens, sowie der Regisseur des künstlerischen Großprojekts, Hansgünther Heyme mit Sängern in einem Exklusiv-Gespräch am "Wagner-Tag".
Mittlerweile steht die Besetzung für die Aufführungen des "Rheingold" in Ludwigshafen und Halle fest: Musikalische Leitung: Karl-Heinz Steffens, Inszenierung, Ausstattung: Hansgünther Heyme, Dramaturgie: Susanne Holfter, Studienleitung: Kay Stromberg, Regieassistenz: Hansjörg Zäther, Wotan: Gérard Kim, Donner: Ásgeir Páll Ágústsson, Froh: Nils Giesecke, Loge: Paul McNamara, Alberich: Gerd Vogel, Mime: Ralph Ertel, Fasolt: Alexander Vassiliev, Fafner: Christoph Stegemann, Fricka: Ulrike Schneider, Freia: Anke Berndt, Erda: Julia Faylenbogen, Woglinde: Ines Lex, Wellgunde: Sophie Klußmann.
Aufführungen in Ludwigshafen:
"Das Rheingold": Freitag, 5. November, und Sonntag, 7. November, jeweils 19.30 Uhr, Karten telefonisch unter 504-2558, per Fax: 504-2526.