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Noch im Dezember will die Joseph Vögele AG mit den Hochbauarbeiten für ihr neues Werk in Ludwigshafen beginnen. Dazu gehören die eigentliche Produktionshalle mit Sozialgebäude, die Zentrale, Schulungsräume, ein Bereich für Entwicklung und Erprobung sowie ein Parkplatz.

Bereits in wenigen Wochen wird das Baufeld vorbereitet und es beginnen die Tiefbauarbeiten für die äußere Erschließung des rund 38 Hektar großen Baugeländes. Seit Anfang August wird die Baustellenzufahrt hergerichtet. Rund 70 Millionen Euro investiert das Mannheimer Traditionsunternehmen in seinen neuen Standort Ludwigshafen. "Ich freue mich sehr, dass die Bauarbeiten pünktlich starten können. Gemeinsam haben wir es geschafft, einem expandierenden Unternehmen mit seinen mehr als 1000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine geeignete Fläche zur Verfügung zu stellen. Dies sichert und schafft Arbeits- und Ausbildungsplätze in Ludwigshafen und der Metropolregion", erklärte Oberbürgermeisterin Dr. Eva Lohse. Die Stadtchefin betonte, dass es in den Abstimmungsverfahren der vergangenen Monate gelungen sei, die unterschiedlichen Interessen zusammenzuführen. "Gemeinsam haben wir binnen eines Jahres die Grundlage für ein großes privates Investment in Ludwigshafen geschaffen. Das ist ein gutes Aushängeschild für unsere Stadt. Mein Dank gilt allen engagierten Bürgerinnen und Bürgern, die sich konstruktiv an dem Verfahren beteiligt haben, sowie den Landwirten und Grundstückseigentümern von Rheingönheim, die ihre Flächen in die Entwicklung der Stadt eingebracht haben und damit Gemeinwohl vor Eigeninteresse gestellt haben, und mein Dank gilt der Joseph Vögele AG, die sich mit ihrem Neubau in Ludwigshafen klar zur Metropolregion und zum Standort Deutschland bekennt", so Lohse.
Mit der Erteilung der am 26. Juni beantragten Teilbaugenehmigung werden der Joseph Vögele AG vorbereitende Maßnahmen ermöglicht. "Alle Arbeiten wurden entsprechend vertaktet, so dass dem Zeitplan zum Bau des Vögele-Werks aus unserer Sicht nichts entgegen steht. In einem stringent, aber auch sehr sorgfältig geführten Verfahren haben wir in den vergangenen Wochen und Monaten Planungsrecht geschaffen", sagte Baudezernent Ernst Merkel. Bei der Planung habe man ein besonderes Augenmerk auf den Schutz der benachbarten Wohngebiete vor Schalleinwirkungen gelegt. Durch die nun vorliegenden Planungen könne sichergestellt werden, dass zum einen noch größere Abstände eingehalten werden als gesetzlich vorgegeben sind. Zum anderen werden dem Betrieb durch so genannte Lärmkontingente Beschränkungen auferlegt.
Durch verschiedene ökologische Maßnahmen werden Auswirkungen auf Natur und Landschaft ausgeglichen. Aufgrund der Anregungen wurde die Planung insoweit geändert, dass zugunsten der landwirtschaftlichen Bewirtschaftung die Bepflanzung im nördlichen Grenzbereich ein Abstand von zehn Metern zur Grundstücksgrenze einhält. Außerdem wurde der Grünstreifen an der Südwestgrenze des Plangebietes vergrößert. Produktionshalle, Verwaltungs- und Schulungsgebäude sowie der Erprobungsbereich des neuen Vögele Werks wurden so angeordnet, dass die örtlichen Gegebenheiten berücksichtigt wurden. So ist in Richtung Gartenstadt, an der Nord- und Ostseite der Fertigungshalle ein Gebäuderiegel mit Büros und Sozialräumen vorgelagert. Die repräsentativen Gebäude mit der Vögele-Zentrale und dem Schulungszentrum sind in östlicher Richtung angeordnet. Die Produktionshalle ist 12,5 Meter hoch und besitzt in West-Richtung eine Länge von 340 Metern und an der breitesten Stelle eine Nord-Süd-Ausdehnung von 275 Metern. Zentrale und Sozialtrakt sind mit 14 Metern Höhe die höchsten Gebäude auf dem Grundstück. Alle übrigen Gebäude sind rund 12,50 Meter hoch. In der westlichen Ecke des Grundstücks befindet sich ein Bereich für die Entwicklung neuer Modelle von Straßenbaumaschinen, ein Bereich für die Reparatur von Vorführmaschinen sowie ein Testgelände mit einem Schallmessplatz und einer Teststrecke. Diese 100 Meter lange Teststrecke dient nach Unternehmensangaben ausschließlich der erstmaligen Erprobung von Prototypen neu entwickelter Maschinen und wird nur an wenigen Tagen im Jahr genutzt. ska
Während der Bauarbeiten stehen bei Rückfragen folgende Ansprechpartner zur Verfügung: - zum Flächennutzungs- und Bebauungsplan: Bereich Stadtplanung, Susanne Zodet,
Telefon 504-3125 - zu äußerer Erschließung und Leitungsverlegungen: Bereich Tiefbau, Berthold Best, Telefon 504-6601
- zum Vorhaben der Joseph Vögele AG: Christoph Niehaus, Firma Vögele, Telefon 0621/8105274.
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