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neueLu Januar/Februar 2006

Highlight zum Jahresbeginn

25. Hallenfußball-Stadtmeisterschaft in der Friedrich-Ebert-Halle

Herrliche Kombinationen, Kabinettstückchen, Budenzauber, Emotionen, Jubel, Freude, Trauer und natürlich Tore, Tore, Tore. Das Ludwigshafener Hallenmasters feiert am 15. Januar 2006 Jubiläum. Zum 25. Mal kämpfen dann die Ludwigshafener Fußball-Klubs, von der Oberliga bis zur Bezirksklasse, um Pokale, Preise, Prestige und öffentliche Anerkennung.

Das traditionsreiche Turnier hat sich im Laufe der Jahre einen hohen Stellenwert erworben, gehört zu den Höhepunkten im Ludwigshafener Sportkalender und zieht Jahr für Jahr die Massen an. Gründe dafür sind neben einer perfekten Organisation, Spektakel und guten sportlichen Leistungen ein unveränderter Austragungsort mit der Friedrich-Ebert-Halle und ein fixer Termin, nämlich ein Sonntag im Januar.

Wechselnde Teilnehmerzahlen und eine dadurch bedingte Änderung des Modus haben der Begeisterung um diese beliebte Sportveranstaltung keinen Abbruch getan. Ein positiver Aspekt der Turniere, die bislang von knapp 50.000 Zuschauern gesehen wurden: Der Erlös kommt jeweils einer sozialen oder karitativen Einrichtung zugute. Rund 100.000 Euro sind in den bisherigen 24 Jahren einem guten Zweck zugeführt worden. Eingebettet in das Fußballturnier ist seit Jahren die Ehrung der Ludwigshafener Sportler des Jahres, die so einen würdigen Rahmen bekommt.

In den Anfangsjahren wurden die Turniere noch zwischen Weihnachten und Neujahr ausgetragen, ab der sechsten Veranstaltung 1987 wurde nur noch im Januar gespielt. 1.200 Zuschauer sahen zum Auftakt den Sieg des FC Arminia, doch schon beim zweiten Turnier gab es eine Riesenüberraschung. Der kleine Bezirksklasse-Klub SV Maudach holte sich den Titel und schaffte damit die größte Sensation in der Geschichte des Masters. Nach langjähriger Abwesenheit durch den Abstieg in die Kreisliga sind die Maudacher rechtzeitig zum Jubiläum wieder dabei. Rekordgewinner ist der SV Südwest, der sich achtmal in die Siegerliste eintragen konnte, gefolgt vom FSV Oggersheim (fünf), der im Januar zum ersten Mal die Südwestler als den am höchsten spielenden Klub ablöst. Überhaupt hatten es die Favoriten oftmals schwer, denn wenn ein Underdog in Führung ging, standen die Zuschauer oft geschlossen hinter dem Kleinen und die Halle bebte.

Der Spieler, der das Turnier am nachhaltigsten prägte, war Ralf Wieandt, der mit tollen Tricks und vielen Toren zum ungekrönten Hallenkönig avancierte. Nach dem BSC Oppau, der Anfang der 90er Jahre zweimal dominierte, ging der Wanderpokal in den letzten fünf Jahren dreimal an den FC Croatia, der mit seinen technischen und spielerischen Qualitäten überzeugte. Das Komplettieren des Feldes durch eine Kreisliga-Auswahl (1989 und 1990) sowie der Auftritt einer Kreisliga-Elf (1995) hat das Publikum noch akzeptiert, doch Ende der 90er Jahre hatte das Turnier eine kritische Phase zu überstehen. Zweimal wurde ein Qualifikationsturnier vorgeschaltet, bei der einige Etablierte auf der Strecke blieben. Mäßiger Besuch und sinkendes Niveau waren die Quittung. Nach der 20. Auflage schien die Turnierserie beendet. Die Stadtsparkasse, die die Veranstaltung bis dato hervorragend organisiert, begleitet und gesponsert hatte, zog sich aus der ersten Reihe zurück. Das drohende Ende des Turniers verhinderte eine kurzfristig ins Leben gerufene Veranstaltergemeinschaft, bestehend aus der Ludwigshafener Kongress- und Marketing-Gesellschaft, LUKOM, dem Ludwigshafener Sportverband (LSV) und dem Bereich Sport der Stadtverwaltung.

Ganz wichtig: Mit der BASF wurde ein neuer Hauptsponsor gewonnen. Das Turnier wurde nicht nur fortgeführt, sondern erblühte zu neuem Leben. Die Veranstalter investierten enorm in die Infrastruktur, machten das Masters noch attraktiver. Dazu trug auch der sportliche Aufschwung von FSV Oggersheim und FC Arminia erheblich mit bei. Lohn war eine Rekordkulisse von 2.200 Zuschauern beim vergangenen Turnier. Für das Jubiläum kündigten die Veranstalter noch die eine oder andere Überraschung an. Wenn das nicht neugierig macht.

Die Ehrung der Sportler des Jahres durch Sportdezernent Wolfgang van Vliet findet um 15.45 Uhr und um 16.45 Uhr statt.

Der komplette Spielplan des Turniers ist im Internet unter www.Lukom.com zu finden.   Thomas Leimert

Auf einen Blick

Gruppe A:
FC Azzuri Ludwigshafen, SV Pfingstweide, FSV Oggersheim, BSC Oppau und VfR Friesenheim.
Gruppe B:
SC Alemania Maudach, FC Croatia Ludwigshafen, SV Südwest und SV Maudach.
Gruppe C:
Ludwigshafener SC, MSV Ludwigshafen, FC Arminia Ludwigshafen und SV Ruchheim.

Das Turnier beginnt um 9 Uhr und endet gegen 18.30 Uhr. Der Eintritt kostet 5 Euro, ermäßigt 3 Euro.

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