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neueLu März/April 2006

Spielerisch Natur begreifen

Haus der Naturpädagogik entsteht im Wildpark Rheingönheim

OB Dr. Eva Lohse mit Kindern der Kindertagesstätte Tabaluga aus Oggersheim beim Spatenstich für das Haus der Naturpädagogik

Mit drei Jahren entdeckt sie die Stabheuschrecke, mit zehn untersucht sie Fliegen unter dem Mikroskop und mit 29 forscht die promovierte Biologin an neuen Medikamenten. Um bereits bei Kindern das Interesse an der Natur zu wecken, wird im Wildpark Rheingönheim das Haus der Naturpädagogik gebaut.

Den offiziellen Startschuss gaben Wolf-Rainer Lowack, Projektleiter Zukunftsinitiative Metropolregion Rhein-Neckar, Oberbürgermeisterin Dr. Eva Lohse sowie Bau- und Umweltdezernent Ernst Merkel beim ersten Spatenstich am 16. Februar. Im Wildpark sollen Kinder die Möglichkeit haben, Natur zu erfahren und von ihr zu lernen. Dafür werden im Haus der Naturpädagogik Räume für naturbezogene Experimente, Lernprojekte und Schulungen eingerichtet. Ende des Jahres wird voraussichtlich das Haus eingeweiht, für das insgesamt 950.000 Euro investiert werden.

Gemeinsam mit der Stadt und den freien Trägern von Kindertagesstätten in Ludwigshafen hat die BASF die "Offensive Bildung" mit sieben Projekten zur Förderung der früh-kindlichen Entwicklung ins Leben gerufen. Eines davon ist "Natur Pur". "Es ist wichtig, dass bereits im frühen Alter Kinder die Natur und ihre Umgebung über spielerische Ex-perimente begreifen lernen", so Eggert Voscherau, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der BASF Aktiengesellschaft. "Mit unserem Engagement möchten wir dazu beitragen, bei Kindern das Interesse an der Natur und den Naturwissenschaften zu wecken."

Ansicht des Hauses der Naturpädagogik, das im Wildpark Rheingönheim entsteht

"Die Offensive Bildung fördert unsere Anstrengungen zur Stärkung und zum Ausbau frühkindlicher Bildung", so Dr. Eva Lohse. "Kinder sind von Natur aus neugierig. Wir wollen dieser kindlichen Neugier ein Betätigungsfeld geben; wir wollen die Kinder ermutigen, mit offenen Augen durch die Welt zu gehen und im Wildpark Natur und Umwelt zu erleben und zu begreifen. Ich freue mich sehr, dass es gemeinsam gelungen ist, dieses pädagogisch anspruchsvolle und wichtige Paket zu schnüren. Mein Dank hierfür gilt der BASF für die großzügige Unterstützung", betonte Lohse.

"Mit Natur Pur erhalten unsere naturpädagogischen Angebote in Bezug auf Qualität und Quantität einen Stellenwert, der weit über die Grenzen Ludwigshafens hinaus beispielgebend sein wird. Gerade für Kinder in einer Industriestadt ist es wichtig, Natur zu erfahren und naturwissenschaftliche Zusammenhänge zu verstehen. Die zugleich damit verbundene Aufwertung des Wildparks ist ein Glücksfall für unsere Stadt", unterstrich Bau- und Umweltdezernent Ernst Merkel. Das Projekt "Natur Pur" hat das Ziel, den Kindertagesstätten die konsequente und nachhaltige Vermittlung von naturpädagogischen Lerninhalten zu garantieren. Zu diesem Zweck sollen die Kita-Fachkräfte intensiv geschult werden. Die zusätzlichen Lernstationen, die im Wildpark entstehen, stellen im Rahmen von Exkursionen das Naturerlebnis in den Mittelpunkt. In einem weiteren Schritt sollen in den kommenden vier Jahren die Außenbereiche der rund 60 Ludwigshafener Kindertagesstätten, die sich für das Projekt angemeldet haben, naturnah umgestaltet werden.

Wissenschaftlich begleitet wird "Natur Pur" vom interdisziplinären Institut für Naturwissenschaften, Technik und Gesellschaft der Pädagogischen Hochschule in Heidelberg. Bereits bei der Planung des naturpädagogischen Zentrums hat insbesondere Professor Dr. Jürgen Storrer mitgewirkt, der ebenfalls für die Entwicklung und Implementierung des pädagogischen Konzepts verantwortlich ist.

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