Ab 1. Januar 2005 werden die Agentur für Arbeit und die Städte Frankenthal, Speyer, Ludwigshafen und der Rhein-Pfalz-Kreis gemeinsam in einer Arbeitsgemeinschaft die Menschen betreuen, die künftig das Arbeitslosengeld II erhalten werden.
Die entscheidenden Weichen für die neue „Gesellschaft für Arbeitsmarktintegration Vorderpfalz-Ludwigshafen”, GfA, hat der Stadtrat in seiner Sitzung am 11. Oktober gestellt. 198 Stellen, davon etwa 55 aus dem Bereich der städtischen Sozialverwaltung, werden in der Gesellschaft für die Wahrnehmung der umfangreichen Aufgaben zur Verfügung stehen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind zuständig für das Fallmanagement, die Leistungsgewährung, die Widerspruchsstelle und verschiedene Querschnittsfunktionen. Leiterin der GfA soll die 51-jährige Barbara Herzog werden, bisher Bereichsleiterin Soziale Sicherheit im Ludwigshafener Sozialdezernat.
„Die GfA wird für rund 12.600 Haushalte zuständig sein. Alleine 7.500 der so genannten Bedarfsgemeinschaften mit rund 15.000 Menschen leben in Ludwigshafen. In der Arbeitsgemeinschaft sind die Kompetenzen der Agentur für Arbeit und der kommunalen Sozialämter gebündelt, um die bestmögliche Hilfe für die betroffenen Menschen zu gewährleisten. Der Name ‚Gesellschaft für Arbeitsmarktintegration‘ zeigt, wohin die Reise gehen soll: möglichst vielen eine neue Perspektive im Arbeitsleben zu geben und nicht Arbeitslosigkeit zu finanzieren”, erläuterte Sozialdezernent Wolfgang van Vliet. Er führte für die Stadt die Verhandlungen zur Gründung der GfA mit seinen Kollegen aus den Nachbarstädten und dem Kreis. „Die Zusammenarbeit in der GfA ist daneben auch ein Zeichen für die gute Kooperation in der Region und dafür, dass wir unsere Verantwortung für die Menschen gemeinsam wahrnehmen”, so der Sozialdezernent. Neben der Geschäftsführung und der Gesellschafterversammlung soll die GfA auch einen Aufsichtsrat erhalten, der unter anderem die Interessen der Kommunen innerhalb der neuen Gesellschaft vertreten soll.
Derzeit läuft die Antragstellung für das neue Arbeitslosengeld II. Ab November werden die Anträge dann in einem speziellen EDV-Programm erfasst, damit eine Auszahlung pünktlich zum 1. Januar 2005 erfolgen kann. Wer bisher noch keinen Antrag gestellt hat, sollte sich unbedingt mit der Agentur für Arbeit oder dem Bereich Soziale Sicherung in Verbindung setzen. mü