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Ein eigenes Urteil über die Auswahl der Kuratorinnen und Kuratoren können sich nun die Besucherinnen und Besucher bilden, die im Wilhelm-Hack-Museum die Ausstellung "alles" gesehen haben. Noch bis zum 2. August wird dort mit "simply the best!" eine erlesene Auswahl von 53 der besten Werke der Sammlung präsentiert.

Jedes Kunstwerk wird dabei in luxuriöser Weite als Einzelstück auf einer eigenen Wand gezeigt und kann so seine opulente Aura entfalten. Hauptwerke aus den für das Museum prägenden Stilrichtungen von Expressionismus über Russische Avantgarde und De Stijl-Gruppe, von der konstruktiv-konkreten Kunst über Informel und Pop-Art sind in lockeren Gruppierungen auf die architektonisch neu gegliederten Räume verteilt. Das Panorama erstreckt sich von einer spätimpressionistischen Pfalzlandschaft von Max Slevogt über Ernst Ludwig Kirchners berühmtes "Urteil des Paris" bis hin zu den Hauptwerken des Russischen Suprematisten Kasimir Malewitsch, von einer strengen Komposition Piet Mondrians zu Robert Delaunays orphistischer Scheibenmalerei und Max Ernsts frühen Auseinandersetzungen mit einer kubofuturistischen Formensprache. Einen exemplarischen Einblick in die Kunst nach dem Zweiten Weltkrieg vermittelt das Balkongeschoss, auf dem mit Josef Albers und Karel Appel zwei der gegensätzlichsten Positionen der 1950er Jahre zwischen expressiver Geste und strengem Formalismus zu sehen sind. Werke von Andy Warhol, Georg Karl Pfahler und Leon Polk Smith spannen den Bogen zur Gegenwartskunst, die mit einer 2008 entstandenen Arbeit des Konsortium-Künstlers Guido Münch einen Ausblick in die weitere Zukunft der Sammlungstätigkeit eröffnet. Die Konzentration auf wenige Eckpfeiler der Sammlung soll den Blick des Betrachters für die darauf folgende Neupräsentation "hackordnung # 1" schärfen, die ab Anfang Oktober zu sehen sein wird. Die Meisterwerke treten dann in einen Dialog mit Nachbarn, um inhaltliche, stilistische oder kunsthistorische Kontexte zu erschließen. Öffentliche Führungen sind sonntags 15 Uhr, Führungen für private Gruppen auf Anmeldung unter Telefon 504-3045.
Informationen im Internet gibt es unter www.wilhelmhack.museum.
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