Über das "Festival des deutschen Films" sprach neue Lu-Redakteurin Brigitte Mauritz-Moussa mit Direktor Dr. Michael Kötz.
neue Lu: Herr Dr. Kötz, Sie sind Direktor des Internationalen Filmfestivals Mannheim-Heidelberg, das bereits seit Jahrzehnten etabliert ist und vor allem junge Filmemacher aus der ganzen Welt fördern will. Ist das nicht eine Konkurrenz zu dem "Festival des neuen deutschen Films"?
Kötz: Das neue "Festival des deutschen Films" ist ganz anders, also auch keine Konkurrenz. Wer würde sich auch selbst Konkurrenz machen? Im Juli geht es um "Filmsommernächte" am Rheinufer und um ausschließlich neue Spielfilme aus Deutschland, übrigens auch von bereits berühmten Regisseuren. Auch unsere Stargäste werden alle aus Deutschland sein. Das neue Festival ergänzt also das bisherige.
neue Lu: Sie haben einen neuen Filmpreis in Deutschland ausgelobt, den "Filmkunstpreis". Wie soll ein Film Ihrer Meinung nach sein, der dieses Preises würdig ist?
Kötz: Der deutsche Film hat an Substanz und an Qualität verloren in den letzten 20 Jahren. Wir wollen mit dem neuen Filmkunstpreis etwas tun, um das zu ändern. Es ist ein Förderpreis für mutige Kinokünstler - und für mutige Filmproduzenten zugleich. Die Zuschauer haben es doch auch satt, immer dieselben Filmchen zu sehen, sie wollen auch ein bisschen mehr Tiefe haben.
neue Lu: Sie bieten im Rahmen des Filmfestivals Mannheim-Heidelberg die Mannheim Meetings an, eine Plattform für über 150 Produzenten aus der ganzen Welt, die bei im voraus arrangierten Einzelgesprächen nach Koproduktionspartnern suchen können. Ist so etwas Ähnliches auch für das "Festival des deutschen Films" geplant?
Kötz: Das neue Festival wird kein Marktplatz der Filmbranche sein. Es wird ein schöner Ort für die Filmkunst werden: Cocktails und Liegestühle am Flussufer und dazu aufregende deutsche Filme.
neue Lu: Letzte Frage: Gibt es besondere Gäste, auf die wir gespannt sein dürfen?
Kötz: Sie dürfen gespannt sein, es wird aufregende Gäste geben. Versprochen!