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neueLu November/Dezember 2007

"Rhein-Galerie öffnet 2010"

ECE legt konkrete Hochbau-Planung vor – Stadtumbau schreitet voran

Im Frühjahr kommenden Jahres will die ECE mit dem Bau der Rhein-Galerie am Zollhofhafen beginnen. 2010 ist die Eröffnung geplant. Rund 200 Millionen Euro investiert das Hamburger Unternehmen in Ludwigshafen. Die weiter entwickelten Pläne für das Einkaufscenter sowie den angrenzenden Stadtplatz stellte ECE im September der Öffentlichkeit vor.

 

 

Die Idee, die Stadt an den Rhein zu bringen, sei bei den weiteren Planungen konsequent verfolgt worden, erläuterte ECE-Architekt Andreas Teigeler. Das Einkaufscenter selbst zeichne sich vor allem durch sein markantes Dach aus Glasfasergewebe aus, wie es beispielsweise bei großen Sportarenen verwendet wird. Die Architektur nimmt das Motiv des fließenden Wassers auf, zitiert das Element auch in der Innen­aus­stattung und lässt es in Formen lichter elliptischer Glasdächer zur Geltung kommen. "Die Rhein-Galerie wird ein Center für die ganze Metropolregion", betonte Jens Jäpel, der von Seiten der ECE für das Ludwigshafener Projekt verantwortlich ist. Eröffnet werden soll das neue Center nach rund zweijähriger Bauzeit im Frühjahr 2010. Insgesamt sollen auf einer Verkaufsfläche von rund 30.000 Quadratmetern 120 Geschäfte einziehen. Dabei wird der Schwerpunkt nach ECE-Angaben klar im Bereich der Bekleidung liegen.

ECE investiert 200 Millionen Euro

Rund 200 Millionen Euro, 20 Millionen Euro mehr als ursprünglich geplant, investiert ECE am Zollhofhafen. "Mit diesem privaten Investment wird der Einkaufs- und Wirt-schaftsstandort Ludwigshafen deutlich gestärkt. Im neuen Center entstehen rund 1.200 Arbeitsplätzen. Mit der nun vorgestellten Architektur wird sich die Rhein-Galerie klar von den benachbarten Centern abheben. Der Stadtplatz ist so konzipiert, dass die direkte Sichtbeziehung zum Rhein besteht. Wichtig ist mir vor allem, dass der neue Stadtplatz, der die Dimension des Berliner Platzes haben wird, einladend und mit viel Grün gestaltet ist", betonte OB Eva Lohse. Während ECE in den zurückliegenden Monaten ihre Hochbauplanung konkretisiert hat, um auf dieser Grundlage im Spätjahr die Bauanträge einreichen zu können, hat die Stadtverwaltung formal den Boden geebnet. Nach der Änderung des Flächennutzungsplanes ging im September der Bebauungsplan 601 Zollhofhafen in die Offenlage. Im Dezember befasst sich der Stadtrat damit. 

