Im Theater im Pfalzbau reiht sich in dieser Saison ein Höhepunkt an den anderen. Feierten im Herbst die ersten In-ternationalen Festspiele große Erfolge, so folgt nun ein anspruchsvolles Theaterprogramm, das mit abwechslungsreichen Festwochen garniert wurde.
Mit dem "Festival zeitgenössisches Tanztheater aus Lateinamerika" vom 9. bis zum 16. Februar starten die Festwochen. Danach gibt es für die kleineren Gäste ein Bonbon, die Festwoche "Kinder und Jugendtheater". Tanzliebhaber dürfen sich außerdem auf den ersten Internationalen Choreographie-Wettbewerb "No Ballet" freuen. Ein weiterer Programmschwerpunkt ist die Festwoche Türkei "Tiyatro-Kültur - Theater Kultur".
Dass Musik und Tanz auf dem "vibrierenden Kontinent" Lateinamerika nicht nur Ausdruck der Lebensfreude sind, sondern vielmehr zum alltäglichen Leben gehören, beweist zu Beginn der Festwochen das "Ballet Contemporáneo de Caracas" aus Venezuela. Diese 23 Tänzer, die sich bereits in anderen Ländern einen Namen machten, treten zum ersten Mal in Deutschland auf. Termine: Do., 9., und Fr.,10.2., 19.30 Uhr.
Auf das Vermitteln des traditionellen Mexico und der ausdrucksvollen Sprache des modernen und zeitgenössischen Tanzes dieses Landes konzentriert sich die etwas kleinere "Contempodanza Mexico". Termine: Sa., 11., und So., 12.2., 19.30 Uhr.
Um Missverständnisse in der Liebe geht es in dem mitreißenden Tanzstück "Drink, smoke - Made in Havanna" der Company "DanzAbierta Havanna" . Termine: Mo., 13.2., und Di., 14.2., 19.30 Uhr. Den Abschlusss der ersten Festwoche bildet der Auftritt der "Cisne Negro Dance Company" (schwarzer Schwan) aus Brasilien. In einer Mischung aus tänzerischen und athletischen Elementen zeigen die Südamerikaner temperamentvoll und technisch brillant, dass Rhythmen von Samba und Tango beim Tanzen nicht fehlen dürfen. Termine: Mi., 15. und Do., 16.2., 19.30 Uhr.
Highlights bestimmen auch das weitere Theaterprogramm. Zwei Stücke wurden neu in den Spielplan aufgenommen. Ein Verwirrspiel der besonderen Art liefert das Kriminalstück "Revanche" von Peter Shaffer. Hauptdarsteller Andrew Wyke will darin den Geliebten seiner Noch-Ehefrau Marguerite zum Juwelenklau animieren, um die Versicherungssumme zu kassieren. Doch dieser Plan ist nur ein Vorwand, denn bald geht es nicht mehr um Betrug, sondern um Mord. Termine: Sa., 28. 1., 19.30 Uhr. Nackte Tatsachen serviert "Ladies night", die turbulente Komödie der neuseeländischen Autoren Stephen Sinclair und Anthony McCartney, die den Kampf ganz gewöhnlicher Menschen gegen ihre Arbeitslosigkeit beschreibt. Termin: So., 29. 1., 19.30 Uhr. "Untertageblues", ein Stationendrama von Peter Handke, kommt im Februar auf die Bühne. Das Theaterstück, ein Monolog mit kleiner dialogischer Schlusspointe, erzählt von einer verblüffenden Reise in der Metro. In der Hauptrolle der Inszenierung von Klaus Peymann brilliert Michael Maertens. Termine: So., 19. und Mo., 20. 2., jeweils um 19.30 Uhr.