Wenn die Oberbürgermeisterin Gegen Ende des Jahres besonders verdiente Ludwigshafenerinnen und Ludwigshafener mit dem Maximilianstaler und der Bürgerschaftsmedaille ehrt, wird es im großen Stadtratssaal manchmal ganz still. Die elf Männer und frauen, die am 5. Dezember 2006 im Mittelpunkt standen, bezeichnete OB Dr. Eva Lohse als "Das Salz der Erde", eine "Gemeinschaft der Vorarbeiter für eine wahrhaft soziale Stadt."
"Ohne Sie wäre die Sportstadt Ludwigshafen, so wie wir sie jetzt kennen, nicht denkbar," eröffnete OB Dr. Lohse die Laudatio auf Karl Heinz Ries, der den Maximilianstaler erhielt. Als Vorsitzender des LSV gilt Ries als der Motor des Ludwigshafener Sports. 1957 wurde er mit der Staffel von Phönix Ludwigshafen Deutscher Hallenmeister. Sein Pfalzrekord über 800 Meter hatte 20 Jahre lang Bestand. 1963 gehörte er zu den Gründern des ABC Ludwigshafen und war viele Jahre in Vorstandsfunktionen tätig. Von 1968 bis 1985 war er Mitglied im Vorstand und im Beirat des Leichtathletikverbandes Pfalz. Seit 1983 bekleidet er beim LSV das Amt des Vorsitzenden und fast ebenso lange führt er die Geschäfte des Ludwigshafener Sportförderkreises. Der Stadtlauf, den er einst ins Leben gerufen hat, ist längst ein erfolgreicher Klassiker. Karl Heinz Ries ist unter anderem Träger der Bürgerschaftsmedaille der Stadt, der Ehrennadel des Landes Rheinland-Pfalz und des Bundesverdienstkreuzes.
Die Bürgerschaftsmedaille der Stadt Ludwigshafen am Rhein erhielten Erich Fries, Otto Hammer, Adolf Heigel, Doris Joos, Waltraud Jung, Adolf Pfeiffer, Helmut Schneider, Margot Steeger, Gerd Wenz und Rainer Winkler.
Erich Fries ist politisch, kirchlich und sozial engagiert. Seit 1960 ist er Vorstandsmitglied der SPD Niederfeld und war lange Zeit Mitglied des Ortsbeirats Gartenstadt. Er führt die Kassen des Ortsvereins Gartenstadt, des Kreisverbandes der Arbeiterwohlfahrt und der Sozialgemeinschaft. Darüber hinaus engagiert sich Erich Fries in der Siedlergemeinschaft Niederfeld, er ist Mitglied des Presbyteriums der Johanneskirche und sitzt seit 1990 im Jugendhilfeausschuss und im Seniorenrat der Stadt.
Otto Hammer hat sich in seinem beruflichen Umfeld, im kirchlichen Bereich und für den Sport engagiert. Er war Meistervertrauensmann für die damalige IG Chemie, arbeitete für die Industrie- und Handelskammer als Prüfer, war Mitglied des Verwaltungsrates der Katholischen Kirchengemeinde St. Michael, ist Vorsitzender der Bauhütte St. Michael, und war 1949 bei der Wiederbegründung des Sport Clubs Alemannia Maudach dabei. In der Arbeitsgemeinschaft Maudacher Vereine bringt er ebenfalls seine Erfahrung ein.
Adolf Heigel gehört zu den tragenden Säulen des Vereinslebens in der Gartenstadt. Seit 1966 ist er für den VSK Germania Niederfeld aktiv, unter anderem als Jugendtrainer. Er ist Vorstandsmitglied des Brieftaubenvereins "Heimatliebe Gartenstadt", Einsatzleiter der Vereine Gartenstadt, Maudach und Rheingönheim und Mitbegründer der Reisevereinigung Ludwigshafen Stadt und Ludwigshafen Land. Sein Einsatz für die Arbeitsgemeinschaft Gartenstädter Vereine wurde bereits mit der Ehrenplakette bedacht.
