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neueLu Juli/August 2007

Für Viele eine schöne Brücke

2. Ökumenischer Kirchentag am 30. Juni und 1. Juli in Mannheim

Er empfiehlt sich leise, laut, nachdenklich und besinnlich. Der 2. Ökumenische Kirchentag der Metropolregion Rhein-Neckar, der unter dem vieldeutigen Motto "GrenzenüberBrücken" steht, bietet viele Facetten. Am Samstag, 30. Juni, und Sonntag, 1. Juli, findet er in Mannheim statt. In einem Gespräch mit neue Lu-Redakteurin Dagmar Timpe-Kühl warfen Projektleiter Berthold Messemer (rechts) und Gert Langkafel (links) einen Blick auf ein "buntes Spektrum kirchlicher Arbeit" und ein überaus attraktives Programm.

 

neue Lu: Was ist der Anlass zu diesem Kirchentag?
Messemer: Das Stadtjubiläum. Die Christen haben 400 Jahre Mannheim geprägt und da wollten wir weiterhin zum Gelingen der Zukunft beitragen. Im Unterschied zum Kirchentag Mannheim/Ludwigshafen im Jahr 2000 öffnet sich in diesem Jahr der Kirchentag für die gesamte Metropolregion Rhein-Neckar.
Langkafel: Dabei sind nicht nur die beiden großen Konfessionen, sondern auch Mitglieder der ACK (Arbeitsgemeinschaft der Christlichen Kirchen in Deutschland).


neue Lu: Seit wann wird geplant?
Messemer: Wir haben im November 2005 bereits damit begonnen. Insgesamt waren seither 150 Leute im Planungsprozess eingebunden. Das ist schon ein enormer Aufwand.

neue Lu: Sind dies alles Ehrenamtliche?
Messemer: Ja, das Team wird gesteuert mit einem Organigramm. Es gibt einen Steuerungskreis. Auf Ludwigshafener Seite sind das die beiden Dekane, Dr. Gerd Babelotzky, Dr. Michael Gärtner, und ein Projektteam, in dem wir beide sitzen.
Langkafel: Ein Kirchentag mitten in einer Stadt zu organisieren ist eine Herausforderung. Es gibt viele Vorschriften, die beachtet werden müssen. Wir rechnen mit mindestens 15.000 Besuchern.
Messemer: Da müssen Gespräche mit der Feuerwehr und Polizei geführt werden, da geht es um Ordnung und Sicherheit.

neue Lu: Sie haben das Motto GrenzenüberBrücken gewählt. Wer hat sich das Motto ausgedacht?
Langkafel: Wir hatten einen Wettbewerb ausgeschrieben. Die Sieger sind dann in einem Ballon über die Grenzen, über Brücken geflogen.

neue Lu: Wie sieht das Programm an beiden Tagen aus?
Langkafel: Es gibt einen Markt der Möglichkeiten mit etwa 150 Ständen, unter anderem von der Diakonie und der Caritas. Sie erstrecken sich vom Paradeplatz bis zum Wasserturm und vom Paradeplatz bis zur Neckarbrücke. Ein buntes Spektrum an kirchlicher Arbeit also.
Messemer: Zwischen den einzelnen Ständen sind fünf große Musikbühnen angeordnet. Der Markt beginnt am Samstag um 10 Uhr und endet um 17 Uhr. Ab 10 Uhr ist Start auf den Bühnen. Von Pop, Kabarett, Lesungen über Gesang, Zauberei und Puppentheater reicht die Angebots-Palette den ganzen Tag über. Angesprochen werden Kinder, junge und ältere Menschen. Mit von der Partie ist auch das Schatzkistl aus Mannheim.
Langkafel: In der Citykirche Konkordien und Trinitatiskirche läuft ebenfalls den ganzen Tag über ein Programm ab. Rund 250 Jugendliche führen dort ein Musical auf.

neue Lu: Wann wird offiziell eröffnet?
Langkafel: Um 18 Uhr ist die Eröffnungsfeier. Vorher werden in den Dekanaten von Mannheim und Ludwigshafen alle Kirchenglocken läuten. Um 18 Uhr tritt die Musikgruppe Ladylike auf, im Anschluss folgt die Begrüßung und ein Akt der Dekane, der noch streng geheim ist. Es moderiert Hans-Peter Schwöbel. Clemens Bittlinger, Arnim Töpel, Adax Dörsam und 4 Your Soul sorgen ebenfalls für unterhaltsame Stunden. Gegen 22 Uhr klingt alles besinnlich aus.

neue Lu: Und dann ist da noch die Nacht.
Messemer: Um 22 Uhr startet sie. In der Hafenkirche gibt es einen Technogottesdienst, danach einen spirituell-kreativ-musikalisch-meditativen Bereich in der St. Sebastian-Kirche. Ende ist zwischen zwei und drei Uhr nachts. Für die Jugendlichen besteht die Möglichkeit, in der Kirche zu übernachten.

neue Lu: Wie kommen die Besucherinnen und Besucher nach Hause?
Messemer: Wir haben dafür gesorgt, dass Zusatzfahrten stattfinden. In Ludwigshafen werden große Gelenkbusse eingesetzt.

neue Lu: Und Sonntag, was ist da zu erwarten?
Messemer: Die Ludwigshafener treffen sich um 9.15 Uhr auf dem Berliner Platz zu einer Einstimmung auf den Tag. Von dort aus ziehen wir gemeinsam über die Brücke zum Marktplatz, wo um 11 Uhr der Gottesdienst beginnt. Dabei werden etwa 500 bis 600 Sängerinnen und Sänger sein. Von Mannheim aus kommen sie ebenfalls von verschiedenen Sammelpunkten auf den Marktplatz. Danach wird eine Dialogpredigt gehalten von Ruth Horstmann-Speer, Prälatin für Nordbaden, und Regionaldekan Klaus Rapp. Bei den Fürbitten wirken verschiedene Gruppierungen mit, auch Prominente aus Kirche, Politik und Kultur. Den Abschluss der Veranstaltung bildet um 20 Uhr ein Konzert in der Christuskirche.

neue Lu: Was erhoffen Sie sich von diesem Kirchentag?
Messemer, Langkafel: Wir wünschen uns als Linksrheinische, dass viele über den Rhein kommen, dass die Brücke keine Grenze sondern eine schöne Brücke ist, die verbindet.

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