"Ludwigshafen ist weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt dafür, ein großes Angebot an Breitensport zu bieten. Demnach finden auch nicht so sehr im Fokus der medialen Öffentlichkeit stehende Sportarten eine Heimstatt in Lud-wigshafen. Aus diesem Grund freut es mich ganz besonders, dass die Deutschen Meisterschaften im Kunstradfahren, Radball und Radpolo in diesem Jahr in Ludwigshafen stattfinden. Mein Dank gilt hierbei auch den Organisatoren des Radsportzentrums Ludwigshafen“, freut sich Sportdezernent Wolfgang van Vliet bereits auf die Wettkämpfe.
Insgesamt werden bei der DM rund 500 Teilnehmer am Start sein. Die Organisatoren rechnen an beiden Veranstaltungstagen mit jeweils bis zu 1.500 Zuschauern. Gut möglich, dass bei den Wettkämpfen im Kunstradfahren für Lud-wigshafener Lokalkolorit gesorgt ist, starten doch im September beim Internationalen Deutschlandpokal, bei dem sich die Kunstradfahrerinnen und -radfahrer für die "Deutschen" qualifizieren, auch die Friesenheimerinnen Barbara, Frederike und Susanne Seifert sowie Sabrina Jochem im Frauen-Vierer und Till Dietrich im Männer-Einer. Ebenfalls dort am Start: Die in Oggersheim wohnenden aber für das hessische Langenselbold startenden Felix und Florian Blümmel sowie die Weltmeisterinnen Kathrin Schultheis und Sandra Sprinkmeiner aus Mainz.
Beim Kunstradfahren ist dabei vor allem Körperbeherrschung und Konzentration gefragt, will man die verschiedenen Stilelemente wie Steiger (Fahrt nur auf dem Hinterrad), Drehungen, Rotationen und Sprünge zeigen. Bei den Team-wettbewerben kommt dann auch noch Synchronisation dazu. Selbstredend: Derlei Übungen bedürfen eines den Anforderungen entsprechenden Sportgerätes. So handelt es sich beim Kunstrad um ein mit Spezialreifen ausgestattetes handgeschweißtes Personenrad, das durch eine 1:1-Übersetzung auch ein Rückwärtsfahren ermöglicht. Lenker und Sattel sind so beschaffen, dass ein Stehen auf ihnen möglich ist.
Ein Spezialrad wird auch beim Radball benutzt. Eine Mannschaft im Radball besteht aus einem Torwart und einem Feldspieler. Der Ball wird durch Schläge mit dem Rad und dem Körper gespielt. Bei Freischlägen kann der 500 bis 600 Gramm schwere Ball bis zu 65 Kilometer pro Stunde erreichen. Das Ludwigshafener Publikum kann sich beim Radball auf zwei Weltmeister freuen: Christian Heß und Thomas Abel vom RV Hechtsheim stehen als DM-Teilnehmer fest.
Radpolo wird im Bundesgebiet ausschließlich von Frauen gespielt. Wie beim Polo mit Pferden wird auch beim Rad-polo mit einem Stock gespielt, an dem sich ein quaderförmiger Hammer befindet. Beim Radpolo besteht eine Mannschaft aus zwei Spielerinnen, die im Spiel den Boden nicht mit dem Fuß berühren dürfen, ansonsten müssen sie kurz über die Torauslinie das 14 mal elf Meter große Spielfeld verlassen. Die Akrobatik und die aus einer Spielzeit von zweimal sieben Minuten resultierende Spannung machen den Sport für Zuschauer attraktiv. som
Eintrittspreise:
Tageskarten: Erwachsene, 8 Euro, Schüler/Jugendliche (13 bis 17 Jahre) sowie Behinderte, 6 Euro; Dauerkarte: Erwachsene 12 Euro, Schüler/Jugendliche (13 bis 17 Jahre) sowie Behinderte, 9 Euro; für Begleitpersonen von Rollstuhlfahrern sowie Kinder bis 12 Jahre ist der Eintritt frei. Vorverkauf bei der Tourist-Information, Berliner Platz 1. Weitere Informationen im Internet unter www.hallenradsport-dm08.de