Gemeinsam mit der Werkfeuerwehr der BASF stellte die Berufsfeuerwehr der Stadt den ersten "Externen Notfallplan für schwere Unfälle mit gefährlichen Stoffen" in Rheinland-Pfalz vor.
Die Stadt Ludwigshafen ist zuständig für die Gefahrenabwehrplanung und hat den "Externen Notfallplan zur Beherrschung der Gefahren bei schweren Unfällen mit gefährlichen Stoffen" zu erstellen. Dies geschieht gemeinsam mit den Betrieben unter Berücksichtigung der internen Notfallplanung der Unternehmen.
Der Notfallplan regelt das Zusammenwirken der unterschiedlichen Beteiligten auch über die kommunalen Grenzen hinaus. Dabei stellen die Beteiligten erstmals auch Szenarien der Schadensereignisse dar.
"Mit dieser Planung hat Ludwigshafen die Vorreiterrolle in Rheinland-Pfalz übernommen, ist als Stadt der Chemie gut aufgestellt und bemüht sich um größtmögliche Sicherheit für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt", erklärt Bürgermeister Wilhelm Zeiser, in dessen Ressort die Berufsfeuerwehr der Stadt fällt. "Zum ersten Mal wird die Vorsorge, die Hilfe und die Nachsorge in einem Plan ganzheitlich erfasst. Wir leben damit in Ludwigshafen und in der Region in einer sehr guten Sicherheitspartnerschaft."
Ein weiteres Novum im Verfahren: Der Plan wurde öffentlich zur Einsichtnahme ausgelegt, die Notfallplanung wird damit transparent. "Das Gefahrenpotential wird damit offen gelegt und der Umgang damit zur Daueraufgabe für alle Beteiligten", so Bürgermeister Zeiser.
"Unser Konzept endet nicht mit der Gefahrenbeseitigung", beurteilt Peter Friedrich, kommissarischer Leiter der Ludwigshafener Berufsfeuerwehr, den Vorteil der neuen Planung: "Nach dem Einsatz der Feuerwehr vor Ort ist die Arbeit des Lenkungsstabes bei der Feuerwehr nicht zu Ende, lediglich die Verantwortung wechselt von der Feuerwehr zu den weiteren Beteiligten, bis der Normalzustand wieder hergestellt ist."