Der Bau der Rhein-Galerie sowie die damit einher gehende Erschließung der umliegenden Straßen liegen im Zeitplan und mit der Renovierung der VR-Bank gibt es ein weiteres von Fördermitteln unterstütztes Projekt, das erfolgreich beendet werden konnte. Weitere Maßnahmen, wie die Modernisierung der Bismarck-Apotheke, beginnen. Dank der Zuschüsse aus der EU und vom Land kann nun auch ein erster Teil der Rheinuferpromenade verschönert werden.
Nach einer gut zehnmonatigen Modernisierung konnte die VR-Bank Rhein-Neckar wieder in das Gebäude an der Kaiser-Wilhelm-Straße 12 bis 14 ziehen. Kundinnen und Kunden, die nun die Filiale ebenerdig und barrierefrei betreten, werden in einem völlig neu konzipierten Service- und Filialraum begrüßt. Auf über 750 Quadratmetern Fläche sind zeitgemäß ausgestattete Beratungsplätze geschaffen. Im Stockwerk darüber stehen nochmals 400 Quadratmeter Fläche für die Betreuung der Kunden zur Verfügung. Neu ausgestattet präsentiert sich das großzügige 24-Stunden-Foyer mit sechs SB-Geräten, das direkt am zentralen Eingang liegt. Tagsüber sind die Geräte in die Bankräume integriert.
Sind die Schalter geschlossen, so trennt eine mobile Glaswand den Service- und Beratungsbereich von der Selbstbedienungszone. Die ursprüngliche Fassade des fünfgeschossigen Gebäudes, das von 1957 bis 1959 nach Plänen des Architekten Paul Hermann Tenge errichtet worden war, zeigt sich zur Kaiser-Wilhelm-Straße wieder in ursprünglicher Eleganz: Die Fassadenplatten aus Muschelkalk sind restauriert und gereinigt. Die VR-Bank Rhein-Neckar hat damit einen Vorschlag aus dem Fassadenhandbuch, das die Stadt Ludwigshafen für ausgewiesene Bereiche im Stadtumbaugebiet erarbeiten ließ, in die Praxis umgesetzt.
Bismarck-Apotheke wird modernisiert
Und wieder nutzt ein privater Eigentümer Fördermittel aus dem Stadtumbauprogramm, um seine Immobilie wertbeständig und nachhaltig zu sanieren. Wolfgang Schwerdtfeger, Eigentümer des Wohn- und Geschäftsgebäudes in der Bismarckstraße 92, und sein Bruder, Matthias Schwerdtfeger, der Anfang 2010 die Leitung der Bismarck-Apotheke von seinem Vater übernommen hat, bekennen sich zum Standort Innenstadt und investieren. "Mit der Übergabe der Apotheke standen für uns ohnehin Umbaumaßnahmen an. Ich wusste, dass unser Gebäude im Sanierungsgebiet liegt", berichtet Matthias Schwerdtfeger. Er habe sich daher bei der W.E.G. WirtschaftsEntwicklungsGesellschaft über Fördermöglichkeiten erkundigt. Zusammen mit seinem Bruder fiel Mitte 2009 die Entscheidung für eine umfassende Modernisierung. "Mir ist die Gestaltung der Fassade zur Bismarckstraße besonders wichtig", erklärt der Eigentümer, der das ortsansässige Büro SCP Architekten mit der Planung beauftragt hat. Der Grundstein für das Wohn- und Geschäftshaus in der Bismarckstraße 92 wurde 1949 gelegt. In den 1960-er Jahren wurde das Gebäude um vier Etagen aufgestockt. "Die Fördermöglichkeiten haben es uns erleichtert, die Sanierung des gesamten Gebäudes in Angriff zu nehmen", sind sich die Brüder Schwerdtfeger einig. Anfang Dezember 2009 haben sie den Antrag auf Fördermittel abgegeben und bereits sieben Tage später wurde der Modernisierungsvertrag mit