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neueLu Januar/Februar 2006

Von Grün umgeben

Gartenstadt: Wohnen mit hohem Erholungswert

Eingebettet zwischen der Großen Blies und dem Maudacher Bruch sind die Naherholungs- und Freizeitangebote beispiellos: Ob schwimmen, wandern, radfahren oder joggen im Maudacher Bruch und Umgebung - die Gartenstädterinnen und Gartenstädter müssen dazu nur vor die Haustür und los geht's. Und da sind die vielen Angebote der Sportvereine noch gar nicht dabei.

Der Ludwigshafener Ortsteil Gartenstadt ist noch jung: Gartenstadt-Hochfeld entstand ab etwa 1914 auf der Gemarkung Mundenheim, ab 1932 wurden die ersten Häuser in Niederfeld errichtet. Entstanden in Hochfeld eher Reihen-Einfamilienhäuser, wurde in Niederfeld mehrheitlich gesiedelt: Die Parzellen waren für Selbstversorger geeignet, häufig wurden mehrere Häuser in Gemeinschaftsbauweise errichtet und danach gelost. Die Straßen in der Gartenstadt wurden häufig nach Pfälzer Weindörfern oder nach Bäumen und Sträuchern benannt.

Mit der Pflanzung von Bäumen wurde damals bereits für das heutige Erscheinungsbild gesorgt: "Der Grünanteil in der Gartenstadt ist besonders hoch, nicht von ungefähr kommt das Bild, wir sind der 'Garten der Stadt'", so Ortsvorsteher Klaus Schneider, aber das sei auch mit ein Grund für die hohe Wohnqualität im Viertel. "Obwohl stadtnah gelegen, ist das Leben hier am Grüngürtel der Stadt nicht unbedingt 'städtisch'", so der Ortsvorsteher.

Mieten, Kaufen, Bauen

Wohnungsuchende finden hier denn auch das Gewünschte: Günstige Mietwohnungen von der GAG, Reihenhäuser zum Eigenausbau für junge Familien, größere Grundstücke für das Einfamilienhaus bis hin zu Grundstücken in bester Wohnlage: Die Kallstadter Straße 1, das ehemalige Altenwohnheim, wurde freigemacht für unverbaubaren Blick auf das Maudacher Bruch. Insgesamt entstanden 13 Grundstücke von je 300 bis 350 Quadratmetern. Die Grundstücke waren achtfach überzeichnet, entschieden wurde durch Los. Derzeit werden die Grundstücke baureif erschlossen, im zweiten oder dritten Quartal 2006 folgt die Bebauung.

Aber auch die Grundversorgung im Stadtteil ist gesichert, so der Orstvorsteher. Darüber hinaus gibt es Einrichtungen, die stadtweite oder gar regionale Bedeutung haben. Im Marienkrankenhaus wurde in den vergangenen Jahren im großen Stil renoviert und investiert. Neu sind das Perinatalzentrum und das im März 2005 eingeweihte Hospiz Elias. Im Hospiz können Krebspatienten in privater Atmosphäre würdevoll aber auch selbstbestimmt und schmerzfrei sterben.

GAG bietet "breites Spektrum"

Die Immobiliengesellschaft GAG Ludwigshafen am Rhein hat in den vergangenen Jahren erheblich in ihre Bausubstanz investiert: Modernisierung statt Neubau war hier Programm.

Die GAG ist im Moment im Stadtteil Gartenstadt/Niederfeld besonders aktiv im Neubau von Einfamilienhäusern. Bereits im Bau sind die Häuser in der Sachsenstraße. Ab Oktober 2006 werden dort acht Objekte an ihre neuen Besitzer übergeben. In der Eichenstraße hat der Verkauf von vier Doppelhaushälften und drei Reihenhäusern begonnen. Der dort geplante, neu entwickelte Häusertyp ermöglicht den zukünftigen Bewohnern eine flexible Gestaltung der Innenräume. Außerdem sind in der Leininger Straße 35 bis 45 weitere Doppelhaushälften geplant. "Hier in der Gartenstadt sind wir in einem ganz breiten Spektrum tätig", so Detlef Tuttlies, kaufmännischer Vorstand der GAG. "Wir bieten dem interessierten Eigenheimer einerseits renovierungsbedürftigen Altbestand zu günstigen Preisen, wie zum Beispiel im Grazer Hof. Ebenso gibt es aber auch die Bauträgermaßnahmen für unterschiedlichste Ansprüche." Er denke da insbesondere an die Leininger Straße, so Tuttlies. In den dort geplanten Häusern wolle die GAG besondere architektonische Ideen, wie ein offenes Studio, umsetzen.

Wohnen und Feiern

Mit Blumenfest und Sommertagsumzug haben sich zwei publikumsträchtige Feste in der Gartenstadt etabliert. Zu den Gästen des Blumenfestes zählt seit 22 Jahren die Gemeinde Fügen/Fügenberg, die mit der Gartenstadt einen Freundschaftsvertrag geschlossen hat. Beim Sommertagsumzug der Siedlergemeinschaft Niederfeld stehen die Kindergartenkinder regelmäßig im Mittelpunkt, wenn es heißt den Sommer zu begrüßen. Höhepunkt ist die Vertreibung und Verbrennung des Winters.

Drei Fragen an den Ortsvorsteher

neue Lu: Herr Schneider, worauf sind Sie in der Gartenstadt besonders stolz?
Schneider: Die vielen Vereine tragen einen Großteil des Gemeinwesens. In der Arbeitsgemeinschaft der Vereine sind 31 Vereine organisiert, vorbildlich ist vor allem die Jugendarbeit von LSC und Akkordeonclub Niederfeld.

neue Lu: Welche Ihrer Ziele scheitern an der Finanzlage der Stadt?
Schneider: Gerne würde ich eine Planung für einen Volkshausplatz auf den Weg geben können. Ein solcher Platz würde dem Stadt-teil ein unverkennbares Bild geben und den Ortskern auf-werten.

neue Lu: Was wollen Sie in Ihrer Amtszeit noch unbedingt erreichen?
Schneider: Ich wäre sehr froh, könnte ich den Bürgerinnen und Bürgern der Gartenstadt eine Lösung für das Metrogelände präsentieren. Derzeit laufen Technikumsversuche, um die Altlasten als Betonpellets deponiefähig zu machen.

Daten und Fakten

Einwohner: rund 18.000
Jahr der Eingemeindung: 1862
Ortsvorsteher: Klaus Schneider
Ortsbeirat: CDU 7, SPD 5, Republikaner 2, Grüne 1
Größe des Stadtteils:
417,06 Hektar
Grundschulen: 3
Hauptschulen: 2
Integrierte Gesamtschule: 1
Kindertagesstätten: 9
Geschäfte: 70

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