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neueLu Januar/Februar 2006

Kunst, die man nicht immer sieht

Grafische Meisterwerke aus der Sammlung des Wilhelm-Hack-Museums

Weitere kostbare Schätze aus seiner Sammlung stellt das Wilhelm-Hack-Museum  nach seiner Neupräsentation vor. Noch bis 19. Februar sind 200 grafische Werke von 78 großen Künstlern des 20. Jahrhunderts zu sehen, manche zum ersten Mal.

Zeichnungen, Aquarelle, Holz- und Linolschnitte, Radierungen, Lithografien und Siebdrucke, unter anderem von Ernst Ludwig Kirchner, Max Beckmann, Salvador Dalí, Joan Miró, Wassily Kandinsky, Kasimir Malewitsch und Vertretern der Pop-Art, bieten einen Einblick in die Spannweite der Kunst nach 1900. Die oft einfachere und kostengünstige Herstellungsweise der Druckgrafik bedingt eine freiere und experimentellere Formensprache, so dass viele der Arbeiten auf Papier kühner wirken als konsequent ausgearbeitete und durchkomponierte Gemälde der Künstler.

Genau wie die Neupräsentation ist die Grafik in der Halle thematisch geordnet. Die unmittelbare Gegenüberstellung soll die vielfältigen Aspekte der künstlerischen Ausdrucksfülle der Kunst der Moderne deutlich machen. Diese erstrecken sich von gegenständlich-figurativen Bildkonzepten über abstrakte Formen, die noch an natürliche oder real existierende Gegenstände und Strukturen erinnern bis hin zur geometrischen Abstraktion und zu konzeptionellen Arbeiten. Die Bereiche Mensch, Tier, Landschaft und Natur, Lebenswelten, Religiöse Bilder, Literatur, Fantastisches, Musik, freie und geometrische Abstraktion bilden hierbei den thematischen Rahmen. Es wird deutlich, wie unterschiedlich und vielfältig die Herangehensweise an ein und dasselbe Motiv sein kann.

Werke von Albers bis Warhol, vom Impressionisten Max Liebermann bis zu Christo, Günther Förg und den Vertretern der konkreten Kunst werden für kurze Zeit ans Licht gebracht, und ermöglichen einen kleinen Einblick in die Vielfalt der Sammlung des Wilhelm-Hack-Museums.

Führungen, die auch unter Telefon 504-3403 oder 504-3045 gebucht werden können, finden an folgenden Sonntagen um 15 Uhr statt: am 8.1., 22. 1., 5.2., und 19.2., 2006.

Öffnungszeiten:
Di., 12 bis 18 Uhr, Mi., bis So., 10 bis 18 Uhr, Fr., 10  bis 20 Uhr, Mo. und am 1. Januar ist das Museum geschlossen.

Eintrittspreise:
3 Euro, ermäßigt 2 Euro.

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