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neueLu September/Oktober 2009

Denkmalgerecht saniert

Nach Rotem erstrahlt nun auch Grüner Hof in neuem Glanz

Ein Spaziergang in die Hochfeldsiedlung lohnt sich derzeit umso mehr: Denn einer der Top Ten der Baudenkmäler des Siedlungsbaus – der Grüne Hof – erstrahlt nach zweijähriger Sanierung durch die GAG in neuem Glanz. Zuvor im Jahre 2003 wurde bereits der Rote Hof in Schuss gebracht.

Grüner Hof

Die beiden Höfe und die angrenzenden Häuser zwischen der Königsbacher-, Maudacher-, Leininger- und Hochfeldstraße wurden in mehreren Bauphasen zwischen 1919 und 1922 errichtet. Die so genannte Reichsheimstättensiedlung wurde damals vorzugsweise von Kriegsheimkehrern genutzt. Das geräumige Wohnquartier, das eine Denkmalzone bildet, ist durch die Ende des 19. Jahrhunderts entwickelte Idee der Gartenstadtbewegung geprägt. 
Im Zuge der Sanierung wurde entschieden, die Fassaden nicht nur zu streichen, sondern auch eine Wärmedämmung aufzubringen. "Das ist sehr fortschrittlich und bei einem Kulturdenkmal keineswegs üblich. Möglich war dies, weil die schlichten Putzbauten im Heimatstil keine üppigen dekorativen Elemente besitzen und somit das ursprüngliche Erscheinungsbild durch die zehn Zentimeter Wärmedämmung nicht beeinträchtigt wurde. Ob und welche Wärmeschutzmaßnahmen an einem Kulturdenkmal durchgeführt werden dürfen, ist immer eine Einzelfallentscheidung, welche die Untere Denkmalschutzbehörde zusammen mit dem Landesdenkmalamt trifft. Wenn aber wie hier die Möglichkeit besteht und die GAG als Eigentümer mit der Stadt als Untere Denkmalschutzbehörde intensiv zusammenarbeitet, lassen sich moderne und zukunftsweisende Technologien auch an Kulturdenkmälern verträglich einsetzen", erläutert Matthias Ehringer von der Unteren Denkmalschutzbehörde.

Das neue Denkmalrecht

Nach 25 Jahren wurde Ende 2008 das geltende Denkmalschutzgesetz für Rheinland-Pfalz novelliert und damit an europäische Übereinkommen sowie der aktuellen Rechtssprechung des Bundesverfassungsgerichtes angepasst. Letztlich konnte damit auch das Verfahren vereinfacht werden. Nun können auf der Basis einer Denkmalliste per Gesetz Gebäude besser unter Schutz gestellt und Fristen bei denkmalrechtlichen Entscheidungen im Interesse der Eigentümerinnen und Eigentümer verkürzt werden. Die Gesetzesneufassung sowie die derzeit aktuelle Denkmalliste können auf der Webseite der Generaldirektion Kulturelles Erbe unter www.gdke-rlp.de abgerufen werden.   rik

Tag des offenen Denkmals am 13. September

Beim diesjährigen Tag des Denkmals werden "historische Orte des Genusses" in den Mittelpunkt gerückt. Das Programm im Einzelnen:

  • 10 Uhr:
    Führung Denkmalgerechte Sanierung und Erneuerung des Turmrestaurants im Ebertpark. Einblicke in die Planungen und die Baustelle. Treffpunkt: Kassenhäuschen am Haupteingang des Friedrich-Ebert-Parks.
  • 11.30 Uhr:
    offizielle Eröffnung durch den Beigeordneten Ernst Merkel vor dem Café Laul, Ludwigsplatz, Matinee mit kulinarischen Genüssen und Infos zum Denkmal. Besondere Mittagskarte.
  • 14 Uhr bis 17 Uhr:
    3. Foto-Festival Mannheim Ludwigshafen Heidelberg "Images recalled – Bilder auf Abruf", Bürgermeister-Reichert-Haus, Bismarckstraße 44-48, im historischen Filmsaal.
  • 17 Uhr:
    "In den Abend mit Musik, Informationen und mediterranem Flair" bei Angelo im Lutherturm.
  • 19 Uhr:
    Führung durch den denkmalgeschützten ehemaligen Bunker/Wasserturm "Oktagon-Kulturm" in der Rollesstraße.
  • ab 20 Uhr:
    in der dortigen Lounge – Ausklang des Tag des offenen Denkmals.

Der Tag des Denkmals findet bundesweit seit 1993 statt.

 

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