Die Medienschule – entwickelt von der Theater- und Medienwissenschaftlerin Éva Adorján für Vier- bis Achtjährige – soll helfen, die Bilderflut und Inhalte aus dem Fernsehen oder dem Internet zu verarbeiten. Die "Brücke zwischen Theater und Medien" wird derzeit aufgrund der Sanierung des Theaters im Pfalzbau im ehemaligen Kultur-Depot in der Karl-Krämer-Straße geschlagen. Aufgeteilt in drei Altersstufen lernen zum Beispiel die Vier- bis Fünfjährigen, was sich wirklich hinter Bild und Ton verbirgt, sie lernen sich zu konzentrieren und zuzuhören. Hinter die "Klischees der Medienhelden" schauen die Fünf- bis Siebenjährigen, bauen Ängste und Aggressionen ab. Um die virtuelle Welt, Computer- und Videospiel geht es bei den Sieben- bis Achtjährigen. Die Themen "Werbung" und "Vorbilder aus den Medien" werden in diesem Modul ebenso behandelt. Alle drei Module können einzeln, aber auch als Kurs über das ganze Jahr verteilt, belegt werden.
"Wie und was sehen Kinder?" lautet darüber hinaus ein Fortbildungsprogramm für pädagogische Fachkräfte und interessierte Eltern. Außerdem besteht die Möglichkeit, eine eigene Gruppe zu leiten. Nach erfolgreichem Abschluss erhält die Teilnehmerin beziehungsweise der Teilnehmer zum Schluss dann ein Zertifikat.
Um reine Theaterarbeit hingegen dreht sich alles beim Angebot Nummer Zwei, beim Kinder-Spiel-Theater (KST). Pro Jahr wird eine neue Produktion erarbeitet, bei der kleine Nachwuchsschauspieler "aus verschiedenen Lebenswelten auf der Bühne stehen", so Éva Adorján.
In diesem Jahr feiert das Musik-Theater für Weihnachtsfans "Zwei Elche im Schnee" am Donnerstag, 11. Dezember, 10.30 Uhr, Premiere. In dieser Geschichte, geschrieben von Éva Adorján, geht es um die verzweifelte Suche des Weihnachtsmanns nach Schnee. Denn erst mit der weißen Pracht können die Elche Olaf und Tusnelda die begehrten Geschenke auf dem Schlitten zu den Kindern bringen. Dazu ertönen bekannte Weihnachtslieder, neu und überraschend. Weitere Aufführungen sind am Samstag, 13., 15 Uhr, Sonntag, 14., 15 Uhr, Montag, 15., 10.30 Uhr, Donnerstag, 18., 10.30 Uhr und Samstag, 20. Dezember, 15 Uhr.
Zur Palette für die Kleinen zählen auch die Workshops, in denen bekannte Künstlerinnen und Künstler dem Nachwuchs vermitteln, worauf es beim Theaterspielen ankommt. Zauberei, Rhythmus und Masken stehen dieses Mal unter anderem auf dem Programm.
Die Teilnahme an einem Themenmodul der Medienschule kostet 20 Euro, ein kompletter Jahreskurs, der drei Themenmodule umfasst, 50 Euro. Die Fortbildung für pädagogische Fachkräfte und interessierte Eltern kostet 20 Euro, der Gruppenpreis ab 8 Personen beläuft sich auf 100 Euro. Der Preis für das 20 Stunden umfassende Training "Leitung einer eigenen Gruppe", plus Beratung, beträgt 50 Euro. Die Teilnahme an allen Angeboten des Kinder-Spiel-Theaters ist an die Mitgliedschaft im KST-Klub gebunden für einen jährlichen Beitrag von 20 Euro. Wer Kinder, die sich einen Theaterkurs nicht leisten können, unterstützen möchte, der kann auch eine Patenschaft für ein Kind oder für eine Gruppe übernehmen. tim
Info:
Weitere Auskünfte zu den Kursen und der Patenschaft erteilt Nadine Laufer unter der Telefonnummer 591254-46. Anmeldungen nimmt sie ebenfalls entgegen.