Sobald der Bebauungsplan beschlossen ist, will ECE die Bauanträge stellen. "Parallel zum jetzigen Verfahren sind wir in der Bauantragsplanung", bekräftigt Jens Jäpel. Läuft alles nach Plan, soll im Frühjahr mit dem Bau begonnen werden. Im ersten Bauabschnitt werden neben dem neuen Einkaufscenter auch die öffentliche Rheinpromenade, der Stadtplatz und der Gastroturm entstehen, ebenso wird die Werfthalle umgebaut, damit sie künftig für Kulturveranstaltungen genutzt werden kann. Der Hotel- und Fitnesskomplex ist für den zweiten Bauabschnitt vorgesehen.
Zu erreichen ist das neue Einkaufscenter mit dem Auto, öffentlichen Verkehrsmitteln, dem Fahrrad oder zu Fuß. Dafür sorgen mehrere direkte Anbindungen an die Innenstadt. Im Zentrum steht dabei die neu gestaltete Bahnhofstraße. Diese wird nach dem Umbau großzügig angelegt und nur in eine Richtung befahrbar sein. Wer in der Innenstadt zu Fuß unterwegs ist, gelangt von hier aus ins neue Einkaufscenter. Eine weitere ebenerdige Überquerung der Zollhofstraße ist in nördlicher Richtung, eine dritte Fußgängerbrücke im Norden des Ludwigsplatzes ist als Option vorgesehen. 
"Die Rhein-Galerie ist ein wichtiger Baustein für die Entwicklung der Ludwigshafener City. Wir wissen um den großen Nachholbedarf an hochwertigen Geschäften, vor allem im textilen Bereich. Insofern ist das Einkaufscenter eine Stärkung der City. Wir wollen und brauchen wieder mehr Kaufkraftbindung an die Stadt. Als Kämmerer freue ich mich natürlich nicht nur über die hohe private Investitionsbereitschaft, sondern auch über neue Gewerbesteuereinnahmen", erklärte Bürgermeister Wilhelm Zeiser. "Der Bau der Rhein-Galerie ist in der Tat ein bedeutender Baustein in unserem Stadtumbau. Hier greifen viele Maßnahmen ineinander. Der Ausbau der Mundenheimer Straße als wichtige Verkehrsader und Einkaufsstraße läuft. Die Pfalzbausanierung ist im Gang. Im Bürgerhof planen wir mit den Anwohnern und den Gewerbetrei­benden eine Aufwertung des Bereichs, da sind wir tatsächlich mittendrin", ergänzte Bau­dezernent Ernst Merkel.

Mundenheimer Straße: Arbeiten vertaktet

Während des zweiten Bauabschnittes, der voraussichtlich bis zum 7. Dezember dauert, werden in der Mundenheimer Straße zwischen Yorck- und Orffstraße Gas- und Wasserleitungen erneuert. Ab der Halbergstraße kommt auch die Fernwärmeleitung hinzu. Zugleich werden die Hausanschlüsse ausgetauscht. Damit das Weihnachtsgeschäft der Einzelhändler nicht beeinträchtigt wird, wird es zwischen 8. und 31. Dezember im nördlichen Teil der Mundenheimer Straße keine Bautätigkeit geben. Um den Zeitplan dennoch einzuhalten, wird dafür der eigentlich letzte Bauabschnitt vorgezogen. Das heißt, dass parallel zum zweiten Bauabschnitt von 8. Oktober bis 21. Dezember die Fahrbahn und der Gehweg zwischen Bürgermeister-Krafft-Platz und Rottstraße hergerichtet werden. Die Bushaltestelle wird behindertengerecht ausgebaut. Anwohnerinnen und Anwohner sowie Einzelhändler haben in so genannten "Runden Tischen" die Möglichkeit, Anregungen und Kritik einzubringen.

Sanierung des Wilhelm-Hack-Museums startet

Mit ersten Detailuntersuchungen und der Neuordnung des 350 Quadratmeter großen Depots startet im November die Sanierung des Wilhelm-Hack-Museums. Bis Oktober 2008 werden mit einem Kostenvolumen in Höhe von rund 4,55 Millionen Euro Sheddächer, Fenster und die Klimaanlage ausgetauscht. Die energetische Sanierung ist notwendig, weil das 1979 eingeweihte Gebäude nicht mehr den Anforderungen des Wärmeschutzes entsprach.

Pfalzbau: neue Leitungen und neue Technik

Im Zeitplan befinden sich die Sanierungsarbeiten im Pfalzbau, die im Theaterbereich bis Oktober 2008 und im Tagungs- und Kongressbereich bis Ende Februar 2009 beendet sein werden. Nach dem Austausch der Bühnenober- und Bühnenuntermaschinerie begannen im September die zentralen Abbrucharbeiten. Deckenverkleidungen, Technik und Innenausstattung wurden entfernt, Marmor- und Parkettboden gesichert. Derzeit werden Betondecken, Träger und Wände für den Einbau eines Aufzuges durchtrennt. Von innen gleicht der Pfalzbau nun einem Rohbau, in dem die neuen Elektroleitungen und Heizungsrohre verlegt werden können. Ebenso werden an der Klimatechnik und im Sanitärbereich gearbeitet.   rik/ska

 

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