der Stadt Ludwigshafen unterzeichnet. Seit Februar wird das Haus energetisch saniert, optisch neu gestaltet und in Teilbereichen umgebaut. "Wir beginnen mit dem Umbau im ersten Obergeschoss. Dort wird ein vollautomatisches Warenlager eingerichtet sowie ein Labor. So ist die Apotheke während der gesamten Umbauphase voll lieferfähig und auch alle Rezepturen können den pharmazeutischen Qualitätsstandards entsprechend hergestellt werden", erläutert Matthias Schwerdtfeger. Ende März werden die Arbeiten für Kunden sichtbar – dann soll das Erdgeschoss folgen. Die Planung sieht vor, die Verkaufsfläche zu vergrößern. Dabei werden die vorhandenen Flächen im Erd- und ersten Obergeschoss zusammengelegt und über eine neue, interne Treppe miteinander verbunden. Der Grundriss wird neu konzipiert und die Innenräume komplett neu ausgebaut. "Zum Sommer hin wird die Fassade gedämmt und neu gestaltet", erklärt der Eigentümer und fügt hinzu: "Die Gestaltung der Fassade zur Bismarckstraße ist mit der Stadtverwaltung abgestimmt." Damit kommen die Empfehlungen des "Handbuchs für Fassadengestaltung" in einem weiteren Stadtumbauprojekt zum Tragen.
Rheinuferpromenade wird ausgebaut
Dank der Mittel aus dem Stadtumbau sowie aus dem Europäischen Fond für regionale Entwicklung (EFRE) kann in diesem Jahr auch ein Teil der Rheinuferpromenade ausgebaut werden. Im Einzelnen wird der Radweg, der bereits zwischen dem Gelben Haus und der Einmündung zur Kaiser-Wilhelm-Straße existiert, nach Süden bis zur Rheinallee verlängert werden. In dem Bereich zwischen dem Gelben Haus und der Konrad-Adenauer-Brücke kann eine Grünfläche mit zehn Platanen angelegt werden. Eine weitere gut 4.200 Quadratmeter große Rasenfläche entsteht zwischen der Max-Bill-Straße und dem Ruderverein. Sie wird dabei so modelliert, dass sie die Hochwasserschutzmauer kaschiert. Die Paul-Klee-Straße wird bis zum Rhein hin weitergeführt und endet mit Sitzsteinen, von denen aus dann gut die vorbeifahrenden Schiffe beobachtet werden können. Zu guter Letzt erhält die Rheinuferpromenade zwischen der Adenauer- und der Schneckennudelbrücke 22 neue Leuchten des Typs "Fantasie".
Rhein-Galerie im Zeitplan
Trotz des langen und strengen Winters konnten gut 150 Monteure die Baustelle "Rhein-Galerie" am Laufen halten. "Wir liegen nach wie vor im Zeitplan, auch wenn während einiger Tage weder Estrich- noch Gipsarbeiten möglich waren", sagt Martin Sänger, Projektleiter der ECE. Ohne Behinderung konnten die Lüftungs- und Heizungsbauer, die Sanitärinstallateure und die Elektriker arbeiten.
Der Rohbau des Gastro-Pavillons wurde vor Weihnachten fertig gestellt. Sobald es wieder wärmer ist, starten dort die Fassadenarbeiten. Im März wird die Arbeit an den Außenanlagen zügig weiter gehen und die Außenfassade der Rhein-Galerie fertig gestellt. Mit vollem Arbeitseinsatz wird die Bespannung des Membrandachs fortgesetzt, so dass dieses spätestens im August 2010 fertig sein wird. "Wir haben vor dem Winter genügend zeitlichen Puffer erarbeitet, so dass wir ganz gelassen sind. Die Eröffnung der Rhein-Galerie wird wie geplant im Herbst 2010 stattfinden", so der Ausblick von Georg Monheim, Projektleiter der ECE.
