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Mit einer besonderen Ausstellung würdigt in diesem Jahr die Fotografische Gesellschaft Ludwigshafen, FGL, ihr 100-jähriges Jubiläum. Von Dienstag, 1. Juli, bis Freitag, 15. August, sind unter dem Thema "100 Jahre Amateurfotografie in Ludwigshafen" ausgesuchte Werke in der Stadtbibliothek zu sehen. Alle Fotos werden bei der Finissage am 15. August, 19.30 Uhr, versteigert.

Als Verein hat die Fotografische Gesellschaft Ludwigshafen sämtliche Höhen und Tiefen der deutschen Geschichte der vergangenen 100 Jahre durchlaufen und auch schwere Zeiten überdauert. Am 29. September 1908 als Photographische Gesellschaft Ludwigshafen a. Rh. von begeisterten Amateurfotografen gegründet, errang der Verein schnell durch Ausstellungserfolge an Ansehen und seine Mitgliederzahl wuchs. Den Ersten Weltkrieg überstand er noch recht unbeschadet, doch der Zweite Weltkrieg zerstörte nicht nur das Vereinslokal und die -bibliothek, sondern zerstreute auch die Mitglieder in alle Winde. Doch die Hobbyfotografen zeigten Stehvermögen, taten sich 1947 wieder zusammen und der Verein wuchs, entwickelte sich weiter und erlangte ab den 1970er Jahren durch seine Ausstellungserfolge auch internationalen Bekanntheitsgrad. Seit 1994 zeigt die FGL jährlich eine Auslese ihres Schaffens in der Stadtbibliothek. Die Fotografien und Objekte, die nun in der Stadtbibliothek zu sehen sind, dokumentieren neben der Historie des Vereins die künstlerische und handwerkliche Exzellenz seiner Mitglieder. Die Bilder im Normal- und Großformat, Panoramabilder, HDI-Bilder und fotografischen Gemälde hat keine Jury ausgewählt, sondern die Fotografen bestimmten selbst, was gezeigt werden soll. Jedes Vereinsmitglied hat sein Lieblingsbild mitgebracht und zwar das Werk, das ihr oder ihm am meisten ans Herz gewachsen ist. Darüber hinaus zieren große Bilder im Format 60 mal 90 Zentimeter die Balustrade der freundlichen und hellen Bibliotheksräume.

Die Mitglieder der Fotografischen Gesellschaft wollen auch zeigen, wie mit Hilfe moderner Digitaltechnik Kunstwerke mit besonderem Reiz entstehen. So wird zum Beispiel bei "Composing" auf einer Tafel Schritt für Schritt das Geheimnis eines surrealistischen Kunstwerks enthüllt. Dargestellt wird, wie der Künstler ein in seiner Phantasie geborenes Bild aus scheinbar realen Elementen zusammensetzt. Wie es möglich ist, Objekte mit extremem Kontrast, zum Beispiel nächtliche Straßenszenen, darzustellen, ohne dass die Lichter "ausfressen" oder die dunklen Partien in der Schwärze verschwinden, erklärt sich mit der "HDR-Technik". Ein Glanzpunkt der Ausstellung ist zudem das 5 mal 1,25 Meter große Panorama der Stadt Ludwigshafen. Dieses Foto wurde aus 85 Einzelaufnahmen am Computer zu einem Großen und Ganzen verrechnet. Den Liebhabern anspruchsvoller Fotografie bietet sich nach dem Ende der Ausstellung die einzigartige Gelegenheit, Bilder zu ersteigern. Die Besucher können bereits während der Ausstellung ein schriftliches Gebot für das sie interessierende Bild abgeben. Während der gesamten Ausstellungsdauer liegen vorgedruckte Zettel für die Abgabe des Gebots aus und eine Box steht bereit, die Zettel aufzunehmen. Am 15. August ist es dann so weit. In Form einer kleinen Feier findet die Auktion statt. Alle schriftlichen Gebote nehmen daran teil. Den Zuschlag erhält das höchste Gebot während der Finissage. Das Mindestgebot für Bilder im Format 30 mal 40 Zentimeter beträgt 5 Euro, für Bilder im Format 60 mal 90 Zentimeter 10 Euro und für das große Ludwigshafen-Panorama 20 Euro.
Öffnungszeiten in der Stadtbibliothek Ludwigshafen, Bismarckstraße 44-48, sind von Dienstag bis Freitag, 10 bis 19 Uhr, und am Samstag, 10 bis 15 Uhr.
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