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Eine andere, nicht ganz so bekannte Seite des berühmten Schriftstellers Günter Grass stellt das Ernst-Bloch-Zentrum vor. In einer Ausstellung vom 14. November 2007 bis 24. Januar 2008 sind in den Räumen des Wissenschaftsinstituts, Walzmühlstraße 63, Graphiken und Skulpturen des Literatur-Nobelpreisträgers zu sehen. Einen glanzvollen Akzent im Rahmen der Feierlichkeiten zum zehnjährigen Bestehen setzt auch das Zukunftssymposium "future:lab" mit dem Thema "Europa – kreativ. Kulturregion(en) im Aufbruch" am 22. November.
Unter dem Titel "Metamorphosen der Wirklichkeit" steht die Ausstellung von Günter Grass. Das bildkünstlerische Werk ist eng mit dem literarischen Werk des Nobelpreisträgers verbunden, steht aber auch eigenständig neben ihm und biographisch sogar vor ihm: Die in Zusammenarbeit mit dem Günter-Grass-Haus in Lübeck erstellte Ausstellung ist eine Hommage an das Mehrfachtalent Günter Grass, der am 16. Oktober 2007 seinen achtzigsten Geburtstag feierte. Die Ausstellung, zu der eine Einladung erforderlich ist, wird am Dienstag, 13. November, 19 Uhr, offiziell eröffnet. Der Eintritt beträgt 6 Euro, ermäßigt 3 Euro.
Die weitere Entwicklung Europas aus dem kulturellen Erbe seiner Städte und Regionen, die Gestaltungskraft der Kultur und Künste und das kreative Netzwerk der Metropolregion Rhein-Neckar werden am Donnerstag, 22. November, von 10 bis 21 Uhr im Mittelpunkt von "future:lab 2007" stehen. Den Eröffnungsvortrag "Europa kreativ – Ein utopisches Projekt" hält Dr. Robert Menasse, Schriftsteller aus Wien. Es begrüßt Oberbürgermeisterin Dr. Eva Lohse. Um 11 Uhr beginnt das Zukunftsforum I zum Thema "Zukunft aus Vergangenheit – Die Gestaltung Europas aus dem kulturellen Erbe seiner Regionen". Nach dem Fachvortrag "Kultur der Städte und Regionen: Werte für Europa!" von Dr. Dieter Bartetzko (Frankfurter Allgemeine Zeitung) diskutieren Detlof Graf von Borries (Künstler, ehem. Stiftung Rheinland-Pfalz für Kultur), Guy Dockendorf (Koordinator der amtierenden Kulturhauptstadt Europas Luxemburg), Prof. Dr. Thomas Friedrich (Hochschule Mannheim), Prof. Dr. Burghart Schmidt (Hochschule für Gestaltung Offenbach) und Dr. Dieter Bartetzko. Es moderiert der Journalist Prof. Dr. Hansjürgen Rosenbauer. Im Zukunftsforum II "Europas kreative Ausdruckskraft" ab 14 Uhr konzentriert sich das Symposium auf die Literatur, die sich mit Europa beschäftigt. Nach einer Lesung des bosnischen Erzählers, Dramatikers und Essayisten Dževad Karahasan und einem Impulsstatement des österreichischen Schriftstellers Prof. Dr. Josef Haslinger (Deutsches Literaturinstitut Leipzig) diskutiert eine "Literarische Runde" die Fragestellung "Europa bewegt uns! – Wie bewegen wir Europa?" mit Beiträgen von Tina Balla (signandsight.com), Josef Haslinger, Dr. Florian Höllerer (Literaturhaus Stuttgart), Prof. Dr. Jochen Hörisch (Universität Mannheim) und Dževad Karahasan. Moderator ist Steve Austen (Felix Meritis Stiftung Amsterdam). Um 16.30 Uhr läutet Dr. Márton Méhes (Koordinator Kulturhauptstadt Pécs 2010, Ungarn) mit seinem Fachvortrag "Aufbruch der Kulturregion hin zu Europa" das Zukunftsforum III zum Thema "Die kreative Region: Europas Netzwerk von unten" ein. Als Vertreter von Kultureinrichtungen der Metropolregion Rhein-Neckar, deren Programm von europäischer Bedeutung ist, liefern in der anschließenden Diskussion neben Dr. Márton Méhes Prof. Udo Dahmen (Popakademie Baden-Württemberg, Mannheim), Prof. Hansgünther Heyme (Theater im Pfalzbau, Ludwigshafen), Johan Holten (Heidelberger Kunstverein), Dr. Michael Kötz (Freie Akademie der Künste Rhein-Neckar) und Rainer Neumann (Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz, Ludwigshafen) Impulsstatements und Beiträge. Die Moderation übernimmt der Chefredakteur der "Rheinpfalz", Michael Garthe. Um 18.30 Uhr erfolgt die Preisverleihung für den Literaturwettbewerb "Europa – kreativ". Nach der Lesung des Siegerbeitrags werden die zehn Gewinner durch Oberbürgermeisterin Dr. Eva Lohse geehrt. In der Vortragsreihe "Was leisten Formeln in der Kommunikation" referiert am Donnerstag, 8. November, 19 Uhr, über "Formeln/Schlüsselwörter im Deutschen der Gegenwart" Prof. Dr. Wolf-Andreas Liebert, Universität Koblenz-Landau. Einen Vortrag über "Formeln als Aussageinstrument im Alten Testament und seinen Übersetzungen (am Beispiel der Propheten)" hält Privat-Dozent Dr. Andreas Wagner M.A., Mainz/Heidelberg, am Donnerstag, 13. Dezember, 19 Uhr. Veranstalter sind die Gesellschaft für deutsche Sprache, Zweig Pfalz, in Kooperation mit dem Ernst-Bloch-Zentrum. Auskünfte erteilt Andreas.Wagner@wts.uni-heidelberg.de.
Informationen zu den Terminen und Veranstaltungen im Ernst-Bloch-Zentrum gibt es unter Telefon 504-2202/-3041 oder auf der Homepage www. bloch.de.
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