Béjart Ballet zu Gast - Hiphop-Theater und Mummenschanz für junges Publikum
Mit 17 internationalen Tanz- und Schauspielproduktionen sind die II. Festspiele Ludwigshafen unter der künstlerischen Leitung von Pfalzbau-Intendant Hansgünther Heyme in die zweite Saison gegangen. Zu den Höhepunkten der kommenden Wochen zählen die Aufführung von William Shakespeares "Sommernachtstraum" in portugiesischer Sprache oder die Hiphop-Theaterproduktion "Cage". Wieder zu Gast in Ludwigshafen ist das Béjart Ballet Lausanne: In der Choreografie von Maurice Béjart zeigen die Tänzer "Zarathustra. Das Lied vom Tanz". Abschluss ist am 16. Dezember mit dem originellen Ukulele-Orchestra.
Das "Ukulele Orchestra of Great Britain" besteht ausschließlich aus Ukulelen - hawaiischen Gitarren, die alle Aufgaben des Orchesters übernehmen. Es stehen Stücke auf dem Programm, deren Bandbreite von Jazz über Punk bis hin zu Heavymetal reicht - alles in akustischen Versionen und ohne jedes Schlagzeug. Seit 1985 spielen die Meister der Ukulelen, stets in Smokings gekleidet, alles von Klassik bis Rock'n Roll.
Einen ebenfalls avantgardistischen Ansatz verfolgt der Brasilianer Marcio Meirelles. Am 12. und 13. November, um jeweils 19.30 Uhr, ist seine Inszenierung von William Shakespeares "Sommernachtstraum" in portugiesischer Sprache zu sehen. Mit "Sonho de uma noite de verão" möchte Meirelles den unverfälschten Humor und die natürliche Erotik des Stücks einfangen und wiedergeben. Aus diesem Grund stellt er beispielsweise die Elfen im Schauspiel nicht als entrückte Fantasiewesen dar. Vielmehr werden sie durch die Ureinwohner Brasiliens, Neuseelands und Afrikas verkörpert. Auch die Rolle des Puk, der als Straßenkind dargestellt wird, verbindet Meirelles mit seiner Heimat. Das Theaterstück wird mit deutschen Übertiteln aufgeführt.