Zurzeit werden konkrete Konzepte für die Verknüpfung des Zollhofhafens mit der Innenstadt erarbeitet, die die Lebensqualität in Ludwigshafen erhöhen. Daher wird auch die Weiterführung der Rheinuferpromenade eine wichtige Priorität haben, zumal die zu entwickelnden Freiräume und Nutzungen für die City eine gute Ergänzung darstellen sollen. Auch die Zollhofstraße muss einen anderen Charakter erhalten und stärker in die Stadt integriert werden, damit das Rheinufer auch sicher erreichbar wird. Der neuen Rheinallee im Süden wird hier Vorbildwirkung zugeschrieben. Damit greift die Stadtentwicklung Schwerpunkte auf, die auch beim "Zukunftsforum Ludwigshafen 2020" Ende September 2004 im Ernst-Bloch-Zentrum so definiert wurden: Als einer der fünf Hauptschwerpunkte der künftigen Stadtentwicklung, der so genannten Leuchttürme, hat sich die "Seestadt Ludwigshafen" mit genau diesen Schwerpunkten herausgebildet. Dies gilt es nun in das weitere Werkstattver-fahren einzubeziehen.
Daher hat sich nach dem Freiwerden des Hafenareals der bereits zur Wettbewerbsabgabe gebildete Arbeitskreis aus Vertretern von Stadtentwicklung (Federführung), Stadterneuerung, Stadtplanung, Umwelt, Hafenbetriebe Ludwigshafen, Marketing-Verein Ludwigshafen, Ludwigshafener Kongress- und Marketinggesellschaft LUKOM, Wirtschaftsentwicklungsgesell-schaft (W.E.G.) und Raumordnungsverband Rhein-Neckar mit den möglichen Entwicklungen am Zollhofhafen auseinandergesetzt, erste Planungen angestoßen, Diskussionen in den stadträtlichen Gremien geführt und weitere Konzepte entwickelt. Ein Schwerpunkt war dabei auch die Auseinandersetzung mit den Planungen der Firma Pfitzenmeier. Da die Innenstadtentwicklung vom Land Rheinland-Pfalz als Gemeinschaftsaufgabe von Bürgerschaft, Wirtschaft, Verwaltung und Politik angesehen wird, sind im weiteren Ver-fahren neben den klassischen Instrumenten wie Aufstellung des Bebauungsplanes und Änderung des Flächennutzungsplanes (beides am 13. Dezember 2004 im Stadtrat beschlossen) auch neue Planungs- und Partizipationsmodelle gefragt, die sehr starke Akzente auf die Kommunikation setzen. "Das 'Zukunftsforum Ludwigshafen 2020' war sicherlich ein erster wichtiger Schritt in diese Richtung. In den kommenden Wochen wird es nun darum gehen müssen, den Zollhofhafen nach 50 Jahren wieder in das Bewusstsein der Bürgerinnen und Bürger zu bringen und gemeinsam mit Politikern, Experten, Bewohnern, Beschäftigten und Akteuren der Innenstadt die Chancen der Entwicklung zu diskutieren, bevor ein Masterplan für Innenstadt und Zollhofhafen fixiert wird", erklärte OB Lohse.
Erste Diskussionen haben in den stadträtlichen Gremien bereits stattgefunden, wobei sich die Ausschussmitglieder für eine die Innenstadt er-gänzende Freizeit- und Erholungsnutzung ausgesprochen haben. Darüber hinaus sollen die Themen der Innenstadtentwicklung auch in einen europäischen Kontext gestellt werden; Kooperationen mit internationalen Forschungseinrichtungen werden vorbereitet.
Teil des Wettbewerbsbeitrags ist ein umfangreicher und attraktiver Veranstal-tungskalender, in dessen Mittelpunkt der Mitmachgedanke und das Einbeziehen der Bürgerinnen und Bürger in die laufenden Planungen stehen. Nach dem "Wachküssen" am Hafen, einem Expertenhearing Anfang Februar und einem Bürgerforum stehen in den kommenden Wochen geführte Hafenrundgänge, ein für den verkaufsoffenen Sonntag, 10. April, geplantes Bürgerfest am Hafen und Internet-Chats mit Verantwortlichen von Stadtverwaltung und Hafenbetriebe auf dem Terminplan.