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neueLu März/April 2005

Vom Zauber der Verwandlung

Das Ende der Spielzeit markiert den Aufbruch in eine neue Ära. Mit seinem neuen Intendanten Hansgünther Heyme wird das Theater im Pfalzbau künstlerisch und konzeptionell ein neues Gesicht erhalten. Die bevorstehende Verwandlung des Hauses feiert die Stadt Ludwigshafen unter dem Titel "Metamorphosen. Aufbruch und Wandel" mit einem Theaterfest am Mittwoch, 25. Mai. International renommierte Künstler setzen sich mit dem Werden und dem Wandel auseinander.

Höhepunkt des Theaterfestes, das um 17.30 Uhr mit einem Familien-Programm beginnt, ist am Abend ab 20 Uhr der Beitrag "Visuelle Musik" des renommierten französischen Malers Gérard Economos, der zu den Klängen von Tschaikowskys Sinfonie "Pathétique" live ein übergroßes Wandgemälde vor den Augen des Publikums entstehen lässt. Das Kunstwerk wird danach im Foyer auch als Sinnbild der im Frühjahr 2005 beginnenden Verwandlung des Theaters im Pfalzbau seinen festen Platz finden. Economos, der unter anderem in Lissabon, Shanghai, Guadalajara und Karachi visuelle Musik schuf und dessen Werke weltweit in vielen Museen und Galerien zu sehen waren, wird begleitet von der Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz unter Leitung von François-Xavier Roth. Der 1971 geborene Dirigent, der im Rahmen seiner Ausbildung Assistent von Sir John Eliot Gardiner war, leitete bereits so renommierte Orchester wie das Orchestre National d'Ile de France oder das London Symphony Orchestra. Zu Beginn des musikalisch gestalteten Teils des Abends wird Roth nach Dvoráks "Carneval Ouverture" die Uraufführung des Werkes "Licht im Dunkel", komponiert von seinem Vater Daniel Roth, dirigieren. Diese Auftragsarbeit wurde eigens für Ludwigshafen geschaffen. Der 1942 geborene und heute als Titularorganist in St.-Sulpice, Paris, tätige Daniel Roth zählt zu den weltweit führenden französischen Orgelvirtuosen und lehrte unter anderem in Washington, Marseille, Straßburg und Frankfurt. Seine Kompositionen sind teilweise auch auf CD erhältlich. Zur Einstimmung in den Abend wird der Intendant des Theaters im Pfalzbau Hansgünther Heyme in Anlehnung an das Motto des Theaterfestes aus den "Metamorphosen" des Ovid lesen.

Für alle Besucher, aber besonders für Kinder, öffnet das Theater am 25. Mai bereits um 17.30 Uhr seine Türen. Dann wird der weltbekannte Clown Buffo mit seinen Verwandlungskünsten die Zuschauer bezaubern. Mit bürgerlichem Namen heißt Buffo Dr. Howard Buten und stammt aus den USA. Der Arzt und Psychiater leitet tagsüber ein Zentrum für behinderte Kinder. Abends steht er auf der Bühne. Seit 30 Jahren spielt der 55-Jährige den Clown Buffo.

"Anspruchsvolle Kultur trotz knapper Kassen"

"Wir freuen uns über die großen Chancen, die die bevorstehenden künstlerischen und - mittelfristig gedacht - auch baulichen Veränderungen für das Theater im Pfalzbau, aber auch überhaupt für die Kultur in Ludwigshafen, dem Rhein-Neckar-Dreieck und dem Land Rheinland-Pfalz beinhalten. Wir wollen in Ludwigshafen zeigen, dass es den Kommunen auf der Basis von Kooperationen und intelligenten Vernetzungen gelingen kann und gelingen muss, auch in Zeiten schlechter Finanzausstattung qualitativ hochwertige, anspruchsvolle und spannende Kulturangebote zu schaffen", erklärte Kulturdezernentin Prof. Dr. Cornelia Reifenberg. Der Eintritt zum gesamten kulturellen Programm ist an diesem Tag frei.

Das Projekt wird finanziert durch das Programm Urban II sowie Sponsoren. Die "Gemeinschaftsinitiative zur Förderung der dauerhaften Städteentwicklung: Urban II" ist ein Förderprogramm der Europäischen Union zur wirtschaftlichen, sozialen und nachhaltigen Wiederbelebung von städtischen Gebieten. Projekte werden aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung und vom Land Rheinland-Pfalz gefördert. Die Anschaffung des Economos-Bildes erfolgt mit der Unterstützung der Stiftung der Landesbank Rheinland-Pfalz sowie der Sparkasse Vorderpfalz. "Allen Sponsoren, zu denen ich auch die französische Fluggesellschaft Air France und die Kulturstiftung Pro Musica Viva zählen darf, danken wir sehr herzlich. Ohne ihre Großzügigkeit wäre ein solcher Theaterabend in dieser Form schwerlich finanzierbar gewesen", sagte Reifenberg.

Die Karten

Da die Kapazität des Theaters im Pfalzbau begrenzt ist, müssen alle Gäste von "Metamorphosen" am 25. Mai über eine gültige Eintrittskarte verfügen. Zwar ist der Eintritt kostenlos, doch muss im Vorfeld an der Theaterkasse die Eintrittskarte abgeholt werden. Die Karten sind ab Dienstag, 29. März, an der Theaterkasse erhältlich.

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