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neueLu Januar/Februar 2007

Ungeheuer im Stadtpark

Neuer Spielplatz im Stadtpark von Kindern entworfen und gebaut

 

Sie haben unter Anleitung von "Naturspur", einem Verein, der unter anderem naturnahe Spielplätze gestaltet, bei Wind und Wetter gesägt, gehämmert, gefräst, gebohrt, geschliffen, Robinienstämme geschält und Unmengen von Kies bewegt. Nach zwölf Tagen Arbeit konnten 45 Kinder der Albert-Schweitzer-Grundschule ihren dreiköpfigen Spielwurm während einer Einweihungsfeier Ende 2006 auf der Nordspitze der Parkinsel mit viel Freude und Stolz erstürmen.

"Es war eine Lektion fürs Leben, für die Kinder ist dies ein Traumspielplatz", unterstrich Rektorin Hildegard Böhm-Brandl, die sich auch sehr über den Einsatz der Eltern und Lehrer freute. Auch Bau- und Umweltdezernent Ernst Merkel hob den ungewöhnlich hohen Beteiligungsprozess hervor: "Bei diesem Projekt blieb es nicht nur bei der Idee. Viele Akteure sorgten mit viel ehrenamtlichem Engagement dafür, dass der Bau dieses sympathischen Ungeheuers auch umgesetzt und finanziert werden konnte." Sein Dank galt insbesondere der Initiative Lokale Agenda 21 Ludwigshafen (ILA), ihrem ersten Vorsitzenden Hans-Uwe Daumann und Pia Ternes für die Gesamtkoordination des Projektes.
Die Idee, eine weitere Spielmöglichkeit auf der Parkinsel zu schaffen, entwickelte sich aus einem Gedankenaustausch zwischen Mitgliedern der Vereine Kultur-Rhein-Neckar, ILA 21 und "Naturspur". In einem ersten Schritt wurde die Planung mit den städtischen Bereichen Umwelt sowie Grünflächen und Friedhöfe abgestimmt.

Die Zusammenarbeit mit Kindern, Eltern, Lehrern, Anwohnern, Planern, Künstlern und Handwerkern begann Anfang 2006. Jeweils zwei Klassen der Albert-Schweitzer-Schule und der Gebrüder-Grimm-Schule erkundeten das Gelände. Angeregt über die Geschichte vom "Ungeheuer auf der Parkinsel" sammelten sie Naturmaterialien und bastelten daraus ein Modell. Heraus kam der Spielwurm. Holzkünstler Leo Illing von "Naturspur" bearbeitete mit seiner Kettensäge Eichenholzstämme und zauberte daraus die drei Drachenköpfe. Für die Fertigung des Rumpfes und der Flügel aus Robinienholz sorgten dann die Albert-Schweitzer-Schüler. In diesem Jahr, wenn das Holz getrocknet ist, wird der Spielwurm noch bemalt. In Form einer dreijährigen Patenschaft sorgt die ILA dafür, dass das Spielgerät gewartet wird. Finanziert wurde die 32.000 Euro teure Maßnahme vom Ministerium für Umwelt, Forsten und Verbraucherschutz sowie mit Spenden des Kinderhilfswerks und der GAG. Die Firma Scherer und Kohl übernahm die Baggerarbeiten, die Stadt lieferte den Kies und transportierte den Erdaushub ab.    rik

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