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NeueLu Mai / Juni 2004

"Die Stadt soll wieder aufblühen"

Mit einer beispiellosen Gemeinschaftsaktion brachten Bürgerinnen und Bürger, Handel, Gewerbe, Industrie, Banken, Gastronomie und Schulen Ludwigshafen im Jubiläumsjahr 2003 zum Blühen. Das Engagement beeindruckte auch die Jury des Bundeswettbewerbs "Entente Florale". Sie verlieh der "Stadt im Grünen" 2002 die Silbermedaille und 2003 die Goldmedaille beim Bundeswettbewerb "Entente Florale". Die neue Lu sprach mit Bau- und Umweltdezernent Ernst Merkel, wie es mit dem Grün in Ludwigshafen weitergeht.

neue Lu: Herr Merkel, kann nach so einem erfolgreichen Jahr 2003 die Stadt nochmals so üppig aufblühen?

Merkel: Im vorigen Jahr haben sehr viele Akteure ihren Beitrag zur Verbesserung des Wohnumfeldes geleistet und sich mit tollen Ideen eingebracht. Ich denke, diesen Schwung können wir mitnehmen. Wenn alle mitmachen, dann werden wir uns auch wieder über florale Akzente freuen können, dann wird die Stadt wieder aufblühen. Unsere stadtinterne Arbeitsgruppe tagt weiter, produziert Ideen und wird auch weiterhin versuchen, viele Mitstreiter zu gewinnen.

neue Lu: Sind schon erste Erfolge zu verzeichnen?

Merkel: Das Management des Rathaus-Centers und die Gastronomen im Bürgerhof setzen die Oleander-Kirschlorbeer-Aktion fort und auch die Barmer Ersatzkasse schmückt wieder ihr Haus an der Ludwigstraße mit Geranien. Die Anlieger des Ludwigsplatzes sorgen dafür, dass die Blumenampeln bestückt werden. Das Unternehmen BK Giulini hat zugesagt, zwei Grünstreifen an der Rheingönheimer Straße zu "übernehmen" und das "Bauhaus" gestaltet gemeinsam mit der GeBeGe den Oderkreisel im Gewerbegebiet Westlich B9. Dort wird auch "Hornbach" wieder die Bepflanzung eines Grünstreifens übernehmen. Mit sechs Fahnen und einem tollen Grün wird der Hemshofkreisel von der BASF ausgestattet.

neue Lu: Gibt es Signale aus den Stadtteilen?

Merkel: Hier sind sowohl die Wohnungsbaugesellschaften, die jeweiligen Ortsvorsteherinnen und Ortsvorsteher, der Grüne Kreis, als auch ansässige Vereine sehr aktiv. Für die Aktionstage des Marketing-Vereins Ludwigshafen gibt es zum Beispiel aus Friesenheim die Zusage, bestimmte Flächen an der Sternstraße, am Ruthenplatz und an der Rheinfeldstraße zu bepflanzen. Die GAG plant einen Spielplatz in der Gartenstadt anzulegen. Die Luwoge will in der Pfingstweide die Endhaltestelle mit Blumenbeeten verschönern und Garagenhöfe begrünen. In Rheingönheim engagiert sich die Paddler Gilde, die Mozartschule und die Turngesellschaft "Frei Heil". Der SV Südwest übernimmt die Patenschaft eines Blumenkübels am Ernst-Bloch-Platz. Das sind nur einige Beispiele. Besonders freut mich, dass die Ortsvorsteherinnen und Ortsvorsteher nicht müde werden, in ihrem Stadtteil Paten für Bäume, Grünflächen und Spielplätze zu finden oder zu Baumspenden aufzurufen.

neue Lu: Welcher Beitrag kommt in diesem Jahr von der Stadtverwaltung?

Merkel: Natürlich mussten wir auch im Bereich Grün unseren Beitrag zur Haushaltskonsolidierung leisten. Standen vor drei Jahren noch 7,8 Millionen Euro für die Pflege der 1.200 Hektar Grünflächen zur Verfügung, sind es im Jahr 2004 nur noch 6,7 Millionen Euro. Ein neues Pflegekonzept gewährleistet, dass auch mit diesem Budget und dem jetzigen Personalstand alle Parkanlagen und Grünzonen in einem ordentlichen, sauberen Zustand gehalten werden können. Selbstverständlich wird die City wieder herausgeputzt, die Beete, Wasserbecken, Kübel bepflanzt, die Palmen aufgestellt und der Ludwigsplatz auf Vordermann gebracht. Insgesamt werden 80.000 Sommerflorpflanzen das Stadtbild verschönern.

neue Lu: Ihre persönliche Empfehlung für einen Frühlingsspaziergang?

Merkel: Für mich ist der Ebertpark im Monat Mai ein absolutes Highlight! Gärtnermeister Harald Sauer von unserem Bereich Grünflächen hat, wenn es um Blumenarrangements geht, einen wahrhaftig grünen Daumen. So verwandelt er auch in diesem Jahr wieder den Bereich vor dem Turmrestaurant in ein Meer von Tausenden von Blumen. Canna, Ziertabak und Ziergemüse überragen dabei unzählige Fleißige Lieschen, Geranien und Begonien - einfach eine Augenweide und ein Tipp für den Sonntagsspaziergang!

neue Lu: An wen wenden sich Bürgerinnen und Bürger, die sich im Bereich Grün engagieren wollen?

Merkel: Sponsoren für Grünflächen, Verkehrskreisel, Paten für Jubiläumslogos, Spielplätze und Bäche wenden sich an Susanne Ziegler, Bereich Stadtentwicklung, Telefon 504-2007, oder an Helmut Seither, Bereich Grünflächen und Friedhöfe, Telefon 504-3264. Natürlich gibt es auch die Möglichkeit, sich in einem der zahlreichen Natur- und Umweltschutzverbände zu engagieren. Allein der Grüne Kreis, dessen Mitglied ich gerne bin, unterstützt die Stadt mit zahlreichen Baumpflanzaktionen; er organisiert den Geranienmarkt und ruft alljährlich zum Blumenschmuckwettbewerb auf. Ansprechpartnerin für Spenden und Neumitglieder ist Gabriele Wolter, Leiterin des Bereichs Grünflächen und Friedhöfe, sowie Zweite Vorsitzende des Grünen Kreises, Telefon 504-3067.

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