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neueLu Juli/August 2007

Investitionen für saubere Luft

GML setzt auf weitere Verbesserungen bei Rauchgasreinigung

Mit einem Investitionsvolumen von rund zehn Millionen Euro wird die GML Abfallwirtschaftsgesellschaft mbH in den kommenden Jahren das Müllheizkraftwerk optimieren und die Anlieferung verbessern. Von dem Investitionspaket profitieren vor allem die Bürgerinnen und Bürger der Stadt: durch geringere Emissionswerte und Verbesserungen bei der Anlieferung.

Seit 40 Jahren besteht das Ludwigshafener Müllheizkraftwerk an der Bürgermeister-Grünzweig-Straße zur thermischen Verwertung von Restabfällen. Das Entsorgungsgebiet des GML-Abfallverbundes umfasst die Städte Ludwigshafen, Neustadt an der Weinstraße, Speyer und Worms sowie die Landkreise Alzey- Worms, Bad Dürkheim und den Rhein-Pfalz-Kreis. Um die Wirtschaftlichkeit der thermischen Abfallverwertung in Kombination mit einer stabilen Entsorgungssicherheit bei gleichzeitig geringen Emissionen auch künftig sicherstellen zu können, hat die GML jetzt ein umfangreiches Investitionspaket für ihre Anlage auf den Weg gebracht. Herzstück des Paketes ist die Optimierung der Rauchgasreini-gung. Bereits im Jahr 2004 wurde eine der beiden Reinigungslinien von Nass- auf Trockenreinigung umgestellt. Aufgrund der dabei gemachten positiven Erfahrungen soll nun auch die zweite Linie bis 2009 für zirka sieben Millionen Euro modifiziert werden. Durch das trockene Reinigungsverfahren lassen sich die Emissionswerte der Anlage, die seit Jahren bereits um ein Vielfaches unter den vom Gesetzgeber vorgeschriebenen Grenzwerten liegen, noch einmal reduzieren. So hat der Vergleich beider Technologien gezeigt, dass insbesondere für Staub und Feinstäube sowie für Schwermetalle deutlich geringere Emissionswerte erzielt werden können. Außerdem ermöglicht die so genannte Trockensorption durch einen geringeren Energieeinsatz sowie geringere Reparatur- und Wartungskosten auch wirtschaftliche Vorteile. Letztendlich steigt die Verfügbarkeit der Rauchgasreinigung, wodurch die Entsorgungssicherheit der Anlage verbessert wird.
Ein weiterer Bestandteil des verabschiedeten Optimierungskonzeptes ist mit rund drei Millionen Euro die Erweiterung des vorhandenen Müllbunkers zur Bahnlinie hin. Um die Verbrennungskessel im Müllheizkraftwerk auch am Wochenende kontinuierlich mit Müll beschicken zu können, wird das Material zurzeit auf einer Seite des Bunkers hinter den Anliefertoren gestapelt. Diese Vorratshaltung führt jedoch dazu, dass ab Wochenmitte nur eine begrenzte Anzahl von Toren für die Anlieferung freigehalten werden kann. Damit sind wiederum längere Wartezeiten für die Anlieferfahrzeuge verbunden. Außerdem müssen bei kurzzeitigen Betriebsunterbrechungen heute immer wieder Mengen ausgelagert werden, weil der vorhandene Bunker nur eine begrenzte Zwischenlagerung zulässt. Durch die Erweiterung der Bunkerkapazität von 3.000 auf 5.000 Kubikmeter kann die Kontinuität der thermischen Abfallverwertung im Müllheizkraftwerk künftig auf stabilere Füße gestellt werden.
Das Investitionspaket wird durch die Neugestaltung des Zufahrtsbereichs in die Anlage und durch die Sanierung des Schlackebunkers komplettiert. Durch die Neugestaltung des Anlieferbereichs, die auch ein überarbeitetes Waagehaus mit längeren Waagetischen einschließt, können künftig Anlieferfahrzeuge mit Hänger in einem Vorgang verwogen werden. Auch das Umsetzen größerer Container kann dann in kürzerer Zeit durchgeführt werden.
"Die GML wird einmal mehr ihrer Verantwortung für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt gerecht. Neben den Verbesserungen bei der Rauchgasreinigung werden die in Angriff genommenen logistischen Verbesserungen sich insbesondere für die Anwohnerinnen und Anwohner vorteilhaft auswirken, weil die durch den Anlieferverkehr verursachten Emissionen zurückgehen werden. Darüber hinaus wird die Neugestaltung aber auch zu einer Verbesserung der Objektsicherheit beitragen. Außerdem erhält das neben dem Müllheizkraftwerk gelegene Freilandklassenzimmer der GML einen eigenen Busparkplatz, so dass Besuchergruppen, die zur Anlage kommen, künftig einen vom Anlieferverkehr unabhängigen Zugang nutzen können", fasst Umweltdezernent Ernst Merkel, Aufsichtsratsvorsitzender der GML, die Wirkungen des Investitionspaketes zusammen.   krupp

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