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Dr. Reinhard Spieler wird neuer Direktor des Wilhelm-Hack-Museums. Der 42-Jährige, der am 1. September die Leitung des Hauses übernimmt, will "das Wilhelm-Hack-Museum mit frischem Elan als Kraftort für moderne und zeitgenössische Kunst in der Metropolregion und darüber hinaus etablieren".

"Mit der Berufung Dr. Spielers ist es uns gelungen, einen jungen, engagierten und hoch motivierten Museumsdirektor nach Ludwigshafen zu holen, der sowohl als Kunsthistoriker und Kurator als auch als Kulturmanager überzeugt", erklärte OB Dr. Eva Lohse. Gemeinsam mit Kulturdezernentin Prof. Dr. Cornelia Reifenberg hat sich die Stadtchefin nach einem transparenten und wissenschaftlich begleiteten Verfahren für den promovierten Kunsthistoriker entschieden. Spieler ist Gründungsdirektor des renommierten Schweizer museums franz gertsch und hat sich sowohl als Kurator als auch als Museumsleiter einen internationalen Ruf erworben. Ludwigshafen habe in den vergangenen Jahren einen kulturpolitischen Paradigmenwechsel vollzogen, so die OB: "Wir positionieren uns kulturell in der Region und bundesweit neu, denn wir sind der Überzeugung, dass Kultur ein ganz bedeutender Standortfaktor ist." Dabei trage auch die Stadt ihre Verantwortung. "Mit Dr. Spieler wird es uns gelingen, das Wilhelm-Hack-Museum künstlerisch stärker zu profilieren. Durch ein modernes Management und Marketing erwarte ich, dass sich neue Finanzierungsmöglichkeiten für das Museum erschließen. Im Theater haben wir es geschafft, gestützt auf die Persönlichkeit Hansgünther Heymes, Festspiele zu etablieren und ein neues, junges Publikum nach Ludwigshafen zu holen. Das Ludwigshafener Theater wird auf einmal auch überregional wahrgenommen. Einen ähnlichen Effekt wünsche ich mir jetzt für das Wilhelm-Hack-Museum", betonte Cornelia Reifenberg. "Ich freue mich auf eine spannende und vielversprechende Aufgabe in Ludwigshafen! Die hervorragende Sammlung mit ihrem ganz eigenen Profil und herausragenden Einzelwerken bietet dafür beste Grundlagen, die für ein hochkarätiges Ausstellungsprogramm die Richtung vorgeben. Eine zentrale Aufgabe wird es sein, starke Partner für eine zukünftige Museumsvision zu finden und sie mittel- und langfristig an das Museum und damit an die Kultur der Region zu binden", blickt Spieler nach vorne. ska
Gut gemachte, ausdrucksstarke Filme, die zum Nachdenken anregen, sind hervorragende Werbeträger. Dies dokumentierte wieder einmal das 3. Festival des Deutschen Films. Rund 22.000 Besucherinnen und Besucher strömten vom 6. bis 17. Juni auf die Parkinsel.

Ein Magnet des Festivals war die Veranstaltung, bei der Katja Riemann mit dem undotierten "Preis für Schauspielkunst" ausgezeichnet wurde. Mit ihrer offenen, angenehmen Art und ihrer Darstellung in den Filmen "Ich bin die Andere" von Margarethe von Trotta, der mit neun weiteren Filmen im Wettbewerb lief, und "Das wahre Leben" nahm sie die Zuschauer für sich ein. Bereits beim Auftakt des Filmfestivals zeichnete sich zur Freude von Festivaldirektor Dr. Michael Kötz der Erfolg ab. Auf große Resonanz stieß die offizielle Eröffnungsgala mit dem Film "Yella" von Christian Petzold. Zu den anregenden neuen deutschen Autorenfilmen der Gegenwart zählten unter anderem auch "Vivere" mit Hannelore Elsner. "Vielen Dank" sagten gleich mehrere Gäste den Regisseuren Benjamin und Dominik Reding bei einem der beliebten Filmgespräche für den Film "Für den unbekannten Hund". Diese Weltpremiere erhielt den Publikumspreis, ebenso wie "Hotel Very Welcome" von Sonja Heiss, den die Jury zudem mit der undotierten besonderen Auszeichnung prämierte. Interessanten und spannenden Stoff lieferten auch 16 weitere Filme in der Reihe "Lichtblicke" sowie das Kurzfilmprogramm und die Kinderfilme. All dies fügte sich in ein traumhaftes Ambiente ein. Den glanzvollen Schlusspunkt setzte die offizielle Preisverleihung. Für seine "Bilder von großer poetischer Kraft", die den Verfall einer Familie schildern, bekam der Film "Jagdhunde" von Ann-Kristin Reyels den mit 50.000 Euro dotierten Filmkunstpreis. tim
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