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neueLu November/Dezember 2009

BIS geht in die Probephase

Abfalltonnen-Inventur: Grundlage für gerechtes Gebührenmodell

Sukzessive ließ der Wirtschaftsbetrieb der Stadt Ludwigshafen, WBL, in den vergangenen Wochen auf den Abfallgefäßen, die von den Nutzerinnen und Nutzern etikettiert wurden, einen Chip anbringen. Die Testphase dieses so genannten Behälteridentifikationssystem (BIS) beginnt im Januar 2010.

Das "Chip-Nest"

Minicomputer registrieren dann an den Entsorgungsfahrzeugen, welche Tonne zu welchem Termin geleert wurde. Die gewonnenen Daten könnten zu einem späteren Zeitpunkt die Grundlage für eine effizientere Tourenplanung sowie für ein neues Gebührenmodell bilden, welches sich stärker am tatsächlichen Bedarf orientiert.
Für die Leserinnen und Leser der neuen Lu beantwortet der WBL die Fragen zur Einführung des neuen BIS, die am Bürgertelefon besonders oft gestellt wurden.

Von wann bis wann wurden die Gefäße von wem gechipt?
Das Unternehmen C-trace, eines der renommiertesten Unternehmen für Behälteridentifikationssysteme, hat mit eigenen Mitarbeitern sowie mit Mitarbeitern des Entsorgungsbetriebes über die Monate August, September und Oktober die Gefäße gechipt. In einem Nachgang sollten bis Ende November alle ordnungsgemäß gemeldeten Behälter ein Etikett und einen Chip haben.

Was ist mit den Tonnen, an denen überhaupt noch kein Chip ist? Muss sich der Eigentümer jetzt melden?
Wer  einen Behälter hat, der noch nicht mit einem Etikett versehenen oder gechipt ist oder die Angaben auf dem Etikett nicht mit dem Tonnenvolumen übereinstimmen, sollte dies bei dem Entsorgungsbetrieb melden.

Wo ist der Chip? Wie erkenne ich, ob gechipt wurde?
Der Chip ist an fast allen Behältern unter der vorderen Behälterleiste, sozusagen im Verborgenen, angebracht. Er wird an einer speziellen runden Stelle, dem "Chipnest", eingeschlagen. Bei älteren Tonnen wird der Chip mittels einer Bohrung befestigt. Er ist dann von oben nur als kleine Erhebung in Form eines schwarzen Kunststoffknopfes sichtbar, von unten sieht man nur ein rundes kleines dunkles  Teil.

Chip auf einer Alt-Tonne

Was ist, wenn ich feststelle, dass ich eine Tonne zuviel habe oder eine mehr benötige oder das Volumen ändern möchte?
Änderungen bei Tonnenzahlen oder Volumina müssen vom Eigentümer, nicht vom Mieter, schriftlich an den Entsorgungsbetrieb gemeldet werden oder online an entsorgungsbetrieb@ludwigshafen.de oder www.ludwigshafen.de/bürgerservice/abfallbehälter. Selbstverständlich gibt der Entsorgungsbetrieb auch telefonisch Auskunft unter 504-3415.

Bis wann genau werden nicht gechipte Tonnen geleert ?
Bis zum 31. Dezember 2009 werden alle Behälter, egal ob bereits gechipt oder nicht gechipt, geleert. Erst, wenn alle Änderungen und Anpassungen umgesetzt sind, also voraussichtlich ab 1. Januar 2010, werden nur noch gechipte Behälter geleert werden. Das Müllfahrzeug kann mit dem dort angebrachten Minicomputer auslesen, ob der Behälter gemeldet und korrekt ist.

Was geschieht während des Jahres 2010?
Während des Testlaufes im Jahr 2010 werden die Fahrtrouten mit dem Bordcomputer erfasst, mit dem Ziel, diese ab 2011 zu optimieren. Alle gesammelten Daten wie unter anderem Anzahl der Leerungen und Leerungstage, können zu einem späteren Zeitpunkt als Basisdaten für ein neues gerechteres Gebührenmodell dienen. Hier muss die Erfahrung erst zeigen, was sinnvoll und wichtig ist. Zunächst ändert sich an der Gebührenstruktur nichts. Die Einfüh-rung bringt für die Nutzerinnen und Nutzer sowie für den Entsorgungsbetrieb ausschließlich Vorteile.

Was passiert in etwa ab 2011?
Ab 2011 kann, sofern der Stadtrat zustimmt, ein neues Gebührenmodell eingeführt werden. Nicht zur Debatte steht eine Berechnung der Müllgebühr nach anfallendem Gewicht.   rik

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