|
Hand in Hand mit dem Neubau der Rhein-Galerie schreitet der Prozess der Stadtentwicklung gemäß dem Stadtentwicklungskonzept, das der Stadtrat Ende Oktober 2006 beschlossen hatte, voran. Vieles konnte seitdem verwirklicht werden, einiges steht kurz vor dem Abschluss und kann noch in diesem Jahr der Öffentlichkeit übergeben werden.

"Mit dem Bau der Heny-Roos-Passage im Jahr 2006 konnten Passanten erstmals über eine schön angelegte Grünanlage bequem und sicher vom Berliner Platz aus direkt an den Rhein gelangen. Parallel wurde die südliche Bismarckstraße saniert und neu gestaltet. Ab 2007 konnten die Fußgängerzonen mit neuen Möbeln, Leuchten und Spielgeräten ausgestattet werden. Das Ausweisen von Teilen der Quartiere Mitte und Süd als Sanierungsgebiet im Januar 2008 führte schon nach wenigen Monaten zu einer großen Investitionsbereitschaft bei den Hauseigentümern", erinnert Bau- und Umweltdezernent Ernst Merkel an den Beginn des Prozesses. Neben der Übergabe des Mensagebäudes und der neuen Schulsportanlage an die Schülerinnen und Schüler des Carl-Bosch-Gymnasiums gab es im Jahr 2008 ein zweites Highlight. Nach 16-monatiger Bauzeit konnten Oberbürgermeisterin Dr. Eva Lohse mit Baudezernent Merkel und Ortsvorsteher Christoph Heller Ende November die Mundenheimer Straße dem Verkehr übergeben. "Die Arbeit und Geduld haben sich gelohnt. Die Lebensader für den Stadtteil Süd ist eine schön gestaltete Geschäftsstraße mit Flaniercharakter geworden", sagte Lohse während des Einweihungsfestes. Zu weiteren Punkten, die im vorigen Jahr umgesetzt werden konnten, gehören der Lichtmasterplan, das Fassadenhandbuch und die daraus resultierende Werbeanlagensatzung sowie das Handbuch für private Möblierung im öffentlichen Raum mit den neuen Sondernutzungsrichtlinien. Die Weiterführung und finanzielle Unterstützung des Stadtumbaus in Ludwigshafen durch das Land Rheinland-Pfalz bestätigte Innenminister Karl Peter Bruch mit seinem Besuch im November 2008. Er garantierte der Stadt für die Jahre 2008 bis 2012 insgesamt 12,5 Millionen Euro an Fördermitteln für den Stadtumbau. Beschleunigt wird auch das Abstimmungs- und Genehmigungsverfahren.

In diesem Jahr kommen zwei große Projekte zum Abschluss: Das Wilhelm-Hack-Museum öffnet nach einer grundlegenden Sanierung offiziell am 6. März und präsentiert dann bis 26. April all seine Werke unter dem Titel „alles“. Der Pfalzbau wird im September 2009 in neuem Glanz erstrahlen und seine Pforten für Theater, Kongresse, Konzerte und Messen wieder öffnen. Auch am Rheinufer Süd hat sich seit dem Startschuss für die Bebauung des ersten Baufeldes im Dezember 2006 viel getan. Im April 2008 konnte die GAG das Richtfest für ihre Stadtvillen feiern. Im Dezember 2008 sind die ersten Eigentumswohnungen der GAG an der Rheinpromenade bezogen worden. Gut voran geht es auch mit den Wohnbauprojekten der SBR GmbH Römerberg und Ostermayer Wohnbau GmbH Altrip. Die neuen Bewohner können nun täglich die Grünanlagen und Erholungszonen entlang des Rheinufers genießen. Damit diese noch attraktiver werden, lobte die Stadt einen Wettbewerb zur Ausgestaltung der Rheinuferpromenade aus, der Anfang November entschieden wurde. Ziel des Wettbewerbs war es, an der Rheinpromenade in Höhe des Baugebietes Rheinufer Süd Gestaltungsvorschläge von fünf Schwerpunktbereichen zu erhalten. Hierzu gehören der Brückenunterführungsbereich der Konrad-Adenauer-Brücke, der Bereich an der Schneckennudelbrücke sowie die jeweiligen Knotenpunkte Max-Bill-, Paul-Klee- und Emil-Nolde-Straße zur Uferkante der Rheinuferpromenade. Der Gewinner, Christof Luz aus Stuttgart, schlug unter anderem vor, zwischen dem Ostasieninstitut und der Schneckennudelbrücke schräg ausgebildete Wiesen anzulegen und den Anschluss der Straßenachsen an das Rheinufer platzartig auszubauen sowie mit Sitzstufen zu versehen. Der Vorentwurf wird nun von Luz weiter ausgearbeitet und dann im Ortsbeirat und im Bau- und Grundstücksausschuss beraten. Wie sich das Rheinufer Süd, Teile des Luitpoldhafens und der Parkinsel entwickelt haben, erfahren Besucherinnen und Besucher im InfoCenter RHEINKULTUR, Rheinpromenade 10, welches Ende des vorigen Jahres eröffnet wurde. In dem 146 Quadratmeter großen Ausstellungs- und Vortragsraum ist die Entwicklung an einem städtebaulichen Modell im Maßstab 1:1.000 dargestellt. Wer sich konkret über Wohnungsangebote oder Grundstücke im Rheinufer Süd informieren möchte, findet hier entsprechendes Informationsmaterial vor oder kann sich persönlich beraten lassen. Information und Beratung sind zwei konzeptionelle Hauptsäulen des InfoCenters. Vorträge, Ausstellungen und sonstige Events runden das Konzept ab. Geöffnet ist die neue Aktivitäts-Plattform am Rheinufer Süd von dienstags bis freitags von 11 bis 18 Uhr sowie am Samstag und Sonntag von 14 bis 17 Uhr. Montags und an Feiertagen ist das InfoCenter geschlossen. Weitere Information gibt es unter der kostenlosen Telefonnummer 0800/ 2895566. rik
|