Erschließung läuft planmäßig
Ebenfalls im Zeitplan befinden sich die Arbeiten zur äußeren Erschließung des neuen Einkaufscenters. Im März wird der Ausbau der Bahnhofstraße zwischen der Ludwigstraße und der Zollhofstraße einschließlich des Kreuzungsbereichs Bahnhofstraße/Ludwigstraße fertig gestellt: Die Gehwege, Radwege und Parkplätze werden in der Zollhofstraße auf der Ostseite ausgebaut. Die Fahrbahn nördlich der Einmündung der Rampe von der A 650 in Richtung Oppau/ BASF wird auf der Westseite verbreitert. Im April ist dann vorgesehen, die Verkehrsführung in der Rheinuferstraße/ Zollhofstraße umzulegen. Der heute auf der Westseite geführte Verkehr wird auf die bis dahin fertig gestellte Fahrbahn auf der Ostseite verlegt, um die heute dem Verkehr zur Verfügung stehende Fläche ausbauen zu können. Hier entstehen dann ebenfalls ein neuer Gehweg, Radweg, Grünstreifen, eine Bushaltestelle in Höhe der Sparkasse und eine zweispurige Richtungsfahrbahn in Richtung Süden.
Informationsreihe zum Stadtumbau
Auch in diesem Jahr findet im Infozentrum Stadtumbau eine Informationsreihe zum Stadtumbau Ludwigshafen Innenstadt statt. Den Auftakt bildet am Mittwoch, 10. März, um 18.30 Uhr das Thema "Kooperatives Stadtmarketing – ein Weg zur Entwicklung von attraktiven Einzelhandelsstandorten!" Die Veranstaltung findet im Infozentrum Stadtumbau am Rathausplatz 10+12 statt. Thomas Egger aus Linz spricht über die Chancen einer ganzheitlichen Standortentwicklung – angefangen vom Standortmarketing über Beteiligung von Immobilieneigentümern bis hin zu professionellem Geschäftsstraßenmanagement (BID). Der Eintritt ist frei. Die W.E.G. als Veranstalter der Reihe bittet um Anmeldung unter der Rufnummer 0621/504-3080.
Die weiteren Termine und Themen der Informationsreihe 2010 stehen im Internet www.heutefuermorgen.de unter Ludwigshafen "diskutiert".
Gründerwettbewerb startet
Am 24. März 2010 starten die W.E.G. Ludwigshafen und die IHK Pfalz einen Gründerwettbewerb, der im Rahmen der "IHK-Gründungsinitiative: Gemeinsam handeln für eine attraktive Stadt" stattfindet. Ziel dieser Initiative ist es, Existenzgründern unter die Arme zu greifen und gleichzeitig im Rahmen des Stadtumbaus die Innenstadtentwicklung zu unterstützen: Ludwigshafen ist eine von vier bundesweit beteiligten Modellstädten. Angesprochen sind engagierte Existenzgründer aus den Bereichen Einzelhandel, Gastro-nomie und Dienstleistung. Einsendeschluss für die Bewerbung ist der 14. Juni 2010. Die Teilnahmeunterlagen für den Wettbewerb der IHK-Gründungsinitiative können angefordert werden bei der W.E.G. WirtschaftsEntwicklungsGesellschaft am Rhein mbH, Rathausplatz 10+12, 67059 Ludwigshafen am Rhein, Ansprechpartnerin ist Bettina Stier, Telefon 0621/504-3156, Telefax 0621/504-2374. Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.heutefuermorgen.de.
"Förderfibel private Immobilien"
Im Februar ist die "Förderfibel private Immobilien" erschienen. Private Eigentümerinnen und Eigentümer, die ihre Immobilie oder Ihre Eigentumswohnung modernisieren wollen, erhalten Antworten auf Fragen wie: Wer wird gefördert? Was wird gefördert? Welche Fördermöglichkeiten gibt es? Wer berät? Welche Unterlagen sind erforderlich? Was gilt es unbedingt zu beachten? Die "Förderfibel private Immobilien" liegt im Rathaus aus oder kann angefordert werden bei der W.E.G. WirtschaftsEntwicklungsGesellschaft Telefon 0621/504-3080. Weitere Informationen im Internet sowie Download des Flyers unter www.heutefuermorgen.de.