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neueLu Mai/Juni 2005

<typohead type="2">Zentrum und Zukunft der Stadt</typohead>

 

Die Stadtteile Mitte und Süd bilden die südliche Innenstadt und damit das Zentrum und die Zukunft Ludwigshafens. In den letzten Jahren dominierten Baustellen die Stadtteile: Die S-Bahn RheinNeckar, der Berliner Platz und der Südwestknoten wurden neu- oder umgebaut. Jetzt bahnen sich neue Großprojekte wie "Wohnen am Wasser"am Rheinufer Süd oder Fitness im Hafen an.

Seine Position als Ortsvorsteher will Christoph Heller nutzen, um den Prozess der Veränderung zu begleiten. Allerdings will er dafür Sorge tragen, dass mit dem Potential der Stadt vorsichtig umgegangen wird: "Nur selten bietet sich für eine Stadt eine derartige Chance sich neu zu definieren, die darf nicht leichtfertig aus der Hand gegeben werden, sondern muss sorgsam durchdacht werden."

Mit 425 Geschäften behauptet die Südliche Innenstadt klar den Anspruch, das Zentrum des Ludwigshafener Stadtlebens zu sein. Mit Fachgeschäften wie beispielsweise der Kaffeerösterei Mohrbacher und der Galerie und Vergolderei Lauth wird auch überregionale Kundschaft angesprochen.

Mit drei Förderprogrammen versucht die Stadtverwaltung die Entwicklung in den beiden Stadtteilen positiv zu beeinflussen: Mit dem Förderprogramm LOS (Lokales Kapital für soziale Zwecke) wird vor allem die Integration in die Arbeitswelt gefördert. Mit dem Europäischen Programm Urban II wird eine Förderung der dauerhaften Stadtentwicklung verfolgt. Das Förderprogramm "Soziale Stadt" bietet Maßnahmen zur Situationsverbesserung in Stadtquartieren mit städtebaulichen und sozialen Problemlagen. Mit Beteiligung der Anwohnerinnen und Anwohner werden Veränderungen im Wohnumfeld geplant, so zum Beispiel der Alleencharakter in der Bahnhofstraße durch Neupflanzung weiterer Bäume. In der Bürgermeister-Kutterer-Straße wird der Spiel- und Bolzplatz neu hergerichtet.

Im Stadtteil liegen mehrere Denkmäler der Stadt. Im Innenstadtbereich zählen unter anderem dazu das Café Laul am Ludwigsplatz oder das neu renovierte Bürgermeister-Reichert-Haus im Innenhof der Stadtbibliothek. Im Stadtteil Süd liegt eines der berühmtesten Denkmäler der Stadt, die Pegeluhr auf der Parkinsel. Das Max-Reger-Viertel im Karree der Bruckner-, Rottstraße und Max-Reger-Straße ist als Denkmalzone ausgewiesen und dokumentiert die gehobene Wohnkultur zur Bauzeit der Jahre 1922/23, deren besonderen Merkmale größtenteils noch intakt erhalten wurde.

Auch die GAG, Ludwigshafens große Wohnungsbaugesellschaft, wird sich in diesem Jahr im Stadtteil engagieren. Im Programm "Soziale Stadt Westend" gibt es ab Mitte des Jahres weitere Umbau- und Modernisierungsarbeiten in der Westendstraße 20 bis 28. Die Wohnungen bekommen neue Grundrisse, die Klinkerfassaden werden gereinigt, innen wird ein Wärmeschutz angebracht, Isolierglasfenster und neue Balkone werden gesetzt.
Bereits voll im Gange ist die Innenplatzgestaltung im Quadrat Benckiser-, Bahnhof-, Bürgermeister-Kutterer- und Westendstraße. Auf dem ehemaligen Bolzplatz entstehen in Kooperation mit der Stadt neue Garagen, Stellplätze und eine neu gestaltete Grünanlage.

Hauptprojekt im Stadtteil Süd sind die Arbeiten am Rheinufer-Süd und auf der Parkinsel. Neben der Erschließung des Geländes am Luitpoldhafen wird die Rheinufer-Süd-Entwicklungsgesellschaft RSE noch im ersten Halbjahr nach dem erfolgten kooperativen Investoren-Verfahren im Jahr 2004 Grundstücke an entsprechende Interessenten verkaufen. Die GAG wird dort aber auch selbst als Bauherr für ein Projekt aktiv werden.

Auf der Parkinsel hat die GAG die Absicht, Ende des zweiten Quartals die ersten Grundstücke an private Interessenten zu verkaufen. Das Immobilienunternehmen wird auch hier als Investor aktiv. Für die Grundstücke im Bereich des Schwanthalerplatzes gab es einen Architekten-Wettbewerb, dessen Preisträger seit Ende Januar feststehen. Hier plant die GAG den Bau von hochwertigen Eigentumswohnungen.

Drei Fragen an den Ortsvorsteher

neue Lu: Welche positive Entwicklung freut Sie am meisten?

Heler: Gemeinsam mit der Innenstadt hat sich im Stadtteil Süd eine großartige Gastronomie entwickelt, die zu einem liebenswerten Stadtteil gehört. In der Innenstadt haben sich das Extrablatt, Rizzelli, das Alex und "Engel's" etabliert. Vor kurzem erfolgte die Wiedereröffnung der renovierten Inselbastei auf der Parkinsel.

neue Lu: Wie sehen Sie die beiden Ortsteile im Jahr 2020?

Heller: Positiv wie negativ: Die Zukunft Ludwigshafens liegt mit dem Rheinufer Süd und der anstehenden Wohnbebauung im Luitpoldhafen hier im Stadtteil Süd. Sowohl im Positiven als auch im Negativen: Machen wir es richtig, sind wir der Motor Ludwigshafens. Allerdings haben wir diese Chance nur einmal. Nutzen wir diese Chance am Rheinufer Süd richtig, wird sich das auch positiv für die gesamte City erweisen.

neue Lu: Wie würden Sie den Schwerpunkt Ihrer Arbeit bezeichnen?

Heller: Ich sehe mich nicht in der Pflicht, zu allen Problemstellungen selbst mit der Patentlösung aufzuwarten, ich will die richtigen Personen zusammen bringen, auf Fehlentwicklungen aufmerksam machen oder Ideen der Bürger mit einbringen.

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