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Sergeant Cresper ermittelt
Historischer Krimi "Der Tote im Winterhafen" wird am 11. März vorgestellt
Ins Ludwigshafen des Jahres 1911, in die aufstrebende Industriestadt am Rhein mit ihrem selbstbewussten Bürgertum und streikenden Arbeitern führt Carlo Febers Buch "Der Tote im Winterhafen" und erzählt einen spannenden Kriminalfall. Präsentiert wird der Kriminalroman am 11. März, 19.30 Uhr, in der Stadtbibliothek.

Und genau an diesem Ort, in der Bismarckstraße, finden sich die Gäste auch mitten in der Handlung des Krimis wieder, der die Lebensumstände der Kaiserzeit anschaulich erfasst. An der Stelle der heutigen Bibliothek stand das Gesellschaftshaus der Stadt, in dem, soviel sei zur Handlung verraten, einige Schlüsselszenen des Krimis spielen. Hier nehmen die Ermittlungen ihren Lauf, die Criminal-Sergeant Paul Cresper in die feine und weniger feine Gesellschaft der Stadt, in die Laboratorien chemischer Unternehmen, in den Hemshof und in die gutbürgerlichen Wohnviertel im heutigen Stadtteil Süd führen. Fiktive wie auch historische Gestalten des Ludwigshafener Stadtlebens im Jahr 1911 spielen eine Rolle bei der Aufklärung von zwei Morden, die großes Aufsehen erregen. Ein Doktor der Chemie wird an einem Sommerabend tot im Jubiläumsbrunnen gefunden. Bevor es Paul Cresper von der königlich-bayerischen Criminal-Polizei gelingt, den Mörder dingfest zu machen, muss er erleben, wie seine Vorgesetzten, Polizei-Inspektor Hatzfeld und Oberbürgermeister Krafft, seine Ermittlungen nicht gerade fördern, zu allem Übel erschüttert ein Streik der Chemie-Arbeiter die Stadt. "Der Tote im Winterhafen" ist im Februar im Emons-Verlag Köln erschienen. Autor ist der gebürtige Pfälzer Carlo Feber, Jahrgang 1965. Feber studierte Politologie in Berlin und Paris. Er arbeitete als Arbeitswissenschaftler und als Projektmanager im Medienbereich. Neben seiner schriftstellerischen Tätigkeit hält er Krimischreibseminare in Literaturhäusern. Er war Mitglied der Jury des Erzählwettbewerbs 2007 des Tagesspiegel und ist Mitglied der Jury des Syndikats für das beste Romandebüt. Sein 2006 erschienener Roman "Die leinenweiße Braut" wurde für den Sir-Walter-Scott-Preis nominiert. Nachdem die Idee geboren war, zum Jubiläum "150 Jahre Ludwigshafen am Rhein" einen Teil der Stadtgeschichte in einem Kriminalroman darzustellen, recherchierte Feber mehrere Tage unter anderem im Stadtarchiv und im Unternehmensarchiv der BASF. Ein Rundgang mit Stadtbildpfleger Matthias Ehringer führte außerdem zu den historischen Orten, die teilweise heute noch im Stadtgebiet zu finden sind oder ihre Spuren hinterlassen haben. Gerade der Winterhafen, auf dessen Gebiet derzeit die Rhein-Galerie entsteht, spielt damals wie heute eine bedeutende Rolle für die Stadt. "Fasziniert haben mich einerseits die rasante Entwicklung der Stadt in den Boomjahren der Kaiserzeit, aber auch die Möglichkeiten die sich daraus ergeben: Besonders das Jahr 1911 erlaubt mir, die Menschen, die damals gelebt haben, in ihrem Umfeld zu porträtieren und dies in einer spannende Krimi-Handlung einzubetten", erzählt Carlo Feber im Gespräch mit der neuen Lu.
Buchpräsentation am 11. März

Mehr über die Figuren des Romans, über Ludwigshafen im Jahr 1911 und die Schauplätze erfahren die Besucherinnen und Besucher der Präsentation von "Der Tote im Winterhafen" am Mittwoch, 11. März, 19.30 Uhr, in der Stadtbibliothek. Carlo Feber liest aus dem Krimi und wird im Gespräch mit SWR-Moderatorin Sabine Hampel sein Buch vorstellen. Die Stadtbibliothek präsentiert Büchertische mit Kriminalromanen mit Lokalkolorit und historischer Literatur zu Ludwigshafen. Auf Schautafeln sind die historischen Orte des Romans zu sehen. Zur Buchpräsentation angekündigt hat sich auch OB Dr. Eva Lohse. "Ein historischer Krimi gerade aus dieser Zeit, das ist eine ganz neue und spannende Darstellung unserer Stadtgeschichte und der ideale Lesestoff, sich auf unterhaltsame Weise in diese Anfangszeit Ludwigshafens versetzen zu lassen", so die OB. Informationen zum Roman gibt es auch im Internet unter www.ludwigshafen.de. Dort können Interessierte auch an Bildern der Schauplätze die Handlung des Krimis verfolgen. mü
Dokumentation "Ludwigshafen um 1900"
Im Frühjahr gibt das Stadtarchiv die Dokumentation "Eine Industriestadt vor 100 Jahren, Ludwigshafen um 1900" von Prof. Wolfgang von Hippel heraus. Hippel, ein profunder Kenner der Stadtgeschichte und ehemaliger Professor an der Universität Mannheim, hat Bilder, Texte und Originalquellen zusammengetragen, die einen Blick auf den Alltag der Menschen in der Stadt erlauben. Informationen gibt es im Stadtarchiv, Telefon 504-3047.
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