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neueLu Juli/August 2006

Entscheidung zum Zollhofhafen

Stadtrat stellt Weichen für Bebauung – OB Lohse: große Bürgerbeteiligung

In einer Sondersitzung am 14. Juli wird der Stadtrat die Weichen zur Ansiedlung eines Einkaufscenters am Zollhofhafen und damit auch zur künftigen Entwicklung der Innenstadt stellen. WirtschaftsEntwicklungsGesellschaft (W.E.G.) und Stadtverwaltung haben in den vergangenen Wochen umfangreiche planerische und gutachterliche Vorarbeiten geleistet.

"Wir stehen vor einer ganz wichtigen Entscheidung zur weiteren Entwicklung unserer Innenstadt. Mit der derzeitigen Situation in der City sind wir nicht zufrieden: Ein-Euro-Shops, Billigangebote und Leerstände prägen in Teilen das Erscheinungsbild der Innenstadt.  Aber der Befund allein reicht nicht aus. Wir müssen handeln. Der Bau eines Einkaufszentrums am Zollhofhafen bietet die einmalige Chance, Kaufkraft – und damit Geld – in die Innenstadt zurückzuholen und uns in der Region als attraktive Einkaufsstadt am Rhein zu präsentieren. Dies kann jedoch nur funktionieren, wenn der Bau des Einkaufzentrums mit einer strukturellen Umgestaltung der Innenstadt einhergeht und beide Bereiche räumlich und planerisch eng miteinander verbunden werden. Dies ist ein sehr umfangreiches und ehrgeiziges Vorhaben, aber wir sind sehr gut gerüstet, um eine verantwortungsvolle und zukunftsweisende Entscheidung für die Stadt Ludwigshafen zu treffen", erklärt Oberbürgermeisterin Dr. Eva Lohse.

Der Bau des Einkaufszentrums sei nur im Zusammenhang mit der Entwicklung der City und niemals losgelöst von dieser zu betrachten, betont die Stadtchefin. Daher sei es folgerichtig, dass der Stadtrat am 10. Juli in seiner regulären Sitzung zunächst über das Konzept zur Innenstadtentwicklung entscheide. Die positive Umgestaltung der City, die in diesem Jahr mit dem Umbau eines Teils der Bismarckstraße sowie der Umsetzung eines ansprechenden Beleuchtungskonzepts einsetze und mit der Öffnung zum Rhein im Süden bereits Gesicht gewonnen habe, gehe Hand in Hand mit der Entwicklung am Zollhofhafen. 

Wenn der Stadtrat am 14. Juli die Weichen für eine Bebauung am Zollhofhafen stellt, kann er auf detaillierte Gutachten, fundierte fachliche Stellungnahmen und umfangreiche Informationen zurückgreifen: Gut ein halbes Jahr lang haben WirtschaftsEntwicklungsGe-
sellschaft und Stadtverwaltung, teilweise mit Unterstützung unabhängiger und externer Gutachter, Bewertungskriterien erarbeitet, Varianten der planerischen Innenstadt-Anbindung, der Verkehrsführung sowie des Einkaufsangebots durchgespielt und beurteilt, Erfahrungen anderer vergleichbarer Städte eingeholt und damit eine ganz wesentliche Entscheidungsgrundlage geschaffen.

Das auf dieser Basis erarbeitete Pflichtenheft für die drei möglichen Investoren HBB, mfi und ECE beschreibt sehr genau die Anforderung, die die Stadt Lud-wigshafen an das neue Einkaufscenter stellt. Das tatsächliche Angebot, das HBB, mfi und ECE abgegeben haben, muss sich an diesen Anforderungen messen lassen.  Darüber entscheidet am 14. Juli der Stadtrat.

Flankierend zu den gutachterlichen Vorbereitungen hat die Verwaltungsspitze mit OB Eva Lohse, Bürgermeister Wilhelm Zeiser und Baudezernent Ernst Merkel im Zuge einer umfangreichen Bürgerbeteiligung viele Gespräche geführt, Meinungen eingeholt, Interessenslagen abgefragt und zusammengeführt, zu Bürgerforen geladen oder im Internet gechattet.

"Ich bin sehr froh, dass alle wichtigen Akteure aus dem Bereich des Einzelhandels sowie der Marketing-Verein und die IHK Zustimmung signalisiert haben und das Projekt ausdrücklich begrüßen. Auch aus den vielen Einzelgesprächen mit Bürgerinnen und Bürgern nehme ich Unterstützung für unser weiteres Vorgehen mit", betont OB Lohse. 

Info: 
Für interessierte Bürgerinnen und Bürger ist der Ausstellungsraum der W.E.G. im Rheincenter am 3., 4. und 5. Juli zwischen 12 und 17 Uhr geöffnet. Dort können alle Investorenmodelle betrachtet werden. Ein Besuch der Ausstellung außerhalb der oben genannten Zeiten ist ebenfalls möglich, hier wird jedoch um Anmeldung bei der W.E.G. unter Telefon 0621/504-3080 gebeten.

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