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neueLu Januar/Februar 2010

Überraschende Begegnungen

Facettenreiches Begleitprogramm zur Surrealismus-Ausstellung

Die Teilrekonstruktion der legendären "Internationalen Surrealismus-Ausstellung" von 1938 und der monumentale Bühnenvorhang "Bacchanal" von Salvador Dalí aus dem Jahr 1939 sind nur zwei der Höhepunkte der Ausstellung "Gegen jede Vernunft. Surrealismus Paris - Prag", die noch bis 14. Februar im Wilhelm-Hack-Museum und im Kunstverein zu sehen ist. Bei besonderen Vorträgen, Lesungen, Führungen, Kulinarischem und Tanz können Surrealismus-Fans das Lebensgefühl dieser einflussreichen Kunstbewegung erfahren.

Am 7. Januar, 19.30 Uhr, referiert Dr. des. Christian Sauer, Universität Salzburg, im Wilhelm-Hack-Museum unter dem Thema "Bacchanal – Das große Theater um Salvador Dalí" über eines der wichtigsten Bühnenprojekte Dalís. Die Vortragsreihe zur Ausstellung endet am 21. Januar, 19.30 Uhr im Wilhelm-Hack-Museum mit "Fetisch Puppe – eine surrealistische Obsession" von Prof. Dr. Pia Müller-Tamm, Direktorin der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe. Im Anschluss an beide Vorträge verkostet Reichsrat von Buhl eine Auswahl erlesener Weine. Zur Teilnahme an den Vorträgen berechtigt die Eintrittskarte zur Ausstellung, die Weinprobe kostet je 10 Euro.

Lesungen mit Originaltexten surrealistischer Poeten in Form einer szenischen Aufführung bieten die "Gespräche über Sexualität" unter der Leitung von Rainer Escher am 14. Januar, 20 Uhr, im Kunstverein Ludwigshafen. Der Eintritt beträgt 12, ermäßigt 8 Euro.

Im Geiste eines surrealistischen Experiments steht die deutsch-französische Lesung mit Musik "Schwindel in meinem Mund – Poeten des Surrealismus" am 31. Januar, 18 Uhr, im Wilhelm-Hack-Museum, mit Ronja Katharina Kohm und Jacques Outin, begleitet vom Ralph Schweizer Saxophonquartett, Eintritt 12, ermäßigt 8 Euro.

Die Bachmann-Preisträgerin Sibylle Lewitscharoff wird am 4. Februar, 20 Uhr, im Wilhelm-Hack-Museum in einer Lesung mit anschließendem Gespräch verdeutlichen, welche surrealistischen Einflüsse ihr Werk geprägt haben. Auch hier beträgt der Eintritt 12, ermäßigt 8 Euro.

Führungen spezial
Neben den öffentlichen Führungen, die Wilhelm-Hack-Museum und Kunstverein Ludwigshafen regelmäßig donnerstags 16 Uhr (Kunstverein) und 18 Uhr (WHM) und sonntags 14 Uhr (Kunstverein) und 15.30 Uhr (WHM) für einen Kostenbeitrag von 3 Euro anbieten, erweitern Spezial-Führungen das Angebot. So findet am 16. und 29. Januar, jeweils 18 Uhr, im Wilhelm-Hack-Museum unter dem Motto "Ungelogen leicht verzogen" eine unterhaltsame Führung mit dem Mainzer Kabarettisten Volker Möcking statt.
Dr. Karoline Hille, Kunsthistorikerin sowie Schriftstellerin und verantwortlich für die Teilrekonstruktion der Ausstellung von 1938, thematisiert am 23. Januar von 15 bis 18 Uhr in ihrer Führung "Surrealistische Traumfrauen und reale Künstlerinnen" die besondere Stellung der Künstlerinnen im Surrealismus. Die Führung beginnt im Kunstverein und kostet für beide Ausstellungen 3 Euro. Tipp: Besucherinnen erhalten ermäßigten Eintritt. Am 5. Februar, 18 Uhr, gehen Prof. Dr. Dr. Rolf Haubl, Direktor des Freud-Instituts in Frankfurt, und Dr. Judith Elisabeth Weiss, Kuratorin im Wilhelm-Hack-Museum, in ihrer Führung auf "Die Suche nach den vergrabenen Bildern – Surrealismus und Psychoanalyse". Auch hier kostet die Führung 3 Euro zuzüglich Eintritt in die Ausstellung.

Kulinarisches
Hinter "Wein surreal" verbirgt sich eine Weinprobe in Kooperation mit der BASF-Weinkellerei, die am 12. Januar, 18 Uhr, im Kunstverein eine Führung mit Direktorin Barbara Auer durch die surrealistische Fotografie-Ausstellung einschließt. Die Kosten belaufen sich auf 30 Euro pro Person. Karten gibt es unter Telefon 60-78888.

Tanz-Theater
Die Compagnie Irene K. greift in ihrer Tanzproduktion "M.E. – eine Reise um Max Ernst" am 11. Februar, 19.30 Uhr, und 12. Februar, 11 Uhr, im Theater im Pfalzbau zentrale Themen im Werk des surrealistischen Malers auf. Wie das Werk von Max Ernst ist auch die Choreografie geprägt von den Bildern des Unfassbaren, der Zauberei und der Abstraktion. Karten für die Abendvorstellung kosten 16, ermäßigt 12 Euro und können an der Theaterkasse, Telefon 504-2558 oder -2559 erworben werden.

Information:
Der Eintritt in beide Ausstellungen kostet 13, ermäßigt 9 Euro. Donnerstags ab 17 Uhr und samstags ab 16 Uhr gilt der ermäßigte Preis. Studententag ist dienstags, der Eintritt kostet 5 Euro. Kostenfreie Kinderbetreuung und die Familienkarte ermäßigt für 20 Euro gibt es jeweils am Sonntag, dem Familientag.
In Heidelberg zeigt die Sammlung Prinzhorn bis 14. Februar ergänzend zur Ludwigshafener Schau die Ausstellung "Surrealismus und Wahnsinn".

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