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NeueLu Mai / Juni 2004

Wie Menschenbilder entstehen

Wie hat sich aktuell das menschliche Bewusstsein im Bezug auf die Politik oder die Rechtssysteme verändert? Wie sieht das Menschenbild der global agierenden Unternehmen aus? Um diese Fragen geht es unter anderem in einer neuen Diskussions-Reihe im Ludwigshafener Ernst-Bloch-Zentrum. In dieses Spektrum reiht sich auch die Tagung "Vom Nutzen und Nachteil des Homo Oeconomicus in der globalisierten Gesellschaft" ein, die am Freitag, 25. Juni 2004, von 10 bis 17 Uhr, ebenfalls im Wissenschaftsinstitut an der Walzmühlstraße 63 stattfindet.

Sechs Themen werden in der neuen Reihe, die im Rahmen des "Forums Philosophie" läuft, aus den unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchtet. Debattiert wird über Politik, Rechtssysteme, Medien, Naturwissenschaft, Bildungswesen und Ökonomie. Die Menschenbilder und deren philosophische und (inter)kulturelle Grundlagen werden dabei auf die genannten gesellschaftlichen Handlungsfelder bezogen und im Hinblick auf die zu führenden Debatten der Zukunft analysiert.

Den Auftakt bestreiten Dr. Heiner Geißler, Bundesminister a. D. und Prof. Dr. Julian Nida-Rümelin, ehemals Staatsminister für Kultur und Medien, mit dem Thema "Das Menschenbild in der Politik". Demokratischer Verfassungsstaat, Recht auf Opposition, Mitbestimmung, Meinungsfreiheit, Stimme des Individuums bilden dabei die Stichpunkte. Diese Veranstaltung am Dienstag, 11. Mai, 19 Uhr, moderiert Dietrich Brants vom SWR. Der Eintritt beträgt 8 Euro, ermäßigt 4 Euro. Die gesamte Reihe wird in Kooperation mit der Johannes Gutenberg-Uni-versität Mainz und dem Forum Philosophie & Wirtschaft veranstaltet und gesponsert von der Zukunftsinitiative Rheinland-Pfalz (ZIRP) sowie der Stiftung Ernst-Bloch-Zentrum.

Bei der zweiten Diskussion am Donnerstag, 1. Juli 2004, 19 Uhr, mit Prof. Dr. Joachim Perels (Universität Hannover), Prof. Dr. Christian Pfeiffer (Kriminologisches Forschungsinstitut Niedersachsen) kommt "Das Menschenbild in den Rechtssystemen" zur Sprache. Weitere Themen folgen im Herbst und im Jahr 2005, unter anderem mit Prof. Dr. Jochen Hörisch (Universität Mannheim), Prof. Dr. Gebhard Kirchgässner (Universität Sankt Gallen) und PD Dr. Reiner Manstetten (Universität Heidelberg).

 

Die Tagung "Vom Nutzen und Nachteil des Homo Oeconomicus in der globalisierten Gesellschaft" am 25. Juni 2004 beschäftigt sich mit der Frage, welche Menschenbilder das Spannungsfeld von Wirtschaft und Gesellschaft hervorbringt. Weitergehende Fragen, wie "Handelt es sich dabei um idealtypische Leitbilder oder um Abbildungen der Wirklichkeit? Spiegelt der Homo Oeconomicus - als ein spezifiziertes Menschenbild - die Sicht der Gesellschaft auf die Wirtschaft wider oder ist es die Sicht der Wirtschaft auf die Gesellschaft?", rücken dabei ins Zentrum der Gespräche. Redner und Diskutanten sind unter anderem Prof. Dr. Malte Faber, Prof. Dr. Helmut Klages, PD Dr. Reiner Manstetten, Prof. Gerhard Raab, Dr. Klaus-Philipp Seif, Prof. Dr. Andreas Suchanek. Die Moderation übernimmt Robert von Heusinger (Die Zeit). Veranstaltet wird dieser Tag vom Forum Philosophie & Wirtschaft in Zusammenarbeit mit dem Ernst-Bloch-Zentrum und der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Finanzielle Unterstützung leisten die Stadtsparkasse Ludwigshafen und die Stiftung Ernst-Bloch-Zentrum. tim

 

Weitere Informationen: Ernst-Bloch-Zentrum, Walzmühlstraße 63, Ludwigshafen

Telefon: 504-2041/-3041,

Telefax: 504-2450, E-Mail: info@bloch.de bloch-stiftung@bloch.de Internet: www.bloch.de und www.ludwigshafen.de

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