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neueLu Juli/August 2008

Stadtmarketing auf gutem Weg

Marketing-Verein Ludwigshafen wird zehn Jahre alt

Verkaufsoffene Sonntage, Shopping bis Mitternacht, Skate Nights für Sportbegeisterte, musikalische Mittagspausen auf dem Ludwigsplatz, besonderes Ambiente am Rheinstrand oder die Aktion "Saubere Stadt": Dies sind nur einige Aktivitäten des Marketing-Vereins Ludwigshafen, der auf zehn erfolgreiche Jahre zurückblickt und sich auch für die Zukunft viel vorgenommen hat.

"Wir sorgen seit 1998 dafür, dass unsere Stadt noch lebens- und liebenswerter wird, vorrangig für die Bürgerinnen und Bürger, aber auch für die Gäste, die Ludwigshafen besuchen. Ludwigshafen ist beileibe kein ‚grauer’, lebloser Industriestandort, sondern vielmehr eine facettenreiche Erlebnisstadt mit vielen grünen Seiten", betont Ulrich Gaißmayer, Geschäftsführer des Marketing-Vereins. Man wolle Ludwigshafen als bedeutenden Kultur- und Wirtschaftsstandort sowohl als "Stadt der Chemie" aber auch als aufstrebendes Dienstleistungszentrum in der Metropolregion Rhein-Neckar festigen und ausbauen. "Weiterhin ist es unser Ziel, die Attraktivität der Innenstadt zu erhöhen und den Einzelhandel zu stärken", so Gaißmayer weiter.
Vorsitzende des Marketing-Vereins ist Oberbürgermeisterin Dr. Eva Lohse. "Im Marketing-Verein fließt sehr viel bürgerschaftliches Engagement von Unternehmen und Privatpersonen für unsere Stadt zusammen. Er ist damit ein wichtiger Aktivposten in unserer Stadtentwicklungspolitik", so die OB.
Seit seiner Gründung am 15. Juli 1998 verfolgt der Marketing-Verein sein Ziel, durch Maßnahmen und Aktionen das Image, die Wirtschaftskraft und das kulturelle Leben der Stadt Ludwigshafen zu erhalten und zu stärken. Die Hauptarbeit im Marketing-Verein leisten die vier Arbeitskreise "Wirtschaft, Wissenschaft und Forschung", "City und Handel", "Kultur und Freizeit" sowie "Wohnen, Umwelt und Soziales". In allen vier Arbeitskreisen engagieren sich viele Handlungsträger der Stadt ehrenamtlich. Zahlreiche Ideen und Projekte wurden von den Arbeitskreisen erarbeitet und umgesetzt. Aus zunächst 27 Mitgliedern, Privatpersonen, Firmen und Institutionen, wurden inzwischen fast 150. Viele Akteure aus allen Bereichen des gesellschaftlichen und politischen Lebens ziehen seit Jahren an einem Strang.
Mit der Aktion „Saubere Stadt“ trat der Marketing-Verein 1999 erstmals öffentlich in Erscheinung. Was verhältnismäßig klein begann, entpuppte sich als Dauerbrenner. Zum Teil mehr als 3.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, darunter viele Kinder, greifen seitdem zu Schaufel, Besen und Pinsel, um ihre Stadt in neuem Glanz erstrahlen zu lassen. Auch die "Skate Nights Ludwigshafen" waren von Anfang an ein Erfolg. Die Veranstaltungsreihe etablierte sich in der Inline-Skater-Szene. Das Luftsprung-Kinderfest, mittlerweile integriert in die Spielaktion "Ludwigshafen spielt", zieht den Nachwuchs aus nah und fern in die Innenstadt. Viele Veranstaltungen des Marketing-Vereins sind nicht mehr aus dem Veranstaltungskalender der Stadt wegzudenken, beispielsweise der Nordic-Walking-Tag, die Hobbywerkstatt, der Musikalische Mittag, "LuMagic - der Tag der Magie" oder die Nikolausaktionen.
2003 war ein wichtiges Jahr für das Stadtmarketing in Ludwigshafen. Um die Schlagkraft zu erhöhen, bündelte die Stadt Ludwigshafen ihre Kräfte im Stadtmarketing. Ehemals vom Marketing-Verein, der damaligen Ludwigshafener Betriebsgesellschaft LUBEGE, der WirtschaftsEntwicklungsGesellschaft W.E.G. und der Stadtverwaltung wahrgenommene Aufgaben wurden ab 1. Januar 2003 in der LUKOM Ludwigshafener Kongress- und Marketing-Gesellschaft zusammengeführt. Die Aufgabengebiete sollten hierdurch besser vernetzt werden. Dabei spielte auch der Gedanke, Bürger und Unternehmen stärker als bisher am Stadtmarketing-Prozess zu beteiligen, eine Rolle.
Der Marketing-Verein steht auch 2008 vor neuen Aufgaben. Der Weg hin zum Rhein bedarf neuer Ideen und Überlegungen. "Ludwigshafen durchlebt einen Wandel und befindet sich im Aufbruch. Die Entwicklung der Innenstadt steht vor großen Herausforderungen und vor noch größeren Chancen. Der Blick der Stadt wendet sich verstärkt zum Wasser: Mehr und mehr werden die Menschen am Rhein einkaufen, wohnen, arbeiten und leben", sagt Gaißmayer. Die bodenständigen und familienfreundlichen Stadtteile würden dadurch nicht ihre Attraktivität verlieren, ist der Geschäftsführer überzeugt. jec

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