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neueLu März/April 2007

Freundlich, hell und einladend

Stadt als Investitionsmotor in der City – Zollhofhafenprojekt vor Abschluss

Bedeutende Bau- und Sanierungsvorhaben werden das Gesicht der Ludwigshafener City in den kommenden Jahren grundlegend verändern. Viele unterschiedliche Maßnahmen und Projekte verbinden sich dabei zu einem der größten Stadtentwicklungsprojekte in der jungen Geschichte Ludwigshafens. Die Stadt ist dabei Motor für öffentliche und private Investitionen: Ziel ist es, Ludwigshafens Zukunft als attraktive, wettbewerbsfähige und selbstbewusste Stadt in der Metropolregion zu sichern.

Für Oberbürgermeisterin Dr. Eva Lohse ist die Perspektive klar: "Ludwigshafen positioniert sich als Stadt, in der man gut wohnen, arbeiten und einkaufen kann. Die im vergangenen Jahr begonnenen Umbaumaßnahmen dienen alle dem Ziel, die Wohnqualität zu steigern, das Einkaufsangebot zu verbessern und die City mit einladenden Kultur- und Freizeiteinrichtungen weiter zu entwickeln. Wir wollen bestehende Arbeitsplätze sichern, neue Arbeitsplätze schaffen und dafür sorgen, dass Geld, das in Ludwigshafen verdient wird, auch hier ausgegeben wird. Jetzt und in den kommenden Jahren werden wir gemeinsam große Anstrengungen unternehmen, dieses Ziel zu erreichen. Die vielen großen und kleinen Projekte, die wir angestoßen haben, dienen dieser Zukunftssicherung. Die unmittelbare Nähe zum Rhein ist dabei einer unserer großen Trümpfe, den wir nun einlösen werden", betonte die OB.

Mittlere Bismackstraße: helles Licht und neue Bänke

Um die City und die Südliche Innenstadt weiter voran zu bringen, wird deshalb auch 2007 saniert, gebaut und investiert. Für Bürgerinnen und Bürger sichtbar sind die Mitte Mai beginnenden Kanalarbeiten in der Bismarckstraße. Hier gilt es den noch aus dem 19. Jahrhundert stammenden Kanal von der Bahnhofstraße bis zur Kaiser-Wilhelm-Straße auszutauschen und alle Hausanschlüsse zu erneuern. Damit das Bummeln und Einkaufen auch weiterhin uneingeschränkt ein Vergnügen bleibt, gehen die Stadtentwässerer abschnittsweise vor und lassen lediglich zehn bis 15 Meter lange und gut gesicherte Gruben offen.
Den einzelnen Abschnitten folgend wird dann auch dieser mittlere Bereich der Bismarckstraße mit den Galaxieleuchten in ein neues Licht gesetzt. Im Herbst folgen die hellen Bänke aus Douglasienholz, die Abfallbehälter und zwei bis drei Spielgeräte. Finanziert wird diese rund 230.000 Euro teure Möblierung über die so genannte Ministermillion des Landes Rheinland-Pfalz.

Kaiser-Wilhelm-Strasse als Kulturachse

Aus diesem Topf stammt auch das Geld, um das Projekt "3 Städte - 3 Plätze" voranzutreiben. Eine Planungsgemeinschaft erhält hierbei den Auftrag, den Bereich zwischen der Werfthalle 1 auf dem Gelände des ehemaligen Zollhof-Hafens und dem Gelben Haus am Lichtenberger Ufer weiter zu entwickeln. Eine zweite Planungsgemeinschaft konkretisiert ihre Überlegungen, die Kaiser-Wilhelm-Straße als Kulturachse aufzuwerten. Weiterhin wird aus der Ministermillion die Erstellung eines Lichtmasterplanes und die Arbeit zweier Ingenieurbüros finanziert, die Grundlagen für die förmliche Festlegung von Sanierungsgebieten in der Innenstadt und im Stadtteil Süd und dort auch für die Einrichtung eines Soziale-Stadt-Quartiers erarbeiten. Auch bei den Fragen, inwieweit das Interesse, in der Innenstadt wohnen zu wollen, gestärkt werden und wie sich die Einzelhandelssituation verbessern kann, holt sich die Stadt Ludwigshafen im Jahr 2007 Rat von externen Spezialisten.

