Seit Dezember 2009 werden in der Ludwigstraße zur Mittagszeit Auswahlmenüs nach französischem Vorbild serviert. Wo vor vielen Jahren noch Schuhe im Schaufenster präsentiert wurden, aber auch lange Zeit Leerstand herrschte, ist wieder Leben eingekehrt: Das neue "Salamander" bereichert als Restaurant, Café und Weinbar das innerstädtische Leben.
Die Idee in der Ludwigstraße ein gastronomisches Angebot einzurichten und damit einen kleinen Beitrag zur Aufwertung der Innenstadt zu leisten, hat Michael Obermeier, Geschäftsführer der LU-Projektgesellschaft, aktiv verfolgt und entschlossen umgesetzt. Zeitlich fiel seine Entscheidung mit der Schließung des traditionsreichen Unternehmens Kaffee König zusammen. Mit Jean-Philippe Aiguier als Betreiber des "Salamander" ist es ihm gelungen, einen erfahrenen Gastronom zu finden. Die von ihm geleitete Landgastronomie Hofgut Ruppertsberg bei Deidesheim ist in der Region ein Begriff.
"Ich verfolge für meine Objekte nachhaltige Nutzungskonzepte. Bei der Suche nach potentiellen Mietern für das Erdgeschoss hatten mir Makler relativ schnell drei unterschriftsreife Verträge für Billigshops vorgelegt, die ich abgelehnt habe", erklärt Michael Obermeier, der seine Investition im größeren Zusammenspiel von Standort und Zeit sieht. Er fügt hinzu: "Will ich Mieter wie die Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz oder eine Anwaltskanzlei längerfristig an mein Haus binden, kann ich das Erdgeschoss nicht an irgendeinen Ein-Euro-Shop vergeben. Auch für das Erscheinungsbild und die Entwicklung der Ludwigstraße selbst wäre das kein sinnvoller Ansatz."
Seine unternehmerische Überzeugung steht ganz im Sinne des nachhaltigen Stadtumbaus "Heute für Morgen", obwohl er für die Modernisierung des Gebäudes in der Ludwigstraße 65 keine Fördermittel der Stadt Ludwigshafen beansprucht hat. "Als positiv und hilfreich empfinde ich besonders Randerscheinungen des Stadtumbauprozesses. Die Stadtverwaltung, vor allem einzelne Ämter wie zum Beispiel das Ordnungsamt oder das Baudezernat sind sensibilisiert, schließen sich kurz und sind darum bemüht, Lösungen für Anliegen eines Investors zu finden", so Michael Obermeier.
Die Konzeption für die Modernisierung der oberen Geschosse ist ebenfalls von dem Streben nach Nachhaltigkeit und damit nach langfristiger Bindung der Mieter getragen. So wurden die Mieteinheiten in den Obergeschossen den Anforderungen und Wünschen der Nutzer entsprechend geplant und umgebaut.
"Die Architektur des Gebäudes in der Ludwigstraße 65 hatte mich überzeugt. Der Skelettbau bietet ideale Möglichkeiten, individuell abgestimmte Grundrisse zu realisieren", erinnert sich der Eigentümer an die Kaufentscheidung. Da die Wohnungen im Gebäude barrierefrei umgebaut werden und zudem ein Aufzug neu erstellt wird, fließen Fördermittel über das Land Reinland-Pfalz. "Natürlich kosten nachhaltige Konzepte oftmals mehr Geld, doch dafür werden diese auch gefördert", stellt Michael Obermeier abschließend fest.