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Zeitgenössische und moderne Kunst stellt das Kunsthaus Oggersheim aus, das im prächtigen Rathaus-Gebäude auf dem Schillerplatz 2 sein Domizil hat. In der Winterausstellung "KLEINFORM" sind derzeit bis zum 16. Januar noch Gemälde, Arbeiten auf Papier sowie Graphiken nationaler und internationaler Künstlerinnen und Künstler im Format von maximal 30 mal 30 Zentimeter zu sehen.

KLEINFORM ist eine von vielen Ausstellungen, mit denen Marina Miresova-Feider die Galerie in Oggersheim mit einer Ausstellungsfläche von über 100 Quadratmetern ins öffentliche Blickfeld rückt. Vor rund sechs Jahren öffnete das „Haus der Kunst“ – ehemals Polizeistation – offiziell mit einer Präsentation des Berliner Künstlers Thomas Bühler. Seither wechselten sich Ausstellungen überregionaler und internationaler Künstlerinnen und Künstler mit Sonderausstellungen ab. Überwiegend Werke aus Osteuropa, Italien, Holland und Deutschland werden dort gezeigt. Alle wesentlichen Aufgaben bündelt die agile Kulturmanagerin seit Jahren in ihrer Person. Unentwegt ist sie damit beschäftigt, Ausstellungen zu planen, bewerben und zu kuratieren. Nicht selten endet diese Vielfalt in einem Zwölf-Stunden-Tag. Doch den Zeitaufwand nimmt die gebürtige Russin, die in Odessa, der (Ukraine) ihr Ingenieurs-Diplom im Maschinenbau ablegte, bereitwillig in Kauf. Gestik, Mimik und das Funkeln der Augen verrät auch warum: "Ihr Kunsthaus" betreibt Miresova-Feider – sie kam 1993 mit ihrer Tochter aus privaten Gründen nach Mannheim – mit einer überaus großen Leidenschaft. Ursprünglich angefangen hatte alles mit dem Beitritt zum Verein Kultur Rhein Neckar. Dieser war auf Initiative von Eleonore Hefner im Jahr 1996 gegründet worden, um das russisch-deutsche Kulturaustauschprojekt Quattrologe zu realisieren. Noch heute ist Miresova-Feider als Beisitzerin im Vorstand des Vereins aktiv. Um in der Anfangszeit in Deutschland Geld zu verdienen, wählte die Neubürgerin – damals unter dem Namen Marina Kiehns bekannt – den Schritt in die Selbständigkeit. Sie meldete ein Gewerbe an, um besonders Künstlerinnen und Künstler aus der ehemaligen Sowjetunion "in dieser Region populärer zu machen".

Seither baute Marina Miresova-Feider ihr Angebots-Spektrum ständig aus, suchte immer wieder nach neuen beruflichen Perspektiven. So verkauft die Galeristin nicht nur Bilder und organisiert Ausstellungen in solch großen Häusern wie dem Hambacher Schloss sondern inzwischen vermietet sie auch aktuelle Kunst, gestaltet Geschäftsräume, Foyers, Konferenzräume, Büros und Flure niveauvoll mit ausgesuchten Exponaten. Außerdem konzipiert sie aufs Firmenprofil abgestimmte Ausstellungen und entwirft maßgeschneiderte Lösungen für Raumarchitektur und Innenausstattung. Das "Geschäftsmodell" schließt auch die Möglichkeit ein, die Räume für eine standesamtliche Heirat festlich und künstlerisch auszugestalten. Bis zu 40 Gäste finden im umfunktionierten Trauzimmer der Galerie Platz. Spezielle Wünsche, etwa eine bestimmte musikalische Begleitung oder ein ganz besonderes Catering werden dabei ebenfalls erfüllt. Seit Jahren beteiligt sich das Kunsthaus zudem an vielen Kulturprojekten des Landes Rheinland-Pfalz und der Stadt Ludwigshafen, unter anderem auch am Kultursommer. Dies macht Marina Miresova-Feider übrigens genauso gerne, weil für sie "Kunst und Kultur untrennbar miteinander verbunden sind…"
Als nächster Künstler zeigt Daniel Koch vom 20. Februar bis 18. April "Doppelstücke" (Fundstücke und Malerei)". Eröffnung ist am Freitag, 20. Februar, 19 Uhr. Daniel Koch, Preisträger von "Junge Kunst in Rheinland-Pfalz", nennt seine Werkreihe "Doppelstücke". Dass sich hinter diesem Titel eine Kombination von Objekt und Bild verbirgt, wird erst bei der Betrachtung der Werke deutlich. Denn bei dem einen "Stück" handelt es sich um ein unverändertes Fundstück - das verdoppelnde Stück dagegen ist gänzlich das Werk des Künstlers, ein "Gemälde", das exakt den Umriss des Fundstückes wiederholt, in der Stärke des Bildträgers mit diesem vergleichbar ist und in seinen Farben eine Antwort auf dessen Farben darstellt. tim
Öffnungszeiten: Mi., Do., und Fr., 16 bis 19 Uhr, und nach Vereinbarung. Sa.,: Standesamtliche Trauungen. Weitere Auskünfte zum Ablauf der Trauungs-Zeremonie und den Kosten sowie zu den Ausstellungsterminen und Möglichkeiten, Kunst zu mieten, unter Telefon 0621/68 55 411 E-Mail: info@kunsthaus-oggersheim.de oder im Internet unter www.kunsthaus-oggersheim.de.
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