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Ludwigshafen ist eine Stadt mit einem hohen Grünanteil. Damit Kinder Naturzusammenhänge verstehen und begreifen können, werden Erzieherinnen im Bereich der Naturpädagogik geschult und die Außenbereiche der Kindertagesstätten naturnah umgestaltet. Das ist das Ziel des Projektes "Natur-Pur", eines von sieben Projekten der Offensive Bildung.
"Hier drin können wir ganz toll Familie spielen", freut sich die sechsjährige Victoria und verschwindet sogleich mit Alischa, Eleen, Selin und Lukas in dem neuen Weidentipi. Die Kindertagesstätte "Tabaluga" gehört zu neun Einrichtungen, deren Außenbereiche nach den Plänen eines Landschaftsarchitekturbüros in enger Zusammenarbeit mit der Stadt Ludwigshafen als Projektträger sowie den freien Trägern, finanziert durch die BASF Aktiengesellschaft, im vergangenen Jahr umgestaltet wurden. Pro beteiligter Kita stehen Finanzmittel in Höhe von jeweils maximal 40.000 Euro zur Verfügung. Innerhalb der nächsten drei Jahre kommen 54 weitere Kitas hinzu, die sich beim Start des Projekts "Natur-Pur" im März 2006 für eine Teilnahme beworben hatten. "Die von Mitarbeitern der FH Koblenz und des Planungsbüros gemeinsam mit Kindern, Eltern und Erzieherinnen entwickelten Ideen wurden unter Federführung des städtischen Bereiches Grünflächen nach und nach konkretisiert, den jeweiligen Voraussetzungen des Geländes angepasst und schließlich mit allen Beteiligten umgesetzt", erläutert Martin Kemminer, Leiter des Projekts "Natur-Pur".

"Neben dem Bau des Weidentipis haben wir an fünf Aktionstagen eine Blumenwiese angelegt, den Garten und den Kletterhügel neu gestaltet, die Rutsche versetzt und Bäume und Sträucher gepflanzt, das hat allen viel Spaß gemacht", erinnert sich Elisabeth Brecher, stellvertretende Leiterin der KTS Tabaluga. "Jetzt beginnen wir mit den Kindern zu beobachten, welche Blumen und Gräser dort wachsen, welche Insekten und Schmetterlinge sich in den Blüten tummeln und wie das alles riecht. Wir werden die Sinne in unterschiedlichen Zusammenhängen schärfen und die Veränderungen bewusst wahrnehmen. Außerdem beziehen wir die Kinder in die Pflege des Geländes ein, da können wir gemeinsam erfahren, wie ein Garten entsteht und wie er immer wieder sein Aussehen ändert." Andere Einrichtungen verfügen nun unter anderem über Kriechtunnel, Balancierstämme, Wasserspielbereiche, Baumhäuser, Feuerstellen, Kletterlandschaften, Hängebrücken und Kräutergärten oder Barfußpfade. Die Ideen kommen aus den Einrichtungen und erfüllen die naturpädagogischen Vorstellungen jeweils abgestimmt auf die einzelnen Häuser. Neueste wissenschaftliche Erkenntnisse belegen die hohe Bedeutung früher Förderung von Kindern. Mit den Erlebnis- und Erfahrungsbereichen, die noch in diesem Jahr rund um das Haus der Naturpädagogik im Wildpark angelegt werden, den naturnah umgestalteten Außenbereichen der Kindertagesstätten und der parallel einhergehenden naturpädagogischen Weiterqualifizierung der Erzieherinnen durch die Fachhochschule Koblenz hat die BASF Aktiengesellschaft in enger Zusammenarbeit mit der Stadt und den Kirchen die Grundlage für eine gesunde und anregungsreiche Entwicklung der Kinder gelegt. "Diese besondere Form von Erfahrungslernen in naturpädagogisch gestalteten Räumen werden wir in Ludwigshafen weiter fördern. Ich halte das sowohl für die individuelle Entwicklung jedes einzelnen Kindes als auch in Bezug auf den Erwerb von Grundhaltungen bezüglich des Erhaltes und Schutzes unserer natürlichen Lebensgrundlagen für unbedingt notwendig", konstatiert Bau- und Umweltdezernent Ernst Merkel. rik
Die sieben Projekte der Offensive Bildung haben zum Ziel, die frühkindliche Bildung in Kindertagesstätten zu fördern. Die innovativen Projekte wurden im Jahr 2005 von dem städtischen Träger sowie den evangelischen und katholischen Trägerorganisationen in Ludwigshafen aus der Praxis heraus entwickelt. Sie werden trägerübergreifend in rund 90 Kindertagesstätten umgesetzt und von anerkannten Bildungsexperten begleitet. Unterstützt werden die Projekte durch die BASF Aktiengesellschaft.
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