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neueLu März/April 2007

"Redet Wahrheit"

Woche der Brüderlichkeit in Mannheim und Ludwigshafen

Unter dem Motto "Redet Wahrheit" steht die Woche der Brüderlichkeit 2007 vom 11. bis 17. März.  Die zentrale Eröffnungsfeier findet am 11. März 2007 in Mannheim statt. Auch in Ludwigshafen gibt es mehrere Veranstaltungen.

Im Ernst-Bloch-Zentrum, Walzmühlstraße 63, wird die Ausstellung "Israel: Staat - Volk - Land" mit Bildern des Fotografen Ralf Ziegler am Donnerstag, 8. März, 19.30 Uhr, eröffnet. Daneben bieten siebzehn Thesen - vom Arbeitskreis "Kirche und Judentum" der Evangelischen Kirche der Pfalz, in mehrjähriger Diskussion erarbeitet, Impulse zur grundsätzlichen Klärung des Verhältnisses zu Israel. Veranstaltet wird die Ausstellung gemeinsam mit dem Gesprächskreis Juden und Christen in Ludwigshafen und dem Rhein-Pfalz-Kreis, der Evangelischen Kirche der Pfalz und der Evangelischen Akademie Pfalz. Öffnungszeiten sind vom 11. bis 17. März täglich außer montags, 14 bis 17 Uhr, donnerstags, 14 bis 20 Uhr. Die Ausstellung dauert bis 20. Mai, ist dann aber nur dienstags, 14 bis 17 Uhr, mittwochs, 14 bis 17 Uhr, und donnerstags, 14 bis 20 Uhr, und nach Vereinbarung zu sehen. Im Rahmen der Eröffnung am 8. März liest Lea Fleischmann. Die in Israel lebende Schriftstellerin stellt ihr neues Buch vor: "Meine Sprache wohnt woanders - Gedanken zu Deutschland und Israel".
Am Dienstag, 13. März, 19 Uhr, spricht Prof. Dr. Daniel Krochmalnik von der Hochschule für Jüdische Studien (Heidelberg) über die Emanzipation der Juden seit Mendelssohn:  Ernst Bloch und das deutsche Judentum. Inventio Concertante aus Köln spielt am Donnerstag, 15. März, 20 Uhr, "Verfemte Klänge - Musik & Szenen aus Theresienstadt". Der Begriff "Verfemte Klänge" steht für musikalisches Schaffen, das unter dem nationalsozialistischen Regime in Gefängnissen und Konzentrationslagern entstanden ist, oft auch als "illegale" Tätigkeit. Das Programm der Gruppe widmet sich den Komponisten von Theresienstadt, eines sehr speziellen Ortes für kompositorische Aktivität während des Zweiten Weltkriegs und während der Verfolgung der Juden. Die tschechische Stadt Theresienstadt wurde 1941 von den Nazis evakuiert und als Konzentrationslager ausgebaut.
Ein Familienportät aus christlicher Sicht stellt Dr. Michael Gärtner, Protestantischer Dekan Ludwigshafen, in seinem Vortrag "Über Juden - Christen - Muslime" am Dienstag, 20. März, 19 Uhr, im Ernst-Bloch-Zentrum vor. Der Eintritt ist frei.
Das Stadtmuseum Ludwigshafen im Rathaus-Center eröffnet am Donnerstag, 15. März, 18.30 Uhr, die Ausstellung "Kinder im Versteck. Verfolgt. Untergetaucht. Gerettet? Berlin 1943 - 1945", zusammengestellt vom Anne Frank Zentrum Berlin.
Walter Abraham aus Frankenthal überlebte den Nationalsozialismus mit seiner Frau Ruth und seiner im Januar 1943 geborenen Tochter Reha in Berlin, weil sie untergetaucht waren. Das Leben von Reha Abraham in der Zeit von 1943 bis 1945 wird in der Ausstellung "Kinder im Versteck" dokumentiert. Auch die vier weiteren Kinder, deren Geschichten in der Ausstellung erzählt werden, haben mit Anne Frank vieles gemeinsam: Auch sie wurden verfolgt, weil sie Juden waren. Die Ausstellung ist bis 30. März zu sehen. Öffnungszeiten sind Dienstag von 10 bis 17 Uhr, Donnerstag von 10 bis 19 Uhr und Sonntag von 10 bis 17 Uhr.
Die Stadtbibliothek Ludwigshafen bietet mehrere Veranstaltungen an. Am Mittwoch, 7. März, 10.30 Uhr, findet in der Stadtteil-Bibliothek Ludwigshafen-Ruchheim, Fußgönheimer Straße 13, ein Lesecafe "In der Strafkolonie - das Straflager" statt, bei dem Erzählungen des jüdischen Autors Franz Kafka von Trudel Janson, Stadtteil-Bibliothek Ruchheim, und Willi Kern, Freundeskreis der Stadtteilbibliothek Ruchheim, vorgestellt werden. An das "Schtetl" mit "Erzählungen und Lieder einer verlorenen jüdischen Kultur" erinnert am Dienstag, 13. März, 20 Uhr, ein musikalisch-literarischer Abend mit dem Cantaton-Theater in der Stadtbibliothek, Bismarckstraße 44-48. Texte von Manès Sperber, Joseph Roth, Isaac Bashevis Singer, Scholem Alechem und anderen werden vorgetragen.
Über die Ehe von Sabine Leibholz-Bonhoeffer und Gerhard Leibholz referiert am  Mittwoch, 14. März, 19 Uhr, Pfarrerin Christine Dietrich in der Stadtteil-Bibliothek Ludwigshafen-Ruchheim, Fußgönheimer Straße 13.
Am Dienstag, 20. März, 10 Uhr, liest die Mannheimer Schauspielerin Bettina Franke für Jugendliche aus dem Roman von Eric-Emmanuel Schmitt: "Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran" in der Kinder- und Jugendbibliothek, Bismarckstraße 44-48.
Im Heinrich-Pesch-Haus, Frankenthaler Straße 229, spricht Prof. Dr. Daniel Krochmalnik von der Hochschule für Jüdische Studien (Heidelberg) am Montag, 12. März, 19.30 bis 21 Uhr, zum Thema "Nicht jeder Mensch kann alles zu Ende tun; aber zu Ende denken kann jeder. Glaube und Vernunft im Judentum". Um Rückmeldung wird unter Telefon 0621/5999-175 gebeten.

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