Doris Joos hat ihre geistige Heimat in der evangelischen Kirche. Seit 1974 ist sie Mitglied im Vergabeausschuss des Berta-Steinbrenner-Fonds des Diakonischen Werkes, mit dem in Not geratenen Frauen geholfen wird. Seit 1987 engagiert sie sich in der Landesarbeitsgemeinschaft und im Landesarbeitskreis der Evangelischen Kirche der Pfalz. Sie ist Mitglied im pfälzischen Müttergenesungswerks, leitet die evangelischen Frauenarbeit in Ludwigshafen auf Dekanatsebene, hat sich zur Senioren-Trainerin ausbilden lassen und steht als Lesepatin in Kindergärten zur Verfügung.
Waltraud Jung engagiert sich in der katholischen Kirche, unter anderem als Mitglied des Pfarrgemeinderates von St. Hedwig, als Leiterin des Caritaskreises und der Katholischen Frauengemeinschaft der Pfarrei und als Mitglied im Liturgieausschuss. Seit 1996 ist sie Dekanatsvorsitzende der kfd, die mit 1.800 Mitgliedern der größte Frauenverband in Ludwigshafen ist. Sie organisiert Feste und Wallfahrten, ist Verbindungsfrau zum Caritasverband Ludwigshafen, zum Caritasverband für die Diözese Speyer, zum Frauenhaus und zum Caritas-Übernachtungsverein Haus St. Martin. Darüber hinaus ist sie seit vielen Jahren Mitglied im Dekanatsrat der Katholischen Kirche in Ludwigshafen sowie im Katholikenrat der Diözese Speyer.
Anton Pfeiffer liebt die Natur: Den Oppauer Verein für Vogelschutz hat er mitgeprägt. Er kümmert sich um verletzte, kranke und verwaiste Jungvögel, die von Bürgern aus der ganzen Region zu ihm gebracht werden. Seit 1961 ist er Vogelberinger der Vogelwarte Radolfzell, seit 1966 außerdem Vogelschutzbeauftragter der Stadt Ludwigshafen.
Helmut Schneider liegt die Gesundheit und die Sicherheit seiner Mitbürger am Herzen. Seit 1960 arbeitet er in verschiedenen Funktionen für das Deutsche Rote Kreuz, unter anderem als Leiter des aktiven Dienstes, als Ausbildungsleiter und bei katastrophenähnlichen Einsätzen. So kümmerte er sich zum Beispiel um Evakuierungsmaßnahmen bei Bombenentschärfungen. Helmut Schneider ist zudem in der Pfarrei St. Josef aktiv, so als Vorstand des Katholischen Altenpflegeheims, als Messdiener und Lektor.
Margot Steeger engagierte sich 1972 beim Bau eines Kinderspielplatzes am Danziger Platz. 1977 wurde sie zur Vorsitzenden des Kinder-Eltern-Hauses gewählt. Auch hinsichtlich der Erziehungsbeihilfe hat sie ihr soziales Engagement bewiesen. Seit 1995 ist sie zudem Mitglied des Ortsbeirats Nördliche Innenstadt.
"Kerweborsch" Gerd Wenz ist eine Friesenheimer Institution. Über Jahrzehnte hinweg hat er vielfältige Ideen zur Belebung des Stadtteils eingebracht. 1978 gehörte er zu den Mitbegründern der Schoppensänger. Seit 1985 ist er Erster Vorsitzender der Chorgemeinschaft Friesenheim und Vize-Chorleiter. Seit 2001 ist er außerdem Erster Vorsitzender des Förderkreises Museum Friesenheim. 25 Jahre lang war er Zweiter Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Friesenheimer Vereine und hat in dieser Funktion unter anderem die Serenade begründet.
Rainer Winkler ist seit seiner Jugend ununterbrochen aktiv beim Eisenbahner-Sport-Verein Ludwigshafen. Von 1954 bis 1966 spielte er beim ESV Fußball, seit 1961 ist er Trainer und Leiter verschiedener Abteilungen. Er war unter anderem Schriftführer, Geschäftsführer, Erster Vorsitzender und Vereinspräsident. Seit 1982 ist er Redakteur der Vereinszeitschrift ESV-Echo, seit 1996 Pressewart und seit 2002 wieder Erster Vorsitzender des ESV.