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neueLu Juli/August 2009

Fortschritte in der Innenstadt

Förderprogramme greifen – zunehmend private Modernisierungen

Der Stadtumbau der Innenstadt geht voran. Erste private Modernisierungsmaßnahmen sind abgeschlossen, neue sind geplant. Im Juli sind erste Teile der Dachkonstruktion an der Rhein-Galerie zu sehen, Projekt für Projekt rückt das Ziel, die City attraktiver zum Wohnen, Leben und Einkaufen zu machen, ein wenig näher.

Das Gewerkschaftshaus in der Kaiser-Wilhelm-Straße

Als eines der ersten Gebäude ist Anfang des Jahres das Haus in der Kaiser-Wilhelm-Straße 7 nach umfangreicher Modernisierung von der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft ver.di und dem Deutschen Gewerkschaftsbund bezogen worden. In der Bismarckstraße 106 steht die energetische und gestalterische Sanierung eines Büro- und Geschäftshauses kurz vor dem Abschluss. Das 1960 errichtete Gebäude wird komplett überarbeitet. "Bei der Gestaltung hat sich Michael Obermeier von der W.O. Projekt GmbH vom ,Handbuch für Fassadengestaltung‘ inspirieren lassen und eng mit der Stadt kooperiert", erklärt Michael Lung von der W.E.G. Wirtschafts-EntwicklungsGesellschaft, zuständig für das Sanierungsgebiet Mitte.
Mit einer Abriss-Party startete am 20. März der Umbau der VR Bank Rhein-Neckar eG in der Kaiser-Wilhelm-Straße 12 bis 14. Von Innen wird das Gebäude entkernt, während im Innenhof nicht mehr benötigte Anbauten entfernt beziehungsweise zurückgebaut werden. Nach dem Umbau werden im Erdgeschoss der Bank ein Kundenservicebereich und im ersten Obergeschoss Beratungs- und Konferenzräume entstehen. Die weiteren Geschosse des Gebäudes werden zu hochwertigen Büroflächen umgebaut.
Jetzt im Sommer wird das Werkstattgebäude an der Zollhofstraße abgerissen. Damit kann ein großzügigeres Entree zum künftigen Stadtplatz an der Rhein-Galerie geschaffen und die Straße gestalterisch aufgewertet werden. Zudem wird die Fassade des Parkhausesoptisch aufgewertet.
Weitere Projekte im Stadtumbau sind das Europa Hotel, der Gebäudekomplex Waldkirch in der Amtstraße sowie ein Wohn- und Geschäftshaus in der Ludwigstraße 65.

Förder- und Sonderkreditprogramme

"Die Rahmenbedingungen für private Modernisierungsmaßnahmen sind in der  Innenstadt günstig wie nie zuvor", zeigt sich Klaus Dillinger, Geschäftsführer der W.E.G. zufrieden mit der Entwicklung. Stadtumbaugebiet, Sanierungsgebiete und Investitionen der Stadt in den öffentlichen Raum schaffen Anreize für Immobilieneigentümer, in den Standort Ludwigshafen zu investieren. "Seit Beginn 2009 haben wir zwölf Anfragen erhalten und vier Fördermittelanträge bearbeitet. Das entspricht einer möglichen Investition von 15 Millionen Euro, die in den kommenden drei bis vier Jahren getätigt werden", berichtet Klaus Dillinger. In Kooperation mit der Sparkasse Vorderpfalz steht zudem ein "Sonderkreditprogramm Stadtumbau" zur Verfügung. "Eigentümer förderfähiger Projekte bekommen den Förderzuschuss der Stadt und die Finanzierung der Restsumme vorfinanziert sowie die Zuschussauszahlung abgewickelt", erklärt Werner Kreger, stellvertretendes Vorstandsmitglied der Sparkasse. Die W.E.G. koordiniert im Auftrag der Stadt den Stadtumbauprozess und ist zugleich Ansprechpartner für Förderanträge. Neben der steuerlichen Erleichterung in den Sanierungsgebieten besteht auch die Aussicht auf Zuschüsse für die Modernisierung von Gebäuden in der Innenstadt. Die Richtlinien der Stadt Ludwigshafen sehen dafür einen Zuschuss von 20 Prozent der förderfähigen Kosten, jedoch bis zu maximal 50.000 Euro vor.
"Ergänzend werden neue Förderprogramme für Unternehmen in der City aufgelegt. Händler, Gastronomen und Dienstleister in der Innenstadt können mit Zuschüssen für Umbaumaßnahmen und für die Schaffung von Arbeitsplätzen rechnen", so Klaus Dillinger. "Land und Stadt stellen hierfür im Rahmen des Stadtumbaus in den nächsten Jahren rund 1,45 Millionen Euro bereit", erklärt Dillinger. Damit würden die Programme fortgeführt, die bis Ende 2007 unter dem Stichwort "URBAN" erfolgreich eingesetzt wurden. Verfahrensdetails und Richtlinien werden nun ausgearbeitet, um im Sommer dieses Jahres die ersten Anträge annehmen zu können.

Rhein-Galerie

"Innerhalb eines Jahres haben wir Gewaltiges geschafft", zeigt sich Georg Monheim, Projektmanager der ECE während des Deckenfestes im Mai erfreut. Anlass der Feier war die Betonage des letzten Abschnitts der Deckenplatte über dem Erdgeschoss. Trotz des harten Winters liegt die Baustelle im Zeitplan. Bereits 25.000 Kubikmeter Beton haben bis zu 200 Handwerker im Zwei-Schicht-Betrieb verbaut. Im Juni wurde die Decke über dem ersten Obergeschoss fertig gestellt. Im südlichen Gebäudeabschnitt hat die Monta-ge der Stahlkonstruktion für das Parkdeck begonnen. Rund 1.300 Stellplätze werden in der Rhein-Galerie auf zwei Ebenen unterhalb des 24.640 Quadratmeter großen Membrandachs entstehen. Im Juli werden die ersten Stahlträger für die Dachkonstruktion montiert. Rund 1.700 Tonnen Stahl müssen hierfür an Ort und Stelle bewegt werden. Parallel zu den abschließenden Rohbauarbeiten läuft die technische Gebäudeausrüstung an.    hof/rik
Weitere Informationen unter www.heutefuermorgen.de.

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