Fernsehen, Radio, Internet oder auch Handys richtig verstehen, kritisch hinterfragen und selbst mit diesen Medien arbeiten: Das können Kinder und Jugendliche bei den Angeboten von medien+bildung.com im Haus der Medienbildung in der Prinzregentenstraße. Im März bietet das Haus der MedienBildung gemeinsam mit Einrichtungen der Jugendförderung der Stadt eine Handy-Woche für Kinder und Jugendliche von acht bis 15 Jahren an.
Gegründet wurde medien+bildung.com im Jahr 2006 von der Landesmedienanstalt Rheinland-Pfalz. Die gemeinnützige GmbH ist Träger schulischer und außerschulischer Medienbildung in ganz Rheinland-Pfalz und sitzt in der Turmstraße. Insgesamt 24 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind bei medien+bildung.com beschäftigt, 16 davon in der Ludwigshafener Zentrale.
An 60 Schulen im ganzen Land sind die Medienpädagogen im Einsatz. An zwölf Schulen in der Stadt gibt es entsprechende Angebote, damit Kinder und Jugendliche praktische Kenntnisse im Umgang mit Medien erwerben können. Im Vordergrund stehen dabei auch der Jugendmedienschutz und die präventive Arbeit: "Wer etwas gut kennt, der kann auch die Risiken besser einschätzen und die Vorteile besser für sich nutzen", ist Hans-Uwe Daumann überzeugt.
Ein gutes Beispiel für die Arbeit in den Schulen ist für Hans-Uwe Daumann, den stellvertretenden Geschäftsführer von medien+bildung.com sowie Katja Mayer, die Leiterin des Hauses der Medienbildung, das Pausenradio an der Anne-Frank-Realschule. "Ob inhaltliche Vorbereitung, Technik oder eine Moderation: Bei der praktischen Arbeit mit dem Medium Radio lernen die Schülerinnen und Schüler auch, sich etwas zuzutrauen, werden selbstbewusst und auch medienbewusster, erfahren eine Bestätigung für ihren Einsatz", so Daumann.
Neben der Medienbildung in den Schulen ist die Arbeit in offenen Einrichtungen der Kinder- und Jugendarbeit ein weiteres Standbein von medien+ bildung.com und Haus der Medienbildung. Einmal bietet das Haus der Medienbildung ein eigenes Programm mit Workshops, Kursen und Veranstaltungen für Kinder und Jugendliche. Radio-Werkstatt, Drehbuchseminar, Special Effects, Schnitt und Montage oder Mangazeichnen sind nur einige Beispiele aus dem Angebot.
Auch die Jugendredaktion "Zoom" sucht weitere Mitstreiterinnen und Mitstreiter. Wer sein "Freiwilliges soziales Jahr" dort ableisten möchte, kann sich jetzt im Frühjahr bewerben. Besonders freuen sich Daumann und Mayer, wenn sie verfolgen können, wie sich Jugendliche zum Beispiel über ihre Arbeit in der Jugendredaktion auch in anderen gesellschaftlichen Bereichen engagieren.
Sehr zufrieden ist Katja Mayer mit der Zusammenarbeit mit den verschiedenen Bereichen der Jugendarbeit in der Stadt. "Wir haben gute Kontakte zu den Jugendkultureinrichtungen, wie zum Beispiel dem Kunstverein, und der Jugendförderung. Deswegen freuen wir uns auch sehr, dass wir jetzt aktuell mit dem Handy-Projekt diese gute Kooperation fortsetzen werden", erläuterte Katja Mayer im Gespräch mit der neuen Lu.
Woche rund ums Handy
Organisiert wird die Projektwoche rund ums Handy von den städtischen Jugendfreizeitstätten Ernst Bloch und Ruchheim in Kooperation mit medien+bildung. com.
"Was kann dein Handy?" Diese oder ähnliche Fragen gehören zum Standartrepertoire von Kindern und Jugendlichen. "Nach einer Studie nutzen zwei Drittel aller Jugendlichen täglich ein Handy. Das Handy ist ein entscheidender Faktor in der Lebenswelt junger Leute", so Anja Sowada von der Jugendfreizeitstätte Ernst Bloch. Beim „Handy-Treff“ gehe es darum, Kindern und Jugendlichen aus dem gesamten Stadtgebiet neue, kreative Möglichkeiten der Handynutzung aufzuzeigen.
Start ist am Dienstag, 16. März, von 15 bis 18 Uhr in der JFS Ruchheim. Kinder im Alter von acht bis zwölf Jahren können hier ihr Handy noch mal ganz neu kennen lernen.
Am Mittwoch, 17. März, von 16 bis 19 Uhr sind alle Jugendlichen ab zwölf Jahre in die JFS Ernst Bloch eingeladen. Auch hier geht es darum, mit bekannten Features in neuen Kontexten umzugehen. Weiter geht es am Donnerstag, 18. März, von 16 bis 19 Uhr in der JFS Ernst Bloch. An diesem Tag lautet das Motto: "das Handy und Internet". Dabei werden auch Themen wie "Privatsphäre im Netz" und auf "Happy Slapping" und "Cyber-Mobbing" angesprochen. Ziel ist es, Jugendliche zu sensibilisieren und auf die Folgen solcher Veröffentlichungen aufmerksam zu machen.
Zum Abschluss steht am Freitag, 19. März, für alle Kinder und Jugendlichen ab acht Jahren Geocaching in Oggersheim auf dem Programm. Treffpunkt ist 15 Uhr an der JFS Ernst Bloch. Geocaching ist eine moderne Art der Schnitzeljagd. Mithilfe von GPS-Empfängern oder dem Handy und Koordinaten müssen bestimmte Punkte erreicht und Aufgaben gelöst werden.
Für die ganze Woche gilt: Ein eigenes Handy ist für die Teilnahme keine Vorraussetzung, wer will, kann aber gerne sein eigenes Handy mitbringen. Die Teilnahme ist kostenfrei, aus Kapazitätsgründen wird um eine Anmeldung gebeten.
Infos und Anmeldung:
medien+bildung.com, Katja Mayer, Telefon 9634980,
oder Jugendfreizeitstätte Ruchheim, Stephanie Damboer, Telefon 504-2858.