"Gute Stube" erhält moderne Technik und einladendes Entrée

Im April startet die Sanierung des Rathauses. Im Juni geht es dann mit der 25 Millionen teuren Sanierung des Pfalzbaus los. Die Sanierung sichert den Betrieb vom Theater einerseits und vom Kongress-, Tagungs- und Konzertbereich andererseits. Das Gebäude aus dem Jahr 1968, oft als die "gute Stube der Stadt" bezeichnet, wird nicht nur sicherheitstechnisch auf einen modernen Standard gehoben, sondern erhält auch mit dem umgestalteten Foyer ein lichtes und einladendes Entrée. Die neue Lu berichtet ausführlich über die Pfalzbau-Sanierung in ihrer nächsten Ausgabe.
Aber nicht nur im Pfalzbau, auch im benachbarten Wilhelm-Hack-Museum beginnen in diesem Jahr Sanierungsarbeiten. Hierbei werden für 4,5 Millionen Euro die Fenster und Sheddächer ausgetauscht, die Außenwand gedämmt und die Klimaanlage erneuert. Zur Abwicklung der Bauarbeiten schließt das Museum in diesem Jahr am 27. Oktober. Die Bauarbeiten werden einige Monate in Anspruch nehmen, so dass das Haus zum 1. September 2008 wieder öffnet.
Bereits im Februar führten Kultur- und Schuldezernentin Professor Dr. Cornelia Reifenberg und Bau- und Umweltdezernent Ernst Merkel den ersten Spatenstich zur Erweiterung des Carl-Bosch-Gymnasiums zur Ganztagsschule aus. Die Kosten liegen bei 3,1 Millionen Euro, das Land Rheinland-Pfalz beteiligt sich mit 1,7 Millionen Euro daran. In den Sommerferien können voraussichtlich die Fassaden- und Fenstersanierungsarbeiten an der Berufsbildenden Schule Wirtschaft 1 in der Mundenheimer Straße abgeschlossen werden, Kostenpunkt hier: 2.790.000 Euro.

Mundenheimer Straße: Wichtige Verkehrsader wird neu geordnet

Lange schon hofften die Anwohnerinnen und Anwohner, aber auch Pendler darauf, dass die Mundenheimer Straße verbessert wird, nun ist es soweit. Die Einkaufsstraße und Verkehrsader in der Südlichen Innenstadt wird von Juni 2007 bis Ende September 2008 für 2,5 Millionen Euro von der Einmündung Yorckstraße bis zum Bürgermeister-Krafft-Platz hergerichtet. Dabei verlegen die Technischen Werke eine Fernwärmeleitung und erneuern die Wasserleitungen. Die überbreite Fahrbahn von 10,50 Meter wird dann auf 6,50 Meter reduziert, an der Seite entstehen jeweils 1,5 Meter breite Fahrradstreifen und die Gehwege werden mindestens zwei Meter breit. Die Anzahl der Parkplätze erhöht sich nach dem Ausbau von 81 auf 87. Dieser erfolgt abschnittsweise, um den Durchgangsverkehr möglichst wenig zu behin   dern. Eine Million Euro fließt schließlich noch in den Ausbau der Lagerhausstraße in Hö-he der Einmündung Wittelsbachstraße. Er orientiert sich am Ausbaustandard der Rheinallee, sodass der Alleen-Charakter weiter geführt werden kann.

Zollhofhafen: Stadtrat berät über Vertragsabschluss

In den kommenden Wochen beraten die politischen Gremien abschließend über den Vertrag zwischen der Stadt Ludwigshafen und der Hamburger ECE. Der Stadtrat befasst sich am 5. März mit den Eckpunkten des umfangreichen Vertragwerks. Der rheinland-pfälzische Landtag hatte in seiner Sitzung am 7. Februar dem Verkauf des ehemaligen Hafengeländes an die Stadt einmütig zugestimmt. Der Kaufpreis beträgt 12,7 Millionen Euro. Dem vorausgegangen waren intensive Verhandlungen unter Federführung von Bürgermeister Wilhelm Zeiser.
Erst im Herbst 2004 hatte der Hafen das Areal des zentral gelegenen Containerterminals freigegeben und damit den Weg für eine andere und urbane Nutzung frei gemacht. Durch aktives und engagiertes Standortmarketing standen nur ein Jahr später, im Herbst 2005, drei Investoren bereit. Nach einem intensiven Auswahlverfahren in der ersten Hälfte des Jahres 2006 kristallisierte sich im Sommer ECE als Investor für eine Bebauung des Zollhofhafens heraus. Der Stadtrat votierte mit großer Mehrheit dafür, die Verhandlungen entsprechend zu führen. Jetzt im Frühjahr können die Unterschriften unter das umfangreiche Vertragswerk geleistet werden, wobei die Stadt aus einem höheren Erlös beim Weiterverkauf der Zollhoffläche das Geld einnehmen muss, um die Anbindung des Centers an die Innenstadt und die Aufrüstung der Verkehrsinfrastruktur finanzieren zu können. "Ergebnis: Auf rund sechs Hektar Fläche entsteht durch private Investitionen ein neues Stadtquartier - und Ludwigshafen rückt wieder ein großes Stück näher an den Rhein", so Bürgermeister Wilhelm Zeiser.   rik/ska

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