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Wohnen am Wasser
Mit der Frühlingssonne nimmt die Rheinschifffahrt wieder ihre Ausflugsfahrten auf. Der Wasserweg führt unmittelbar am Ludwigshafen der Zukunft vorbei: Die Stadt öffnet sich mit neuen Wohngebieten zum Rhein, aber auch Freizeitmöglichkeiten entstehen in Wassernähe.
Bereits seit acht Jahren verändert sich das Aussehen der Stadt: Zunächst haben der Bau der S-Bahn RheinNeckar und der AnschLUss 2000 zu dieser Veränderung beigetragen, dann das Rheinufer Süd. Die Chance zu einer gesamtstädtischen Ausrichtung einer derartigen Entwicklung bot sich durch die Verlagerung der Hafenbetriebe Ludwigshafen von zwei innerstädtischen Grundstücken in den Ludwigshafener Süden. Die parallele Erschließung von Rheinufer Süd, Luitpoldhafen sowie der Parkinsel für eine Wohnnutzung und der Umbau des Zollhofhafens für eine innenstadtnahe Freizeitnutzung am Rhein zeigt den städtebaulichen Wandel in Ludwigshafen: Die Stadt wächst wieder an den Rhein.
Biegt ein Schiff vom Rhein an der Inselbastei in den Luitpoldhafen, wird man künftig vielleicht sogar exklusive Wohnhäuser sehen können, die in die Schräge der Uferböschung hineingebaut werden. Dahinter werden zweigeschoßige Doppelhäuser mit ausbaubaren Dächern und Dachterrassen liegen, an den markanten Punkten der Erschließungsstraßen sind zweigeschoßige, freistehende Einfamilienhäuser geplant.
Der rhythmische Wechsel von Baumzeilen, Plätzen und Architektur macht die neue Uferstraße zu einem abwechslungsreichen Spazierweg. Dort, wo sich die Wohnstraßen zu kleinen Plätzen öffnen, kommt das Zusammenspiel von Wasser, Architektur und öffentlichem Raum zur Entfaltung.
Das Schiff dreht im Luitpoldhafen am so genannten "Brückenkopf". Die Ludwigshafener Wohnungsbaugesellschaft GAG hat den "Brückenkopf" der Parkinsel zwischen Schwanthaler Platz und dem Erschließungsgebiet Rheinufer Süd als Architektenwettbewerb ausgeschrieben. Das Neustädter Planungsbüro Martin Dürr ging aus dem Wettbewerb als Sieger hervor: Die Jury um den Architekten Prof. Rolf Hoechstetter lobte die Planung als guten Übergang zur vorhandenen und geplanten Bebauung auf der Parkinsel. Architekt Dürr will der besonderen Lage Rechnung tragen, indem er eine bauliche Öffnung seiner kubischen Wohnkörper in Richtung Wasser anstrebt. Vier symmetrisch angelegte Wohngebäude mit je zwölf Eigentumswohnungen sieht sein Planentwurf vor. Weiter geht die Fahrt flussabwärts in Richtung Norden zum Rheinufer Süd südlich der Walzmühle. Das Neubaugebiet am Rhein, in der Nachbarschaft des Ostasieninstitutes und der historischen Walzmühle, besticht neben hochwertigen Wohnungen auch durch sein Panorama: Direkt gegenüber liegt das Mannheimer Schloß.
Mit Freigabe der Rheinallee sind jetzt auch die bebaubaren Areale optisch fixiert. "Nach der städtebaulichen Konzeption müssen nun Kaufpreis und Nutzungsmix ermittelt werden: Wir stehen derzeit in konkreten Verhandlungen mit den Investoren, die diesen Standort favorisieren", sagt Baudezernent Ernst Merkel. "Zwischen Ruderverein und Rheinallee werden 2005 die Baugrundstücke vergeben. Hier entstehen neben Wohnungen für Senioren, Professoren und Studenten großzügig Eigentumswohnungen mit Blick auf den Rhein und das Mannheimer Schloß", verdeutlicht Knut Weber, Geschäftsführer der Rheinufer Süd Entwicklungsgesellschaft.
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