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neueLu November/Dezember 2009

Meilensteine erreicht

Ludwigshafener Innenstadt verändert ihr Gesicht

Das Stadtumbauprojekt "Heute für morgen" hat im zu Ende gehenden Jahr wichtige Meilensteine erreicht: Der Pfalzbau wurde nach zweijähriger Schließungszeit wieder eröffnet, die Rhein-Galerie auf dem Gelände des ehemaligen Zollhofhafens feierte Richtfest, die Anbindung der Innenstadt an das neue Stadtquartier am Zollhofhafen geht planmäßig voran. Außerdem wurde das Wilhelm-Hack-Museum Partner des GreenBuilding Programms
der EU – eine Auszeichnung für das wegweisende Energiekonzept des Hauses.

Rund 10.000 Menschen besuchten während der Eröffnungswoche im September den nach zweijähriger Schließungszeit und einer insgesamt fünf Jahre dauernden Sanierung wieder eröffneten Pfalzbau. Der großzügige Eingangsbereich, die modern ausgestatteten Tagungsräume, das Gläserne Foyer, die Medienschule, der Garderobenbereich und das Theater kamen bei den Besucherinnen und Besuchern gut an.

Rhein-Galerie erhält Dach

Rhein-Galerie: Richtfest

Nachdem am 8. Oktober auf dem Gelände des ehemaligen Zollhofhafens Richtfest auf der Baustelle der Rhein-Galerie gefeiert wurde, kann Ende November auch schon der letzte der ursprünglich 12 Hochbaukräne abgebaut werden. Dann ist die Dachkonstruktion aus Stahl komplett fertig. Bereits seit Anfang Oktober wird von Süden her die Dachkonstruktion nach und nach von einem "Tuch" verhüllt: Das Membrandach, montiert aus so genanntem PTFE-Gewebe, nimmt Gestalt an und wird, solange es die Witterung zulässt, zügig aufgebracht.
"Bis Ende des Jahres soll die Rhein-Galerie gegen Eindringen von Regen abgesichert sein, damit der Innenausbau witterungsunabhängig durchgeführt werden kann", erklärt Georg Monheim, Projektleiter der ECE, und ergänzt: "Das Membrandach überspannt zwar den gesamten Gebäudekomplex, weist jedoch großzügige Öffnungen auf, um von oben Tageslicht in die unterhalb der beiden Parkebenen liegenden Mallbereiche zu leiten. Unterhalb dieser Öffnungen sind Glasdächer angeordnet, die bereits zu 80 Prozent fertig gestellt sind." Auch die Fassadenarbeiten schreiten zügig voran: Bis Ende Oktober waren ebenfalls 80 Prozent der Glasfassaden montiert.
Im Shopbereich laufen die Trockenbau- und Estricharbeiten, die ersten Fahr- und Rolltreppen sind eingebaut und die Grundinstallation der Technischen Gebäudeausrüstung - die Verlegung von Elektrik, Heizung, Klima, Sanitär - schreitet planmäßig voran. Im November 2009 wird die Rhein-Galerie offiziell an das Strom- und Fernwärmenetz der TWL angeschlossen.

Bauarbeiten gehen voran

Der Ausbau der Bahnhofstraße zwischen Zollhof- und Bismarckstraße wird voraussichtlich bis Ende Dezember abgeschlossen sein. Von Juni bis Mitte Oktober wurde zunächst der Oberbau der nördlichen Fahrbahnhälfte erneuert. Die alten Gehwegplatten wurden durch neue, mittelbraune hochwertige Pflastersteine mit Granitvorsatz ersetzt. Nun werden die Arbeiten auf der südlichen Fahrbahnhälfte fortgeführt. Bis Ende 2009 sollen auch die Arbeiten am so genannten Unterführungsbauwerk abgeschlossen werden, das die Zufahrt zur Rhein-Galerie ermöglicht. Die Umgestaltung der Kreuzung Kaiser-Wilhelm-/Zollhofstraße wird ebenfalls bis Ende 2009 abgeschlossen. Die Innenstadt ist über die ausgeschilderten Umleitungsrouten und mit dem öffentlichen Personennahverkehr weiterhin gut erreichbar. Mehr zu den vielfältigen Einkaufsmöglichkeiten in der City gerade in der Vorweihnachtszeit lesen Sie auf Seite 25 dieser Ausgabe.

Aquarelle mit Eisblumen

Gerhard Mauch

Auf besondere Weise begleitet der Ludwigshafener Künstler Gerhard Mauch den Stadtumbau. Seit Beginn der Bauarbeiten am Zollhofhafen hat er auf 25 Aquarellen den Baufortschritt der Rhein-Galerie festgehalten. Vom Abriss der Lagerhallen bis zur Fertigstellung der Dachkonstruktion hat der 73-Jährige alle Phasen des Baus auf seinen Bildern festgehalten. Dass er quasi "live" vor Ort gemalt hat, ist insbesondere an den Motiven aus dem Winter zu erkennen. Die Wasserfarben sind auf dem Papier gefroren und haben Eisblumen hinterlassen, deren Struktur auf den Aquarellen deutlich zu erkennen ist. "Mit meinen Bildern will ich dieses große Stadtumbauprojekt festhalten, auch Facetten erfassen, die nach dem Ende der Bauarbeiten gar nicht mehr zu sehen sein werden", so Gerhard Mauch, der auch die kommende Bauphase der Rhein-Galerie malen will. Dankbar ist er für die Hilfe der ECE, die ihn  unterstützt und ihm Zutritt zur Baustelle gewährt. Vom 17. November bis 17. Dezember sind 20 der Werke Mauchs zu den Öffnungszeiten in der Schalterhalle der Sparkasse Vorderpfalz Ludwigshafen a.Rh.-Schifferstadt am Ludwigsplatz zu sehen. Eröffnet wird die Ausstellung am 17. November, 15 Uhr. Ehrenbürger und Altdekan D. Dr. Friedhelm Borggrefe, der Gerhard Mauch durch gemeinsames bürgerschaftliches Engagement verbunden ist, wird in die Ausstellung einführen. Mit seiner Kunst will Mauch nicht nur einen Impuls für die Akzeptanz des Stadtumbaus "heute für morgen" geben, sondern auch Gutes tun. Deshalb gehen zwei Drittel des Verkaufserlöses an die Bürgerstiftung Ludwigshafen.

Wilhelm-Hack-Museum ist GreenBuilding Partner

OB Dr. Eva Lohse und Baudezernent Ernst Merkel bei der Verleihung

Im Rahmen der Veranstaltung "dena-Dialog kommunal" der Deutschen Energie-Agentur (dena) erhielten OB Dr. Eva Lohse und Bau- und Umweltdezernent Ernst Merkel am 24. September aus den Händen von Henning Discher von der dena eine Auszeichnung der Europäischen Union für das Wilhelm-Hack-Museum. Die Stadt Ludwigshafen wurde mit dem Museum Partner des GreenBuilding Programms der EU, das national durch die dena vertreten wird. Ausgezeichnet werden Eigentümer von Nichtwohngebäuden, bei denen im Rahmen einer Sanierung der Primärenergiebedarf um mindestens 25 Prozent gesenkt werden konnte. Das Wilhelm-Hack-Museum übertrifft diese Marke mit 67 Prozent deutlich. Das EU-Projekt GreenBuilding gibt es seit  2005. Bisher wurden 159 Auszeichnungen europaweit und 48 Partnern Auszeichnungen in Deutschland verliehen.   rik, hof, mü

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