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neueLu September/Oktober 2008

Mit Akrobatik zu Meisterwürden

DM 2008 im Kunstradfahren, Radball und Radpolo in der Friedrich-Ebert-Halle

Ganz im Zeichen des Radsports steht am 3. und 4. Oktober die Fried­rich-Ebert-Halle. Dann nämlich steigen die unter der Organisation des Radsportzentrums Ludwigshafen stehenden Deutschen Meisterschaften (DM) im Kunstradfahren, Radball und Radpolo. Die unter der Schirmherrschaft des rheinland-pfälzischen Ministerpräsidenten Kurt Beck stehende Veranstaltung beginnt an beiden Tagen um 8 Uhr.

"Ludwigshafen ist weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt dafür, ein großes Angebot an Breitensport zu bieten. Demnach finden auch nicht so sehr im Fokus der medialen Öffentlichkeit stehende Sportarten eine Heimstatt in Lud-wigshafen. Aus diesem Grund freut es mich ganz besonders, dass die Deutschen Meisterschaften im Kunstradfahren, Radball und Radpolo in diesem Jahr in Ludwigshafen stattfinden. Mein Dank gilt hierbei auch den Organisa­to­ren des Radsportzentrums Ludwigs­hafen“, freut sich Sportdezer­nent Wolfgang van Vliet bereits auf die Wett­kämpfe.
Insgesamt werden bei der DM rund 500 Teilnehmer am Start sein. Die Organisatoren rechnen an beiden Veranstaltungstagen mit jeweils bis zu 1.500 Zuschauern. Gut möglich, dass bei den Wettkämpfen im Kunstradfahren für Lud-wigshafener Lokalkolorit gesorgt ist, starten doch im Sep­tember beim Inter­nationalen Deutschlandpokal, bei dem sich die Kunstradfahrerinnen und -radfahrer für die "Deut­schen" qualifizieren, auch die Frie­senhei­merinnen Barbara, Frederike und Susanne Seifert sowie Sabrina Jochem im Frau­en-Vierer und Till Dietrich im Männer-Einer. Ebenfalls dort am Start: Die in Oggersheim wohnenden aber für das hessische Langenselbold startenden Felix und Florian Blümmel sowie die Weltmeisterinnen Kathrin Schultheis und Sandra Sprinkmeiner aus Mainz.
Beim Kunstradfahren ist dabei vor allem Körperbeherrschung und Konzentration gefragt, will man die verschiedenen Stilelemente wie Steiger (Fahrt nur auf dem Hinterrad), Drehungen, Rotationen und Sprünge zeigen. Bei den Team-wettbewerben kommt dann auch noch Synchronisation dazu. Selbstredend: Derlei Übungen bedürfen eines den Anforderungen entsprechenden Sportgerätes. So handelt es sich beim Kunstrad um ein mit Spezialreifen ausgestattetes handgeschweißtes Personenrad, das durch eine 1:1-Übersetzung auch ein Rückwärtsfahren ermöglicht. Lenker und Sattel sind so beschaffen, dass ein Stehen auf ihnen möglich ist.
Ein Spezialrad wird auch beim Radball benutzt. Eine Mannschaft im Rad­ball besteht aus einem Torwart und einem Feld­spieler. Der Ball wird durch Schlä­ge mit dem Rad und dem Körper gespielt. Bei Freischlägen kann der 500 bis 600 Gramm schwere Ball bis zu 65 Kilometer pro Stunde erreichen. Das Lud­wigshafener Publi­kum kann sich beim Radball auf zwei Welt­meister freuen: Christian Heß und Thomas Abel vom RV Hechtsheim stehen als DM-Teil­nehmer fest.
Radpolo wird im Bundesgebiet ausschließlich von Frauen gespielt. Wie beim Polo mit Pferden wird auch beim Rad-polo mit einem Stock gespielt, an dem sich ein quaderförmiger Hammer befindet. Beim Radpolo besteht eine Mannschaft aus zwei Spielerinnen, die im Spiel den Boden nicht mit dem Fuß berühren dürfen, ansonsten müssen sie kurz über die Torauslinie das 14 mal elf Meter große Spielfeld verlassen. Die Akrobatik und die aus einer Spielzeit von zweimal sieben Minuten resultierende Spannung machen den Sport für Zuschauer attraktiv.   som

Eintrittspreise:
Tageskarten: Erwachsene, 8 Euro, Schüler/Jugendliche (13 bis 17 Jahre) sowie Behinderte, 6 Euro; Dauerkarte: Erwachsene 12 Euro, Schüler/Jugendliche (13 bis 17 Jahre) sowie Behinderte, 9 Euro; für Begleitpersonen von Rollstuhlfahrern sowie Kinder bis 12 Jahre ist der Eintritt frei. Vorverkauf bei der Tourist-Information, Berliner Platz 1. Weitere Informationen im Internet unter www.hallenradsport-dm08.de

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