|
In bislang einmaliger Bandbreite präsentieren das Wilhelm-Hack-Museum (WHM) Ludwigshafen und die Kunsthalle Mannheim in einer gemeinsamen Einzelausstellung rund 140 Arbeiten von Anton Henning, Jahrgang 1964. Unter dem Titel "Antonym" sind die Werke vom 16. Mai bis 16. August zu sehen. Eröffnung ist am 15. Mai, 18 Uhr.

Das WHM vermittelt mit 100 Gemälden, Skulpturen, Zeichnungen und Videoarbeiten einen umfassenden Einblick in das Werk des multimedial arbeitenden Künstlers - von 1990 bis in die jüngste Gegenwart. Die Palette der Werke reicht von den frühen Fotoübermalungen und Schwarz-Weiß-Bildern, in denen Henning den Realismus der Fotografie mit gezielten malerischen Eingriffen spielerisch konterkariert, über die Jazzbilder in der Ästhetik psychedelischer Kunst der späten 1960er-Jahre bis hin zu den ornamental arabesken Interieurs und Pin-ups. Ziel der Ausstellung ist es, Hennings überbordend opulenten Bilderkosmos in einer nach Motivgruppen geordneten Darstellung zu gliedern, jedoch gleichzeitig ein Gefühl für die vielfältigen Querverweise und parallel nebeneinander existierenden künstlerischen Strategien zu wecken. Für das WHM bildet die Ausstellung Anton Henning daher einen programmatischen Auftakt für eine neue Ausrichtung des Ausstellungsprogramms, das eine Brücke schlagen soll zwischen den konstruktiv-konkreten und figürlich-expressiven Sammlungsteilen des Museums. In ganz anderer Form beleuchtet die Kunsthalle Mannheim das Schaffen Anton Hennings. Mit 40 ausgestellten Gemälden, Objekten, Sitzmöbeln und Plastiken verwandelt der Künstler die Ausstellungsräume in einen atmosphärisch aufgeladenen Ort, an dem Porträt und Stillleben, Interieur- und Landschaftsbild, Skulptur und Film in spannungsvollem Wechsel ineinandergreifen. Zur Ausstellung ist auch ein gemeinsames Rahmenprogramm geplant, unter anderem Führungen, Kuratorengespräche, Vorträge sowie Workshops für Kinder und Jugendliche.
Die beiden Kultureinrichtungen laden am Mittwoch, 20. Mai, von 16 bis 20 Uhr, Pädagoginnen und Pädagogen zu einer Doppel-Führung ein. Dabei besteht die Gelegenheit, die Ausstellung "Anton Henning – Antonym" kennen zu lernen.
Ab 29. Mai zeigt das Wilhelm-Hack-Museum die Werke, die zuvor von Experten als "Kostbarkeiten" des Museums ausgewählt wurden. Bis zum 2. August werden die Schätze der Kultureinrichtung unter dem Thema "simply the best" ausgestellt.
Weitere Informationen im Internet unter www.wilhelmhack.museum.
|