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Mit den Starterkonferenzen Ende April und Anfang Mai 2009 ist das Programm Stärken vor Ort, das aus dem Europäischen Sozialfonds der Europäischen Union kofinanziert wird, in den "Soziale Stadt"-Gebieten Westend, Oggersheim West und West gestartet. In West läuft das Programm zusätzlich in der Bayreuther Straße, der Blies-, Turm- und Krummlachstraße sowie der Nibelungenallee. Das Programm hat das Ziel, Jugendliche mit niedrigem oder gar keinem Bildungsabschluss - und hier insbesondere auch Mädchen - sowie Frauen bei der Qualifizierung für den Arbeitsmarkt zu unterstützen.
Bundesweit wurden 264 Fördergebiete in 213 Kommunen und Landkreisen für die Teilnahme an dem Programm ausgewählt. In Ludwigshafen gehen jedem „Soziale Stadt“-Gebiet nun für das Jahr 2009 Fördermittel aus dem Europäischen Sozialfonds in Höhe von 70.000 Euro zu. "Auch wenn das Programm Stärken vor Ort vorsieht, dass sich Kommunen bei den Förderungen mit einem Eigenanteil von 15 Prozent beteiligen müssen und wir eine angespannte Haushaltslage in Ludwigshafen haben, so war es doch keine Frage, dass wir an dem Programm teilnehmen möchten. Durch ein Vorgängerprogramm mit Namen ‘Lokales Kapital für soziale Zwecke’, das ähnlich dem jetzigen Programm Stärken vor Ort aufgebaut war, konnte mit vergleichsweise wenig Geld viel in Ludwigshafen in sozialer Hinsicht getan werden. Wir sind davon überzeugt, mit Stärken vor Ort ähnliche Erfolge erzielen zu können", betont Sozialdezernent Wolfgang van Vliet.
Bei der Umsetzung setzt das Programm Stärken vor Ort auf Mikroprojekte, die jeweils bis zu einer Höhe von 10.000 Euro gefördert werden. Gemäß dem Namen des Programms, können Träger von Mikroprojekten unter anderem lokale Initiativen, Organisationen oder Einzelpersonen, also – in anderen Worten – Personen direkt "vor Ort" sein. "Die Idee hierbei ist die, dass Personen ‘vor Ort’ wissen, wo Problemlagen bestehen und daher auch genau erkennen, mit welchen Mitteln in Projekten mögliche Erfolge zu erzielen sind", erklärt Hans Michael Eberle, Sozialplaner beim städtischen Bereich Steuerung. Dem Bereich Steuerung obliegt die Koordinierung des Programms in Ludwigshafen. Auch bei der Auswahl der Projekte ist die lokale Komponente integriert: Ein Begleitausschuss, dessen Mitglieder unter anderem Bewohnerinnen und Bewohner der jeweiligen Gebiete sind, entscheidet über die Zulassung von Mikroprojekten. som
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