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Einladend und multifunktional

Pfalzbau wird bis Herbst 2008 saniert und neu gestaltet

Während Hansgünther Heyme dafür sorgt, dass sein Publikum bei den III. Festspielen Ludwigshafen im Corso Film Theater und in der Eberthalle auch weiterhin Kultur genießen darf, haben von Juni ab im Pfalzbau 15 Monate lang ausschließlich Handwerker, Techniker und Ingenieure das Sagen. Sie bringen für 25 Millionen Euro die 40 Jahre alte gute Stube sicherheits- und brandschutztechnisch auf den vorschriftsmäßigen Stand, verbessern die Funktionalität der Tagungsräume und des Kongresszentrums und gestalten das Entree und die Foyers neu.

Allein 20 der 25 Millionen Euro entfallen auf notwendige Sanierungsmaßnahmen. Dazu gehören erhebliche Sicherheitsmängel, deren Behebung die Unfallkasse, der TÜV und der Brandschutzgutachter der Stadt auferlegten. Um der drohenden Stilllegung des gesamten Spielbetriebs entgegenzuwirken, konnten in Absprache mit der Theaterleitung in den Jahren 2005 und 2006 während der Spielpause die Bühnentechnik erneuert und der Brandschutz sowie die Haustechnik auf Vordermann gebracht werden. Die Fortführung der Sicherheits- und Sanierungsmaßnahmen in den Foyers und im Kongressbereich erfordern nun die Schließung des gesamten Pfalzbaus bis Herbst 2008. Umgesetzt worden ist bis dahin der Entwurf der Arbeitsgemeinschaft des Architekten Heribert Wiesemann aus Köln und des Innenarchitekten Wolfgang Strobl aus Mühlheim, die den im Jahr 2005 ausgeschriebenen Architektenwettbewerb zur Neugestaltung der Foyers gewannen. Mit einem Kostenvolumen von rund 5,6 Millionen Euro werden Bodenbeläge, Wand- und Deckenverkleidungen erneuert und die jeweiligen Garderobenbereiche so umgestaltet, dass im Bereich des Theaters ein 42 Quadratmeter großer Raum für Kinder und Jugendtheater und im Bereich des Kongresszentrums ein 250 Quadratmeter großes Studio für Tagungen, Kleinkunst, Messen und Ausstellungen entsteht. Anstatt über vier verfügt die Lukom dann über sechs Tagungsräume, das Raucherfoyer entwickelt sich zum gläsernen Foyer, das gestalterisch und technisch aufgerüstet und vom Platz her über eine Außentreppe erreichbar sein wird. Besonders ins Auge springt, dass der bisherige Eingangsbereich zum Theaterplatz um 70 Quadratmeter erweitert wird. Hier können sich Besucher Tickets kaufen, einen Kaffee trinken und in Büchern und Zeitschriften schmökern.

"Der Pfalzbau ist mit seiner unverwechselbaren Architektur und seiner Multifunktionalität einer der größten und schönsten Anziehungspunkte in Ludwigshafen und der Metropolregion. Neben den unverzichtbaren Investitionen in die Sicherheitstechnik bin ich froh, dass der Stadtrat mehrheitlich zustimmte, das Gebäude mit einem Fünftel der Gesamtkosten auf die heute erforderlichen Nutzungsfunktionen anzupassen und gestalterisch aufzuwerten. Ich freue mich, möglichst viele Theater- und Konzertfreunde zur Eröffnung der Saison im Herbst 2008 begrüßen zu dürfen", so OB Dr. Eva Lohse.

Diese Maßnahme gehört zum Handlungskonzept Innenstadt: Mit dem Umbau der City stemmt Ludwigshafen eines der größten und komplexesten Projekte seiner Stadtentwicklung. Viele Vorhaben greifen dabei ineinander, und es werden die verschiedensten Bereiche städtischen Lebens wie wohnen, arbeiten, einkaufen, lernen oder ausgehen berührt. Ludwigshafen baut, plant, diskutiert, pflanzt, gestaltet, inszeniert und unternimmt noch vieles mehr. Ziel ist es, die Stärken der Stadt am Rhein weiter auszubauen. Öffentliche Hand und private Investoren, Bürgerschaft und Verwaltung handeln heute gemeinsam für morgen.   rik

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