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neueLu September/Oktober 2008

Alle sind gefordert

Bau- und Umweltdezernent Ernst Merkel zur Lärmaktionsplanung

Bei der Lärmaktions­planung sollen sich möglichst viele Bürge­rinnen und Bürger beteiligen. Die neue Lu sprach mit Bau- und Umweltdezernent Ernst Merkel darüber, warum sich Mitmachen lohnt.

neue Lu: Was haben Bür­gerinnen und Bürger davon, wenn sie sich bei der Lärm­aktionsplanung beteiligen?
Merkel: Alle schriftlich eingereichten Vorschläge werden geprüft. Bürgerinnen und Bür­ger haben in diesem Verfah­ren erstmals die Möglichkeit, selbst Lösungen für Lärmpro­bleme zu unterbreiten. Alle sind gefordert, mitzudenken und zu überlegen, wie die Stadt aber auch Einzelne dazu beitragen können, Lärm zu vermeiden. Das geht letztlich uns alle an, weil wir alle in irgendeiner Form von den Aus­wirkungen des Umgebungs­lärms betroffen sind. In die Lärm­aktions­pla­nung werden wir in erster Linie die Orte einbeziehen, an denen sehr viele Men­schen einem sehr hohen Lärmpegel ausgesetzt sind. Wir bitten deswegen um Ver­ständnis, wenn im ersten Schritt nicht gleich alle Vorschläge berücksichtigt werden können. Es wird keine Idee verlorengehen.

neue Lu: Warum wurden nur die Hauptverkehrswege mit einem sehr hohen Verkehrs­aufkommen untersucht?
Merkel: Die EU-Umgebungs­lärmrichtlinie sieht eine abgestufte Vorgehensweise bei der Lärmaktionsplanung vor. Die Stadt Ludwigshafen orientiert sich an den gesetzlichen Vor-gaben aus dieser Richtlinie. Es macht Sinn, dort anzufangen, wo die größten Lärmquellen identifiziert wurden und das sind die Straßen und Schienen.

neue Lu: Viele fühlen sich vielleicht gar nicht durch den Lärm aus den untersuchten Bereichen gestört, sondern von anderen Lärmquel­len in der Nachbarschaft. Warum wurde dieser Lärm nicht berücksichtigt?
Merkel: Nachbarschaftslärm, wie zum Beispiel laute Musik, Geschrei oder auch Lärm von Rasenmähern werden von der Umgebungslärmrichtlinie nicht erfasst. Die Richtlinie gibt vor, Lärmemissionen in Bezug auf die wichtigsten Lärmquellen zu untersuchen. Die wichtigsten Lärmquellen in Ludwigshafen sind in der ersten Stufe der Straßen- und Schienenverkehrslärm. Hier sind sehr viele Menschen hohen Lärmpegeln ausgesetzt.

neue Lu: Wo können sich Interessierte informieren, zum Beispiel zum Thema Lärmschutzmaßnahmen?
Merkel: Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bereichs Umwelt geben gerne Aus­kunft. Darüber hinaus sind Infor­mationen auf der Inter­netseite der Stadt www.ludwigshafen.de zu finden. Wir haben außerdem für dieses Umwelt-Info eine Linkliste zusammengestellt.

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